Hallo,
also habe heute nochmals die Antworten auf meine Frage in Ruhe
durchgelesen
(aufgeregt habe ich mich schon gestern und vorgestern) und ich
muss sagen
ich bin „verzweifelt“ war was mir teilweise als Antwort
präsentiert wurde
dabei waren die fragen sehr einfach und unkompliziert
gestellt:
„Also mein IST Zustand könne ich
Aber wie ist es nach der Transplantation.
Du kannst wieder normal leben.
Wie war die erste zeit „danach“?
Gnaz normal. Du trägst zwar am Anfang Handschuhe und Mundschutz, musst öffentlichen Großveranstaltungen fernbleiben, solltest wirklich nur das Essen zu Dir nehmen, dass die Ärzte Dir erlaubt haben, eine überdurchschnittliche Hygiene ist notwendig
Wie lebt sich mit dem fremden Herz?
Nach heutigen Erkenntnissen bis zu 20 Jahren
Wie belastbar ist man mit dem neuen Herz?
fast vollständig. Jedoch sollte man jede Art von Sport kontrolliert ausüben, sich selbst auch gewisse Grenzen setzen.
Wurde auch schon jemand von euch in Erlangen Transplantiert?
Ich wurde am 15.12.2000 in Freiburg transplantiert. Du kannst Dich daher ruhig an mich wenden.
Und noch viele andere fragen………
Vielleicht kann mir jemand ein paar antworten geben?“
Und eigentlich habe ich auf Antworten auf die Fragen gehofft
und nicht Spekulationen oder versuche mir schlechtes gewissen
einzureden.
Dieses schlechte Gewissen angefangen von " da muss ja jemand wegen Dir zuerst sterben " Unsinn, die Person stirbt und weil sie stirbt hast Du ein Herz bekommen. „Wenn der Spender Alkoholiker ist, wirst Du auch Alkoholiker“ Quatsch. Du bekommst ein Herz und erbst nicht dessen Anlagen. „Man tut das nicht, wenn das Leben zu Ende ist, muss man das anerkennen“ - können jene ruhig sagen, die nicht vor dem Problem stehen. „Fremdes Blut ist nicht akzeptabel“ sind religiöse fundamentalistische Einstellungen, die er Einzelnen für sich nicht anerkennen muss. Ich konnte Dir eine Reihe von Vorurteilen, Urteilen, Verurteilungen usw. nennen.
Im Moment ist wichtig, dass Du alles geregelt hast und nun wartest. Ich weiss- verdammt schwierig - vor allem wenn man weiss, wie ich, dass man nur noch fünf Monate leben wird und man kommt immer näher dem Ende dieser Zeit.
Du kannst in einem Forum nicht erwarten, ausser es ist jemand selbst betroffen, dass Du zu solchen Themen eine Antwort bekommst, die Dir in Deiner Situation entspricht.
Ich lese auch immer wieder Fragen die hier gestellt werden
aber antworten tue ich nur wenn ich wirklich Ahnung davor
habe.
Wenn dass nicht der Fall ist lasse ich lieber die Finger
davon
Weil es meine Meinung nach kein Sinn hat nur irgendetwas zu
schreiben wenn ich die konkrete Frage nicht beantworten kann
Und wie ich schon vorher geschrieben habe nachgedacht habe ich
lange genug aber mir fällt keine andere alternative ein.
Moment mal, Du wirst ja untersucht, gelistet und dann erhälst Du einen EURO-Piepser für EUROTRANSLANT. Oder Du hast eine andere Informationsquelle, wo Du ständig erreichbar bist z.N. Handy.
Und wenn man mich auf diesen Konflikt aufmerksam machen wollte
wäre da bestimmt auch nichts verkehrt dabei
aber DER TON und Wahl der Wörter soll man sich auch
vielleicht überlegen
„du akzeptierst mit der transplantation, dass etwas fremdes in
dir besser funktioniert als das in dir gewachsene.
Nein, das darf nicht wütend machen. Du musst dies akzeptieren, denn ein Herztransplantationspatient sollte psychisch und physisch mit sich selbst im Reinen sein.
das macht
wütend bis zur autoaggression. du wirst dich und alle um dich
herum ablehnen.
Nein, nur die Dummschwätzer, von denen muss man sich trennen.
dafür dass sie so tief in dich eindringen
konnten und dafür dass sie deinen körper so wie er ist
ablehnen. sie. wer immer das auch ist. sie. leute. das brennt.
lange und intensiv.
Ich glaube Du irrst hier. Ich habe eher erlebt, dass mich einige wie ein Zirkuspferd behandelt haben. Wo ich war, es war schon jemand da, der gehört hate, von jemand der mich kannte, dass er jemand kennt, der ein fremdes Herz hat. Und dann kam die Frage „erzähl mal“. Das macht man vielleicht am Anfang, dann aber ist mal Ende. Und noch etwas. Eine Herztransplantaion ist weder eine Brustop, weder eine Kieferop noch wird ein künstlicher Darm gelegt. Du hast eine kleine Narbe, zwar über den ganzen Brustkorb, aber sonst hast Du keine Beschwerden - wenn Du Dich an alles hälst, was man Dir sagt.
stellst du das fremde herz dann genauso
infrage wie dein eigenes erlebst du dieses brennen wieder als
infarkt.
Ich rate Dir dringend, wenn Du zur Transplantation gelistet bist, Dich nochmals mit der UNI in verbindung zu setzen und Dich nochmals einem Gespräch mit einem Psychologen oder einem anderen HTX-Patienten zu unterziehen.
schwarz genug?“
leider, doch HTX bedeutet Leben, Licht,Wärme, Freude
und was Transplantation betrifft leider muss ich feststellen
dass es so viel Desinteresse und Ablehnung sollte eigentlich
strafbar sein. Wie kann man so kalt und uninteressiert sein
wenn es um andre Menschen geht.
weil es ein Angstthema ist. Für viele auch eine Verbindung zwischen Leben und Religion.
Jetzt werde ich aber aufhören sonst muss ich mich aufregen und
es tut mir nicht gut
Also jetzt bedanke ich mich nochmals für alle die mir
GEANTWORTET haben und mir auch mut zugesprochen haben
schöne grüsse aus Nürnberg
Marlena
Also, nimm dieses Herz, wenn es hoffentlich bald kommt, an. Akzeptiere es. Mein Angebot steht. Wenn Du Fragen hast, melde Dich direkt bei mir.
Gruss Günter