Noch mal: ich warte auf ein neues Herz

Hallo,

also habe heute nochmals die Antworten auf meine Frage in Ruhe durchgelesen
(aufgeregt habe ich mich schon gestern und vorgestern) und ich muss sagen
ich bin „verzweifelt“ war was mir teilweise als Antwort präsentiert wurde

dabei waren die fragen sehr einfach und unkompliziert gestellt:

„Also mein IST Zustand könne ich

Aber wie ist es nach der Transplantation.
Wie war die erste zeit „danach“?
Wie lebt sich mit dem fremden Herz?
Wie belastbar ist man mit dem neuen Herz?
Wurde auch schon jemand von euch in Erlangen Transplantiert?
Und noch viele andere fragen………
Vielleicht kann mir jemand ein paar antworten geben?“

Und eigentlich habe ich auf Antworten auf die Fragen gehofft
und nicht Spekulationen oder versuche mir schlechtes gewissen einzureden.

Ich lese auch immer wieder Fragen die hier gestellt werden aber antworten tue ich nur wenn ich wirklich Ahnung davor habe.
Wenn dass nicht der Fall ist lasse ich lieber die Finger davon
Weil es meine Meinung nach kein Sinn hat nur irgendetwas zu schreiben wenn ich die konkrete Frage nicht beantworten kann

Und wie ich schon vorher geschrieben habe nachgedacht habe ich lange genug aber mir fällt keine andere alternative ein.
Und wenn man mich auf diesen Konflikt aufmerksam machen wollte wäre da bestimmt auch nichts verkehrt dabei
aber DER TON und Wahl der Wörter soll man sich auch vielleicht überlegen

„du akzeptierst mit der transplantation, dass etwas fremdes in dir besser funktioniert als das in dir gewachsene. das macht wütend bis zur autoaggression. du wirst dich und alle um dich herum ablehnen. dafür dass sie so tief in dich eindringen konnten und dafür dass sie deinen körper so wie er ist ablehnen. sie. wer immer das auch ist. sie. leute. das brennt. lange und intensiv. stellst du das fremde herz dann genauso infrage wie dein eigenes erlebst du dieses brennen wieder als infarkt.

schwarz genug?“

und was Transplantation betrifft leider muss ich feststellen dass es so viel Desinteresse und Ablehnung sollte eigentlich strafbar sein. Wie kann man so kalt und uninteressiert sein wenn es um andre Menschen geht.

Jetzt werde ich aber aufhören sonst muss ich mich aufregen und es tut mir nicht gut

Also jetzt bedanke ich mich nochmals für alle die mir GEANTWORTET haben und mir auch mut zugesprochen haben

schöne grüsse aus Nürnberg
Marlena

Guten Abend Marlena :smile:

eines vorweg: ich kann zu deinem Herzproblem leider nichts sagen und habe deinen ersten Threat nicht vollständig verfolgt.

Aber ich möchte mal ein paar allgemeine Dinge loswerden. Leider bin ich dir hier im Forum noch nicht weiter begegnet. Ich weiß nicht wie lange du schon im Internet und hier im Forum aktiv bist und welchen Background du hast.
Darum:
weißt du was ein Troll ist? Wenn nicht suche bitte im Internet danach und prüfe ob ein dir unbekannte Poster evtl. einer ist.

Und eigentlich habe ich auf Antworten auf die Fragen gehofft
und nicht Spekulationen oder versuche mir schlechtes gewissen
einzureden.

Man kann in einem offentlichen Forum nicht eine bestimmte Art von Antworten erwarten. Man kann aber mehrere Antworten unterschiedlich gewichten. Von lebensveränderd bis Mülltonne. Das hilft sehr.

Ich lese auch immer wieder Fragen die hier gestellt werden
aber antworten tue ich nur wenn ich wirklich Ahnung davor
habe.

Das halte ich in einigen Fällen für falsch. Es ist NICHT IMMER nur Wissen gefragt sondern auch Meinungen, Gedanken,… .
SICHER falsch ist es, Meinungen als Wissen zu verkaufen.

Weil es meine Meinung nach kein Sinn hat nur irgendetwas zu
schreiben wenn ich die konkrete Frage nicht beantworten kann

Du schreibst selbst, dass dir auch Mut zugesprochen wurde. Das hat deine Fragen nicht beantwortet war aber sicher trotzdem hilfreich.

Und wie ich schon vorher geschrieben habe nachgedacht habe ich
lange genug aber mir fällt keine andere alternative ein.
Und wenn man mich auf diesen Konflikt aufmerksam machen wollte
wäre da bestimmt auch nichts verkehrt dabei
aber DER TON und Wahl der Wörter soll man sich auch
vielleicht überlegen

Ich denke, dass es manchmal gut ist völlig bescheuerte Antworten einfach komplett zu ignorieren.

und was Transplantation betrifft leider muss ich feststellen
dass es so viel Desinteresse und Ablehnung sollte eigentlich
strafbar sein. Wie kann man so kalt und uninteressiert sein
wenn es um andre Menschen geht.

Sowas verstehe ich auch nicht…

Alles Gute für dich!

J~

Hallo,

ich sehe es genau wie Du, der ganze Thread, der durch Deine eigentlich klaren Fragen ausgelöst wurde, ist insofern ziemlich verunglückt als wenige konkrete und von Dir als hilfreich empfundene Antworten kamen. Stattdessen viele Postings über die Diskussionsführung, was Dich aufgeregt hat.
Ich hoffe sehr daß es besser wird und Du noch ein paar sachdienliche Hinweise zur eigentlichen Fragestellung bekommst.

Da Du in diesem neuerlichen Thread aber selber zum Verlauf der Diskussion Stellung nimmst gebe ich Folgendes zu bedenken: Das Internet ist so riesengroß und die Anonymität hier so verlockend daß Du immer damit rechnen mußt auch Antworten zu lesen, die Dir nicht gefallen. Das kann man einfach nicht ändern. Am Besten vergißt Du das, was Dich aufregt und merkst Dir das, was Du hilfreich gefunden hast.

Und eigentlich habe ich auf Antworten auf die Fragen gehofft
und nicht Spekulationen oder versuche mir schlechtes gewissen
einzureden.

Ich denke nicht daß es die Absicht mancher Schreiber war Dir ein schlechtes Gewissen zu machen und Du mußt auch wirklich keins haben. Die Diskussion ist teilweise sehr entglitten, aber das ist nicht Deine Schuld und ich denke daß nur zum Ausdruck kommen sollte daß es eben auch eine psychische Komponente gibt. Niemand wollte Dir Schuldgefühle einreden, also rede Dir auch selber keine ein.

Ich lese auch immer wieder Fragen die hier gestellt werden
aber antworten tue ich nur wenn ich wirklich Ahnung davor
habe.
Wenn dass nicht der Fall ist lasse ich lieber die Finger
davon
Weil es meine Meinung nach kein Sinn hat nur irgendetwas zu
schreiben wenn ich die konkrete Frage nicht beantworten kann

Aber manche Dinge bestehen nicht nur aus „Fakten, Fakten, Fakten“, sondern es gibt Meinungen und verschiedene Ansichten, und hier haben sich eben viele geäußert. Die Diskussion ist durch Biggis Art zu schreiben in Gang gekommen - das ist nicht gerade glücklich verlaufen, hat aber mir Dir gar nichts zu tun.

Und wie ich schon vorher geschrieben habe nachgedacht habe ich
lange genug aber mir fällt keine andere alternative ein.
Und wenn man mich auf diesen Konflikt aufmerksam machen wollte
wäre da bestimmt auch nichts verkehrt dabei
aber DER TON und Wahl der Wörter soll man sich auch
vielleicht überlegen

Am besten greifst Du einfach das heraus was Du gut gefunden hast, den Rest vergißt Du am besten :smile: Es wurde ja nicht über Dich, sondern über Biggi diskutiert.

und was Transplantation betrifft leider muss ich feststellen
dass es so viel Desinteresse und Ablehnung sollte eigentlich
strafbar sein. Wie kann man so kalt und uninteressiert sein
wenn es um andre Menschen geht.

Jeder interessiert sich eben am meisten für das, was ihn besonders beschäftigt. Bei Dir ist es die anstehende Herztransplantation, bei anderen vielleicht Arbeitslosigkeit, Beziehungsprobleme oder Geldsorgen. Wenn andere wenig über Transplantationen wissen und nachdenken dann vermutlich deswegen weil jeder seine eigenen Probleme herumschleppt und dementsprechend wenig mit den Sorgen anderer beschäftigt ist… ich würde das nicht generell als Kälte oder Desinteresse werten.

Jetzt werde ich aber aufhören sonst muss ich mich aufregen und
es tut mir nicht gut

Nee, sich aufzuregen macht in den seltensten Fällen Sinn.

Ich hoffe daß Du noch ein paar Antworten bekommst, die Dir in der Sache helfen und wünsche Dir alles Gute!

Gruß,

MecFleih

Hallo Marlena
Ich nehme an, die Leute waren zum Teil seelisch überfordert, weil sie sich nicht wirklich in eine dermaßen schwierige Situation hineindenken können. Viele haben z.B. garnicht geantwortet (ich gehöre dazu), weil sie nicht recht wußten, was sie sagen sollten. Ich bin zwar Mediziner, äußere mich aber auch nur zu wenigen Fragen hier im Brett, also nur zu denen, wo ich meine, etwas Sinnvolles beitragen zu können. Jeder hat so seine Bereiche, wo er glaubt, sich ein bißchen auszukennen, andere traut er sich niucht zu. Und wenn er/sie sich trotzdem dazu äußert, sollte man erwarten, dass es angemessen ist. Da hast Du vollkommen Recht. Ich wünsche Dir Glück!
Gruss, Branden

Frag Deinen Arzt oder Apotheker
Hallo !

Diese Fragen ist doch Dein Arzt mit Dir durchgegangen!
Und wenn nicht, warum nicht?

Vor meiner Herzoperation standen mir zig Ärzte für Fragen zur Verfügung. Und ich wurde mit Operierten bekannt gemacht. Da muß man doch nicht im Internet irgendwelche windigen Leute fragen, die selbst alles nur aus Hollywoodfilmen wissen.

Gruß max

Hallo Marlena,

vielleicht ist dir aufgefallen, dass dir eigentlich
niemand mit Selbsterfahrung geantwortet hat. Vielleicht
solltest du dich lieber an die Links halten, die zu
Sites verwiesen haben, wo man sich ausschliesslich
mit Transplantationen beschaeftigt.
Ich bin zwar wer-weiss-was junkie - aber bei komplexen
Fragen kann man hier eigentlich keine erschoepfenden
Antworten erwarten. Was man aber bekommen kann, sind
Hinweise, wo man sich weiter informieren oder austauschen
kann.
Weil du speziell nach Erlanger Patienten fragst - da wuerde
ich mich direkt an die Uniklinik wenden, die dich bestimmt
an eine SElbsthilfegruppe verweisen koennen (dort gibt es
bestimmt dann auch Leute, die mit dir korrespondieren wuerden,
wenn du sie nicht persoenlich treffen kannst oder willst).

Gruesse, Elke

Hallo,

ich hatte auch vorher schon einen Kommentar zu biggi abgegeben aber absichtlich nichts zur Problematik nach Herztransplantationen geschrieben.

Wobei ich gestehen muss, dass sich meine Kenntnise auf einen Artikel im Spiegel vor Jahren und Erzählungen einer Mutter stützen, deren Tochter in sehr jungen Jahren (16 ?) ein neues Herz bekam.

Einfach ist das alles nicht, was vor Dir liegt, erst mal alles Gute für Dich.

Irgendwie mag ich Dir nicht so viel schreiben. Es gibt natürlich negative Punkte, die in der Zukunft auftreten können. Andereseits muss das nicht so sein, und warum sollte ich Dich dann verrückt machen ?

Bin selbst manchmal so ein Super-Sensibelchen, und wenn ich mit jemandem tagsüber über Durchfall rede, dann habe ich ihn abends auch…

Es ist eben so (das sollte Dir der Arzt gesagt haben), dass sich Menschen nach einer Herztransplantation psychisch verändern können, das gilt teilweise auch bei Infarkt-Patienten.

Belastend kann auch das Schicksal des Spenders sein, über das man nachdenkt.

Vom körperlichen her ist es wohl immer noch mit vielen Medikamenten verbunden, Du darfst Anfangs keine öffentlichen Veranstaltungen besuchen (später mit Mundschutz) und einiges mehr.

Andererseits DARFST DU WEITERLEBEN ! Reicht das nicht ? :wink:

(Es hätte ja wirklich eine andere Krankheit sein können. Oder wusstest Du, wie oft man sich bei dem Wort „Herztransplantation“ verschreiben kann :wink: ).

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, geb’s Gott, dass alles gut geht.

Gruss

Andreas

Hi
es gibt um jedes transplantzentrum Gruppen von Transplantierten die sich regelmässig treffen um ihre op zu bewältigen und vieles mehr.
Kontakte über sowas in Erlanmgen bekommst du sicher über das Sekretariat der Klinik.

Ansonsten ist die Webseite der Klinik nicht besonders hübsch aber relatif informativ, auch in Bezug auf die Zeit nach der OP gibts infos. In Berlin könnte ich dir sagen wo und wann sich die Tx-ler sich immer Treffen, habe 15 Jahre DHZB hinter mir.

http://www.herzchirurgie.med.uni-erlangen.de/navigat…

http://www.herzchirurgie.med.uni-erlangen.de/

http://www.herzchirurgie.med.uni-erlangen.de/medicin…

Ansonsten: ich habe in den 15 Jahren viele Leute auf der Warteliste leben sehen, manchen konnte nicht mehr geholfen werden, manche kenne ich noch heute 12 Jahre nach OP.

Letztendlich liegt die Entscheidung bei dir, und der Begriff des „neuen Lebens“ ist nicht falsch - das Alte ist vorbei. so oder so.
Nach meiner (nichtmedizinischen) Beobachtung ist es durchaus förderlich, nicht zu warten bis man körperlich völlig am Ende ist, je fitter der Körper noch ist desto besser übersteht er die Strapazen der OP.

Alles Gute, HH

Hallo,

also habe heute nochmals die Antworten auf meine Frage in Ruhe
durchgelesen
(aufgeregt habe ich mich schon gestern und vorgestern) und ich
muss sagen
ich bin „verzweifelt“ war was mir teilweise als Antwort
präsentiert wurde

dabei waren die fragen sehr einfach und unkompliziert
gestellt:

„Also mein IST Zustand könne ich

Aber wie ist es nach der Transplantation.

Du kannst wieder normal leben.

Wie war die erste zeit „danach“?

Gnaz normal. Du trägst zwar am Anfang Handschuhe und Mundschutz, musst öffentlichen Großveranstaltungen fernbleiben, solltest wirklich nur das Essen zu Dir nehmen, dass die Ärzte Dir erlaubt haben, eine überdurchschnittliche Hygiene ist notwendig

Wie lebt sich mit dem fremden Herz?

Nach heutigen Erkenntnissen bis zu 20 Jahren

Wie belastbar ist man mit dem neuen Herz?

fast vollständig. Jedoch sollte man jede Art von Sport kontrolliert ausüben, sich selbst auch gewisse Grenzen setzen.

Wurde auch schon jemand von euch in Erlangen Transplantiert?

Ich wurde am 15.12.2000 in Freiburg transplantiert. Du kannst Dich daher ruhig an mich wenden.

Und noch viele andere fragen………
Vielleicht kann mir jemand ein paar antworten geben?“

Und eigentlich habe ich auf Antworten auf die Fragen gehofft
und nicht Spekulationen oder versuche mir schlechtes gewissen
einzureden.

Dieses schlechte Gewissen angefangen von " da muss ja jemand wegen Dir zuerst sterben " Unsinn, die Person stirbt und weil sie stirbt hast Du ein Herz bekommen. „Wenn der Spender Alkoholiker ist, wirst Du auch Alkoholiker“ Quatsch. Du bekommst ein Herz und erbst nicht dessen Anlagen. „Man tut das nicht, wenn das Leben zu Ende ist, muss man das anerkennen“ - können jene ruhig sagen, die nicht vor dem Problem stehen. „Fremdes Blut ist nicht akzeptabel“ sind religiöse fundamentalistische Einstellungen, die er Einzelnen für sich nicht anerkennen muss. Ich konnte Dir eine Reihe von Vorurteilen, Urteilen, Verurteilungen usw. nennen.

Im Moment ist wichtig, dass Du alles geregelt hast und nun wartest. Ich weiss- verdammt schwierig - vor allem wenn man weiss, wie ich, dass man nur noch fünf Monate leben wird und man kommt immer näher dem Ende dieser Zeit.

Du kannst in einem Forum nicht erwarten, ausser es ist jemand selbst betroffen, dass Du zu solchen Themen eine Antwort bekommst, die Dir in Deiner Situation entspricht.

Ich lese auch immer wieder Fragen die hier gestellt werden
aber antworten tue ich nur wenn ich wirklich Ahnung davor
habe.
Wenn dass nicht der Fall ist lasse ich lieber die Finger
davon
Weil es meine Meinung nach kein Sinn hat nur irgendetwas zu
schreiben wenn ich die konkrete Frage nicht beantworten kann

Und wie ich schon vorher geschrieben habe nachgedacht habe ich
lange genug aber mir fällt keine andere alternative ein.

Moment mal, Du wirst ja untersucht, gelistet und dann erhälst Du einen EURO-Piepser für EUROTRANSLANT. Oder Du hast eine andere Informationsquelle, wo Du ständig erreichbar bist z.N. Handy.

Und wenn man mich auf diesen Konflikt aufmerksam machen wollte
wäre da bestimmt auch nichts verkehrt dabei
aber DER TON und Wahl der Wörter soll man sich auch
vielleicht überlegen

„du akzeptierst mit der transplantation, dass etwas fremdes in
dir besser funktioniert als das in dir gewachsene.

Nein, das darf nicht wütend machen. Du musst dies akzeptieren, denn ein Herztransplantationspatient sollte psychisch und physisch mit sich selbst im Reinen sein.

das macht

wütend bis zur autoaggression. du wirst dich und alle um dich
herum ablehnen.

Nein, nur die Dummschwätzer, von denen muss man sich trennen.

dafür dass sie so tief in dich eindringen

konnten und dafür dass sie deinen körper so wie er ist
ablehnen. sie. wer immer das auch ist. sie. leute. das brennt.
lange und intensiv.

Ich glaube Du irrst hier. Ich habe eher erlebt, dass mich einige wie ein Zirkuspferd behandelt haben. Wo ich war, es war schon jemand da, der gehört hate, von jemand der mich kannte, dass er jemand kennt, der ein fremdes Herz hat. Und dann kam die Frage „erzähl mal“. Das macht man vielleicht am Anfang, dann aber ist mal Ende. Und noch etwas. Eine Herztransplantaion ist weder eine Brustop, weder eine Kieferop noch wird ein künstlicher Darm gelegt. Du hast eine kleine Narbe, zwar über den ganzen Brustkorb, aber sonst hast Du keine Beschwerden - wenn Du Dich an alles hälst, was man Dir sagt.

stellst du das fremde herz dann genauso

infrage wie dein eigenes erlebst du dieses brennen wieder als
infarkt.

Ich rate Dir dringend, wenn Du zur Transplantation gelistet bist, Dich nochmals mit der UNI in verbindung zu setzen und Dich nochmals einem Gespräch mit einem Psychologen oder einem anderen HTX-Patienten zu unterziehen.

schwarz genug?“

leider, doch HTX bedeutet Leben, Licht,Wärme, Freude

und was Transplantation betrifft leider muss ich feststellen
dass es so viel Desinteresse und Ablehnung sollte eigentlich
strafbar sein. Wie kann man so kalt und uninteressiert sein
wenn es um andre Menschen geht.

weil es ein Angstthema ist. Für viele auch eine Verbindung zwischen Leben und Religion.

Jetzt werde ich aber aufhören sonst muss ich mich aufregen und
es tut mir nicht gut

Also jetzt bedanke ich mich nochmals für alle die mir
GEANTWORTET haben und mir auch mut zugesprochen haben

schöne grüsse aus Nürnberg
Marlena

Also, nimm dieses Herz, wenn es hoffentlich bald kommt, an. Akzeptiere es. Mein Angebot steht. Wenn Du Fragen hast, melde Dich direkt bei mir.

Gruss Günter

Hallo,

ich hatte auch vorher schon einen Kommentar zu biggi abgegeben
aber absichtlich nichts zur Problematik nach
Herztransplantationen geschrieben.

Wobei ich gestehen muss, dass sich meine Kenntnise auf einen
Artikel im Spiegel vor Jahren und Erzählungen einer Mutter
stützen, deren Tochter in sehr jungen Jahren (16 ?) ein neues
Herz bekam.

Einfach ist das alles nicht, was vor Dir liegt, erst mal alles
Gute für Dich.

Irgendwie mag ich Dir nicht so viel schreiben. Es gibt
natürlich negative Punkte, die in der Zukunft auftreten
können. Andereseits muss das nicht so sein, und warum sollte
ich Dich dann verrückt machen ?

Bin selbst manchmal so ein Super-Sensibelchen, und wenn ich
mit jemandem tagsüber über Durchfall rede, dann habe ich ihn
abends auch…

Es ist eben so (das sollte Dir der Arzt gesagt haben), dass
sich Menschen nach einer Herztransplantation psychisch
verändern können, das gilt teilweise auch bei
Infarkt-Patienten.

Kann Dir hier nur teileise recht geben und zwar in der Hinsicht, dass man das Leben, seine Umgebung, den Sinn und Wert des Daseins aus ganz anderer Sicht wie früher betrachtet.

Belastend kann auch das Schicksal des Spenders sein, über das
man nachdenkt.

Richtig, aber dies ist innerhalb kurzer Zeit mit später einigen Phasen der Wiederholung beendet. Es hilft ja auch nicht. Denn dem Empfänger ist weder das Alter, das Geschlecht, die Person, der Familienstand bekannt. Ich gestehe, bei mir war es kurz vor Weihnachten, da denkt man vielleicht noch mehr an diese Person.

Vom körperlichen her ist es wohl immer noch mit vielen
Medikamenten verbunden, Du darfst Anfangs keine öffentlichen
Veranstaltungen besuchen (später mit Mundschutz) und einiges
mehr.

Andererseits DARFST DU WEITERLEBEN ! Reicht das nicht ? :wink:

(Es hätte ja wirklich eine andere Krankheit sein können. Oder
wusstest Du, wie oft man sich bei dem Wort
„Herztransplantation“ verschreiben kann :wink: ).

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, geb’s Gott, dass alles gut
geht.

Gruss

Andreas

Gruss Günter

Hallo Max,

wusste nicht, dass Du eine Herzop hattest. Was ich hier lese überrascht mich. Deine Information durch Ärzte war sicher eine andere als für einen Transplantationspatienten. Und vor allem, eine Herzop ist wesentlich schwieriger als eine Herztransplantation. Sie dauert, je nach Art der OP ( wenn mehrere Bypässe erforderlich werden ) auch teileise länger als eine Transplantation.

Der Patient wird umfassend untersucht. Ich war neben allen Laboruntersuchungen und Spezialuntersuchungen im Labor, in der HNO, Augenklinik, Zahnarzt, Internist, Urologe, Sportmedizin, Pychiatrie, Psychologie, es wurden alle Untersuchungen gemacht, die man sich nur denken kann, kein Organ blieb aus, unzählige Gespräche mit Ärzten und Psychologen folgten, zwei Wochen wurde ich vollständig stationär untersucht und erst dann wurde nach Feststellung des Gesamtzustandes das ok für eine Listung zur Transplanation gegeben. Aber, hier ist jeder Mensch in anderer Form gestrickt,als man mir erklärt hat, ich hätte höchstens noch fünf Monate zu leben, war meine Antwort, dann suchen Sie mir ein Spenderherz, ich habe nicht vierzig Jahre gearbeitet um nun zu sterben, ich will meine Rente geniessen und dann habe ich eine Rote Karte verlangt. Die habe ich nach oben gezeigt und vor dem Prof gen Himmel erklärt „So, dass wir uns klar sind. Das ist eine Frechheit. Mich fast sechzig Jahre durch dieses Leben rudern zu lassen und dann ist man bei euch unfähig, es so zu organisieren, dass ich noch etwas davon habe. Wenn ich raufkomme, wird zuerst mal dieses unfähihe Personal entlassen und sollte ich nach unten kommen, dann werde ich das Kommando übernehmen und die Hölle wird zu einem Paradies umgetaltet. Überlegt es euch gut, mit wem ihr euch anlegt. So, nun kennt ihr meine Meinung. Mit mir macht ihr das nicht“. Meine Prof sah mich nur noch kopfschüttelnd an. Für mich war es seinerzeit „Galgenhumor“. Und die klare Entscheidung, dass ich kämpfen werde.

Selbstverständlich sollte ein Patient auch Fragen stellen. Ruhig das fragen, was möglicherweise belastet. Du weisst, wie es geht, ich auch, aber wer nicht mit dem Problem zu tun hat, oder gar aus religiösen Gründen HerzOps ablehnt oder Transplanationen sogar verurteilt, wird es nie verstehen.

Gruss Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Verwechslung
Hallo Guenter,

du verwechselt, was Marlene aus anderen Postings
zitiert hat, die sie im Thread weiter unten bekommen hat.

Gruesse, Elke

hallo
ich weiß jetzt nicht, ob das hier angemessen ist (wenn nicht, dann ignoriert
dieses posting ruhig)… aber ich würde gerne mal wissen wie lange so ein organ
eigentlich braucht bis es sich ganz erneuert hat, also alle zellen durch neue
ersetzt wurden… bei der haut dauert das ja 28 tage, glaube ich… danach wär
es ja eigentlich auch kein „fremdes“ organ mehr…
mfg
jj

hallo,

etwa vereinfacht dargestellt. Das neue Herz erneuert sich nicht wie das eigene Herz. Ausserdem ist das fremde Herz nicht so an die Nervenstränge angeschlossen wie das eigene so dass es bei Belastung zu einer späteren Reaktion kommt und bei einer Ruhestellung wird diese erst verzögert messbar. Der Patient - Empfänger - bekommt nur ein gesundes Herz. Das Immunsystem muss dann mit Medikamten nach unten gedrückt werden, damit das eigene Immunsystem nicht das fremde Herz als „Fremdkörper“ abstösst. Das fremde Herz wird mit Medikamenten gleichzeitig erhalten und gefördert.

ich weiß jetzt nicht, ob das hier angemessen ist (wenn nicht,
dann ignoriert
dieses posting ruhig)… aber ich würde gerne mal wissen wie
lange so ein organ
eigentlich braucht bis es sich ganz erneuert hat, also alle
zellen durch neue
ersetzt wurden… bei der haut dauert das ja 28 tage, glaube
ich… danach wär
es ja eigentlich auch kein „fremdes“ organ mehr…
mfg

Betrachte es mal - wieder vereinfacht so - wie wenn Blut gegeben werden muss. Da darf es auch kein Blut sein, das nicht gewisse Marker enthält. So ist es mit dem Herz. Hier müssen gewisse Eigenschaften des eigenen Körper- und Immunsystems mit dem des Spender übereinstimmen. Daher wird das Organ entnommen und untersucht. Das Ergebnis geht an Eurotramnsplant. Dort stellt man dann an einem Prioritätenschlüssel fest, wer als Empfänger am nähesten den Werten des Spender ist. Zahlreiche Untersuchungen erfolgen vor einer Transplantation und es kommt auch vor, dass ein einbestellter Patient wieder entlassen wird, weil sich keine näherungsweisen Daten ergeben haben oder in der Zwischenzeit sind Probleme aufgetaucht, die noch nicht bekannt waren.

Gruss Günter