Impotenz

Von: , Frage gestellt am Fr, 30. Apr 2004

Liebe Wissenden,

welche Hilfe gibt es für Männer, die unter verfrühter Ejakulation leiden?Was meines Erachtens nicht Impotenz ist, aber wohl unter den Sammelbegriff fällt.Im Englischen heißt es premature ejaculation.
O.K., daß es Viagra gibt weiß ich auch, aber es muß doch noch andere Möglichkeiten geben.Ein Mann kann doch schließlich nicht sein Leben lang vor jedem Geschlechtsverkehr Viagra schlucken, das hat ja sicher auch Nebenwirkungen.
Geht der Mann mit diesem Problem zu einem Urologen, zu seinem Hausarzt oder zu einem Psychiater??Einen Arzt für Männerheilkunde gibt es ja leider nicht, oder?
Gruß, Claudia

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
    Re: Impotenz

    hallo claudia,

    viagra und co. werden eingesetzt, wenn der typ keine erektion bekommt. nicht wenn er "zu früh" ejakuliert.
    die bezeichnung "zu früh" kommt aus einer falschen einstellung zur männlichen sexualität. oder würdest du davon sprechen, daß eine frau "zu spät" kommt?
    es gibt kein "zu früh", nur ein erstes, zweites, drittes mal usw.
    praxistips im LUL-brett/archiv.


    strubbel
    §:O)

  2. Antwort von nach 6 Stunden 1 hilfreich
    Vooooorsicht... Begriffschaos!

    Hallo Claudia,

    'Ejaculatio praecox' (vorzeitiger Samenerguß) hat nichts mit Impotenz (fehlende/gestörte Erektionsfähigkeit) zu tun und es ist auch nicht derselbe Sammelbegriff. O.K., daß es Viagra gibt weiß ich auch, aber es muß doch noch
    andere Möglichkeiten geben.Ein Mann kann doch schließlich
    nicht sein Leben lang vor jedem Geschlechtsverkehr Viagra
    schlucken, das hat ja sicher auch Nebenwirkungen.
    Richtig! Vor allem aber nützt Viagra bei vorzeitigem Samenerguß nicht die Bohne. Was Erektionsstörungen angeht, kann ich Dir gerne meine alten Postings aus dem Archiv raussuchen. Wichtig ist, daß die Ursache geklärt wird. Am häufigsten sind psychische Gründe (Stress im Job/in der Beziehung bzw. der Mann setzt sich selbst extrem unter Druck). Es gibt aber auch körperliche Ursachen wie Durchblutungsstörungen, Diabetes & Co. Das muß natürlich alles genau abgeklärt werden und da sind entweder der Hausarzt oder aber der Urologe des Vertrauens der beste Ansprechpartner.

    Beste Grüße

    Renee

    • Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
      Begriff Impotenz

      Hi ho Renee,

      eine kleine Frage: Ist Impotenz nun die fehlende/gestörte Erektionsfähigkeit, oder ist es die fehlende/gestörte Zeugungsfähigkeit. Ich war bisher immer der Meinung, dass Letzteres zutrifft, lasse mich aber gerne korrigieren, falls ich mich irre.

      Gruss,

      Herb

      • Antwort von nach 8 Stunden 2 hilfreich
        Typische Männerängste...

        Hallöchen Herb,

        Impotenz ist nicht gleich Infertilität und Erektionsstörungen sind ein drittes Paar Stiefelchen. Im ersten Fall (Impotenz) kriegst Du - salopp gesagt - keinen hoch; im zweiten verschießt Du bei allem Genuß Platzpatronen. Selbst wenn Du Dich sterilisieren läßt, bist Du nicht impotent! Und im dritten Fall, bedarf es ggf. ein bissl Hilfe - ob das nun ein Cockring, Viagra oder psychologische Beratung ist, hängt von der hängt davon ab, woran es liegt...

        Wie gesagt: Impotenz hat nichts mit Infertilität zu tun!

        Grüßle

        Renee

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Keine Angst ...

          Hi ho Renee,

          ... nur Neugier. Bisher hab ich echt immer gedacht, dass Infertilität = Impotenz ist. Danke für die Aufklärung.

          Schönes Wochenende und viele Grüsse,

          Herb

  3. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Ejakulatio praecox

    Hallo Claudia,
    Hallo
    Ejakulatio präcox, ein Phänomen, dass gar nicht so selten auftritt.
    Manchmal nur gelegentlich, bei manchen Männer auch immer.Die Ejakulation kann auch schon so früh auftreten, dass ein GV incl. Penetration nicht möglich ist.Wenn es denn eine Störung ist und / oder als solche empfunden wird,dann ist sie eher auf der psychischen Ebene, als auf der körperlichen angesiedelt. (Sex findet auch im Kopf statt). Die gutgemeinten Tips und Ratschläge, wie „an etwas unangenehmes Denken“ oder „Mathematikaufgaben lösen“, mögen in dem einen oder anderen Fall etwas helfen, schmälern aber deutlich den Spaß an der Sache. Auch der Einsatz von alkoholischen Getränken wird gelegentlich angeraten, um die Erregung zu dämpfen, ist aber auch keine Dauerlösung. Eine informierte und verständnisvolle Partnerin ist auf jeden Fall schon mal hilfreicher als eine Frau, die vom Partner sportliche Höchstleistungen erwartet und ihn unter Druck setzt. Wichtig sind auch die Erwartungen und Ängste des Mannes. Wenn er die Erwartung hat „das klappt ja doch wieder nicht“, dann wird sich diese Erwartung erfüllen. Eine andere Erwartung vieler Männer ist, dass Frauen jemand wollen, der es Ihnen ordentlich besorgt und am Besten kommt es dann auch noch zum gleichzeitigen Orgasmus.
    Das ist auch nicht hilfreich.
    Es gibt viele Möglichkeiten und Varianten sich miteinander sexuell zu vergnügen, bei denen
    eine Neigung zu einer frühzeitigen Ejakulation sich nicht störend auswirkt. Mit etwas Phantasie werdet ihr diese Möglichkeiten entdecken.

    In vielen Fällen erledigt sich das Problem mit der Zeit von selber, es gibt aber auch spezielle
    Sexualtherapeuten, die euch helfen können.
    Viagra hilft hier überhaupt nicht, denn es mangelt ja nicht an der Erektionsfähikeit.
    Auch andere, die Erregung dämpfende Medikamente sind keine Dauerlösung, wenn sie denn überhaupt etwas bewirken.
    Gruß
    KH

  4. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Impotenz

    Hi,

    Eine Freundin erzählte mir mal von einem Exfreund, der beim Eindringen kam. Das alleine war ja noch nicht das Problem. Schlimm war hier nur, daß der Typ sich dann umdrehte und einschlief.
    Ein zweites, drittes,..., x.tes Mal gab es nicht. Mit etwas mehr Phantasie und Ausdauer wäre er jetzt vielleicht nicht ihr Exfreund.

    Viagra mag schon helfen, weil die Erektion nach dem Samenerguß möglicherweise bestehen bleibt. Eine Dauerlösung ist das nicht.

    Gruß
    Moriarty

  5. Antwort von nach 7 Stunden 1 hilfreich
    Re: Impotenz

    Hi,

    wie andere schon geschrieben haben wirfst Du 2 Sachen durcheinander.

    Impotenz ist wenn keine Erektion zustande kommt, und dabei hilft Viagra weil es rein physisch den Bluteinstrom in die Schwellkörper des Penis und somit eine Erektion begünstigt. Vorsicht ist geboten bei Männern, die blutdrucksenkende Medikamente nehmen, weil Viagra einen ähnlichen Wirkmechanismus hat und den Blutdruck bis in gefährliche Regionen senken könnte.
    Erektionsstörungen entstehen allerdings meistens aus psychischen Ursachen und nicht aufgrund eines mechanischen Bluteinstrom-Problems. Schon die Angst davor keine Erektion zu bekommen, eine zu hohe Erwartungshaltung, Leistungsdruck, partnerschaftliche Probleme, die auch ein gelungenes Zusammenspiel im Bett behindern etc. sind die häufigsten Ursachen für Erektionsprobleme. In diesem Sinne hat Viagra auch eine Art Placebo-Effekt: der betroffene Mann fühlt sich mit Viagra sicherer als sonst weil die Einnahme dieses Medikamentes vorgibt daß nun "nix mehr schiefgehen" kann.

    Das andere Problem, welches Du angesprochen hast, ist Ejaculatio praecox, also vorzeitiger Samenerguß. Das hat aber nichts mit der oben beschriebenen Schwierigkeit, eine Erektion zu bekommen, zu tun.
    Sollte es Deinem Partner nicht unangenehm sein wäre eine Idee nach dem ersten Samenerguß einfach eine "2. Runde" (oder auch eine 3., 4., 5., :-) ) einzulegen. Er wird dann garantiert nicht mehr so schnell kommen wie beim 1. Mal.
    Außerdem haben viele Männer den Eindruck - auch wenn das objektiv meistens nicht stimmt, aber da kommt wieder die Psyche ins Spiel - daß der Sex mit Kondom weniger reizvoll sei weil die Stimulation durch die zwischengelagerte Gummischicht indirekter sei. Vielleicht probiert ihr das mal aus.
    Und dann gibt es noch einige Übungen, bei denen die Partnerin den Mann stimuliert um dann kurz bevor er kommt den Erguß durch Druck auf eine bestimmte Stelle unter dem Penis zu verhindern. Das soll mit ein wenig Training dazu führen daß der Mann eine bessere Kontrolle über sich bekommt.

    Was ich Dir ganz dringend ans Herz legen möchte: sei Dir bitte darüber im Klaren daß Dein Verhalten enorm wichtig ist und maßgeblich darüber mitentscheidet ob ihr die Schwierigkeit in den Griff bekommt oder nicht. Wie Du schon gemerkt hast hat die Interaktion mit der Partnerin und die Psyche entscheidenenden Einfluß auf den Mann und es wäre eine Totsünde dem Mann Vorwürfe zu machen oder, wenn auch nur ansatzweise, zu verstehen zu geben daß frau enttäuscht ist weil's nicht ganz so klappt.
    Besser ist: ihm glaubwürdig klarmachen daß es nicht weiter schlimm ist, man das Zusammensein mit ihm trotzdem genießt und ihm vermittelt daß im Bett Entspannung und "gute Laune", aber kein Leistungsdruck nötig sind.
    Du glaubst kaum wie sensibel Männer bei dem Thema sind... Vor allem weil sich ein Teufelskreis bildet, den es zu durchbrechen gilt: Mann "versagt" im Bett -> beim nächsten Mal Angst daß es wieder so kommt -> Leistungsdruck -> daraufhin klappt's wegen fehlender Lockerheit wieder nicht.
    Ich würde Dir sogar empfehlen das Thema gar nicht so oft zu diskutieren oder ihm einen Arzt/Psychologen zu empfehlen, denn allein das definiert schon daß er ja ein Problem habe und nicht das leistet was von ihm erwartet wird.
    Gruß,

    MecFleih

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Impotenz

      Hi,Hi auch!

      wie andere schon geschrieben haben wirfst Du 2 Sachen
      durcheinander.
      Tu ich nicht, ich sagte ja Impotenz ist nur der Sammelbegriff...:-))
      Impotenz ist wenn keine Erektion zustande kommt, und dabei
      hilft Viagra weil es rein physisch den Bluteinstrom in die
      Schwellkörper des Penis und somit eine Erektion begünstigt.
      Viagra hilft also nicht bei Ejaculatio Praecox (das war der Ausdruck den ich nicht in meinen Büchern finden konnte, deswegen habe ich mal Impotenz als Überschrift genommen.)? Vorsicht ist geboten bei Männern, die blutdrucksenkende
      Medikamente nehmen, weil Viagra einen ähnlichen
      Wirkmechanismus hat und den Blutdruck bis in gefährliche
      Regionen senken könnte.
      Erektionsstörungen entstehen allerdings meistens aus
      psychischen Ursachen und nicht aufgrund eines mechanischen
      Bluteinstrom-Problems. Schon die Angst davor keine Erektion zu
      bekommen, eine zu hohe Erwartungshaltung, Leistungsdruck,
      partnerschaftliche Probleme, die auch ein gelungenes
      Zusammenspiel im Bett behindern etc. sind die häufigsten
      Ursachen für Erektionsprobleme. In diesem Sinne hat Viagra
      auch eine Art Placebo-Effekt: der betroffene Mann fühlt sich
      mit Viagra sicherer als sonst weil die Einnahme dieses
      Medikamentes vorgibt daß nun "nix mehr schiefgehen" kann.
      Das ist ja wirklich interessant.
      Das andere Problem, welches Du angesprochen hast, ist
      Ejaculatio praecox, also vorzeitiger Samenerguß. Das hat aber
      nichts mit der oben beschriebenen Schwierigkeit, eine Erektion
      zu bekommen, zu tun.
      Ich weiß. Sollte es Deinem Partner nicht unangenehm sein wäre eine Idee
      nach dem ersten Samenerguß einfach eine "2. Runde" (oder auch
      eine 3., 4., 5., :-) ) einzulegen. Er wird dann garantiert
      nicht mehr so schnell kommen wie beim 1. Mal.
      Leider schlafen Männer gern nach der 1. Runde gerne ein... ;-)) Außerdem haben viele Männer den Eindruck - auch wenn das
      objektiv meistens nicht stimmt, aber da kommt wieder die
      Psyche ins Spiel - daß der Sex mit Kondom weniger reizvoll sei
      weil die Stimulation durch die zwischengelagerte Gummischicht
      indirekter sei. Vielleicht probiert ihr das mal aus.
      Das stimmt...Wer mag schon gern Kondome?Aber beim Gebrauch dauert der Akt länger, eben aus oben genanntem Grund, wie auch bei Alkoholgenuss, aber Frau kann Mann ja nicht jedesmal betrunken machen vor dem Akt! ;-)) Und dann gibt es noch einige Übungen, bei denen die Partnerin
      den Mann stimuliert um dann kurz bevor er kommt den Erguß
      durch Druck auf eine bestimmte Stelle unter dem Penis zu
      verhindern.
      Welcher Punkt ist das denn?
      Das soll mit ein wenig Training dazu führen daß der Mann eine bessere Kontrolle über sich bekommt.

      Was ich Dir ganz dringend ans Herz legen möchte: sei Dir bitte
      darüber im Klaren daß Dein Verhalten enorm wichtig ist und
      maßgeblich darüber mitentscheidet ob ihr die Schwierigkeit in
      den Griff bekommt oder nicht. Wie Du schon gemerkt hast hat
      die Interaktion mit der Partnerin und die Psyche
      entscheidenenden Einfluß auf den Mann und es wäre eine
      Totsünde dem Mann Vorwürfe zu machen oder, wenn auch nur
      ansatzweise, zu verstehen zu geben daß frau enttäuscht ist
      weil's nicht ganz so klappt.
      Das ist klar, deshalb frag ich ja hier nach Möglichkeiten um die Sache subtil anzugehen. Besser ist: ihm glaubwürdig klarmachen daß es nicht weiter
      schlimm ist, man das Zusammensein mit ihm trotzdem genießt und
      ihm vermittelt daß im Bett Entspannung und "gute Laune", aber
      kein Leistungsdruck nötig sind.
      Du glaubst kaum wie sensibel Männer bei dem Thema sind...
      Oh doch, das weiß ich...Vor allem weil sich ein Teufelskreis bildet, den es zu
      durchbrechen gilt: Mann "versagt" im Bett -> beim nächsten
      Mal Angst daß es wieder so kommt -> Leistungsdruck ->
      daraufhin klappt's wegen fehlender Lockerheit wieder nicht.
      Ich würde Dir sogar empfehlen das Thema gar nicht so oft zu
      diskutieren oder ihm einen Arzt/Psychologen zu empfehlen, denn
      allein das definiert schon daß er ja ein Problem habe und
      nicht das leistet was von ihm erwartet wird.
      Es gibt ein Buch, das da heißt: the Tao of Health ,Sex and Longevity von Daniel Reid in dem beschrieben wird , daß Mann durch gewisse Atemtechniken den Orgasmus zurückhalten kann und sogar eine andere Art von Orgasmus im Kopf entzündet.Aber das dauert Jahre. Gruß,

      MecFleih
      Danke für die Tips.
      Claudia



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