Hi!
Das Phänomen nennt sich "Mouches volantes" oder "Mückentanzen" im Volksmund genannt. Tritt auch öfter bei Kurzsichtigen auf und ist normal mit zunehmenden Alter wegen degenerativen Veränderungen.
Ist in der Regel harmlos, außer wenn folgende Symptome dazukommen:
1. man sieht eine Art "Rußregen"
--> Hinweis auf eine Blutung im Augenglaskörper
2. man nimmt "Lichtblitze" wahr
--> Hinweis auf eine Netzhautablösung
Beides ist ein augenärztlicher Notfall und man sollte bei Auftreten sofort zum Augenarzt oder Augenklinik!
Desweiteren muß abgeklärt werden, ob sich dahinter nicht noch etwas anderes verbirgt, z.b. eine Glaskörpertrübung wegen kleineren Blutungen oder Entzündungen.
Was sind nun diese Mouches volantes?
Manche sind noch Überbleibsel von Prozessen vor der Geburt. In der frühen Entwicklung des Babys ist das Innere des Auges ziemlich faserig. Bis zur Geburt haben sich die Fasern und sonstige Zellen zum Glaskörper ausgebildet. Manche Zellen und Faserteilchen können jedoch zurückbleiben und schwimmen dann frei umher. Außerdem befindet sich zwischen dem Sehnerv und der Linse ein Kanal, in dem beim Ungeborenen eine Arterie verläuft, die die Linse ernährt. Die Arterie bildet sich gewöhnlich vor der Geburt zurück, doch auch hier können winzige Partikel übrigbleiben.
Es gibt allerdings noch andere Verursacher dieser Flusen. Selbst bei einem Erwachsenen besteht der Glaskörper nicht nur aus gallertiger Masse. Er wird von der feinen Glashaut umschlossen. Diese schließt an die Netzhaut an, die Schutzmembran aus lichtempfindlichem Gewebe, das den größten Teil der Innenseite des Auges auskleidet und Bilder ,,einfängt“. Die Glashaut ist vorn rundherum an der Netzhaut befestigt. Von diesem Saum aus gehen winzige Fasern durch den Glaskörper.
Mit zunehmendem Alter schrumpfen die Fasern. Manche gehen infolgedessen ab. Der Glaskörper wird außerdem flüssiger, so dass die abgegangenen Faserteilchen müheloser darin schwimmen können. Auch der Glaskörper schrumpft leicht und beginnt, sich von der Netzhaut abzulösen, wobei er unter Umständen Zellreste zurücklässt. Deshalb: Je älter man wird, desto mehr ,,fliegende Mücken“ werden im Blickfeld umherwandern und umherwirbeln.
Eine weitere Quelle für kleine herumschwimmende Flusen, auch Floaters genannt, können die Blutgefäße der Netzhaut sein. Ein Schlag auf den Kopf oder irgendein extremer Druck auf den Augapfel kann bewirken, dass ein kleines Gefäß eine Reihe roter Blutkörperchen freisetzt. Rote Blutkörperchen klumpen gern zusammen oder bilden eine Kette. Einzelne Blutkörperchen oder ganze Klumpen können in den Glaskörper wandern und, sofern sie in der Nähe der Netzhaut verbleiben, sichtbar werden. Die roten Blutkörperchen können vom Körper wieder aufgenommen werden; deshalb verschwinden sie nach einer Weile. Medizinisch gesprochen handelt es sich dabei allerdings nicht um Mouches volantes, sondern um Folgeerscheinungen leichterer Verletzungen.
aus: http://www.optik-21.de/mouches.htm
Seit einiger Zeit
sieht er nach dem Aufstehen am Morgen im gesunden Auge
schwarze Punkte , die herumfliegen.
Könnte auch auf Blutdruckprobleme hindeuten.
Der Augenarzt verschrieb ihm Voltaren Tropfen.Nach dem Beipackzeiiel handelt
es sich dabei um ein reines Schmerzmittel- doch Schmerzen hat
er doch keine.
Dazu weiß ich leider nichts. Daß man dabei Voltaren/Diclofenac gibt, ist mir nicht bekannt.
Ich habe lediglich eine Therapieleitlinie zu neu und vermehrt aufgetretenen M.V. gefunden:
http://www.augeninfo.de/leit/leit23.htm
(Stand 2001)
Demnach wäre es denkbar, daß der Arzt eine Entzündung als Ursache vermutet und daraufhin mit Voltaren einen Therapieversuch startet. Siehe: http://www.augeninfo.de/leit/leit14.htm
Doch letztlich kann nur dein Arzt die Frage beantworten ;-)
Allerdings würde ich mir angesichts der Tatsache, daß dein Mann auf einem Auge blind ist, zur Sicherheit noch eine weitere (Fach-)Meinung einholen!
P.S. Hier findest du mehr Infos, auch von Betroffenen, und Diskussionsforen: http://www.mouches-volantes.de/
Gruß,
Sharon