Arterienverstopfung im Bein. Amputation?

Hallo Alle,

würde mich freuen wenn mir ein paar klüge Köpfe weiterhelfen könnten:
Ein Freund von mir hat eine verstopfte Arterie im rechten Bein und scheinbar so stark, dass die Ärzte ihm einen Teil des Beines abnehmen möchten.
Nun gibt es da offensichtlich einen Haufen Alternativmöglichkeiten nur die Ärzte wenden keines an weil das bei ihm nicht mehr ginge.

Kurze Vorgeschichte:
Gutartiger Tumor im Bauch mit Chemo einmal pro Woche und das schon jahrelang.
Morbus Cron (schreibt man das so?) und deshalb jahrelang Cortisontabletten, welches zu der ganzen Arteriengeschichte geführt hat.

Also, die Arterien sind alle sehr verkalkt und kaputt und auch Marcumar bringt keinen durchblutungsfördernden Effekt mehr.

Wer weiss was? Gibt es neue Verfahren, gibt es alternative Behandlungsmöglichkeiten? Gibt es Chancen?
Kennt jemand bahnbrechende Kliniken, bzw. Ärzte im Raum München?

Und ganz wichtig: Gibt es pflanzliche Mittel (Homöopathie o.ä., die die Verkalkung in den Arterien verhindern, bzw. ein wenig vermindern?

Danke für jede Hilfe!!!

Jochen

Hallo Jochen,
Ob bei deinem Freund die Amputation vermeidbar ist, kann ich nicht beurteilen, aber zu deiner Frage zur Vorbeugung der Arteriosklerose kann ich dir etwas sagen.
Ernährung und Genußmittelmißbrauch (Rauchen)spielen hier eine große Rolle und sollte zuerst verändert werden.
Da bei der sogenannten Arterienverkalkung neben dem Cholesterin auch das Homocystein eine wesentliche Rolle spielt, kann man versuchen durch die Gabe von Folsäure,Vitamin B6 und B12 das Homocystein zu reduzieren, denn erst das oxidierte Cholesterin macht Ablagerungen an den Gefäßwänden.
Die genannten Wirkstoffe gibt es zusammen in Kapseln von verschiedenen Herstellern. Bekannt ist mir das Präparat „Folbene“, es wird aber auch noch andere geben.
Mit der Homöopathie wirst du hier nicht viel machen können.
Gruß
KH

Gutartiger Tumor im Bauch mit Chemo einmal pro Woche und das
schon jahrelang.

Da scheint mir ein Widerspruch zu sein. Jahrelange Chemotherapie bei einem „gutartigen“ Tumor? Gutartige Tumoren schneidet man entweder heraus oder man läßt sie drin. Eine Chemo klingt wenig nach „gutartig“, andererseits - „jahrelang“ - so lange überlebt man einen bösartigen Tumor im Bauch kaum, selbst wenn man alt ist und das Zellwachstum geringer geworden ist.
Ins gesamt scheint der Mann sehr krank zu sein. Man nimmt ein Bein auch nicht mehr so schnell ohne Grund ab - jedenfalls nicht in Uni-Kliniken o.ä.

Morbus Cron (schreibt man das so?) und deshalb jahrelang
Cortisontabletten, welches zu der ganzen Arteriengeschichte
geführt hat.

Der arme Mann hat tatsächlich viele schlimme Krankheite, was bedauerlich ist. Aber ob das Cortison zur Arteriosklerose geführt hat, wage ich zu bezweifeln. Raucht er oder hat er geraucht?

Und ganz wichtig: Gibt es pflanzliche Mittel (Homöopathie
o.ä., die die Verkalkung in den Arterien verhindern, bzw. ein
wenig vermindern?

Nein, Homöopathie und Phytotherapie kann man hierbei getrost vergessen.

In diesem Stadium würde ich auf die Schulmedizin setzen. Wie alt ist Dein Freund eigentlich?
Gruss, Branden

Hallo,

das Mittel „Isosklernan Tabl.“ ist auf Homöopathiebasis, aber in so einem schweren Fall, wohl doch zu schwach.
Die Heilpraktiker im Forum hätten da nur das Sagen.
Gruß Rosa

Hallo Alle,

würde mich freuen wenn mir ein paar klüge Köpfe weiterhelfen
könnten:
Ein Freund von mir hat eine verstopfte Arterie im rechten Bein
und scheinbar so stark, dass die Ärzte ihm einen Teil des
Beines abnehmen möchten.
Nun gibt es da offensichtlich einen Haufen
Alternativmöglichkeiten nur die Ärzte wenden keines an weil
das bei ihm nicht mehr ginge.

Kurze Vorgeschichte:
Gutartiger Tumor im Bauch mit Chemo einmal pro Woche und das
schon jahrelang.
Morbus Cron (schreibt man das so?) und deshalb jahrelang
Cortisontabletten, welches zu der ganzen Arteriengeschichte
geführt hat.

Also, die Arterien sind alle sehr verkalkt und kaputt und auch
Marcumar bringt keinen durchblutungsfördernden Effekt mehr.

Wer weiss was? Gibt es neue Verfahren, gibt es alternative
Behandlungsmöglichkeiten? Gibt es Chancen?
Kennt jemand bahnbrechende Kliniken, bzw. Ärzte im Raum
München?

Und ganz wichtig: Gibt es pflanzliche Mittel (Homöopathie
o.ä., die die Verkalkung in den Arterien verhindern, bzw. ein
wenig vermindern?

Danke für jede Hilfe!!!

Jochen

Hi!

Nun gibt es da offensichtlich einen Haufen
Alternativmöglichkeiten nur die Ärzte wenden keines an weil
das bei ihm nicht mehr ginge.

Einen Haufen? Naja, sooo viele nu auch wieder nicht…
Man kann es halt konservativ versuchen, also „Blutverdünnung“, Risikofaktoren ausschalten etc. Aber das ist, so wie du schreibst, bereits ausgeschöpft worden und man ist nun in einem Stadium, in dem es nichts mehr bringt.

Klar bleiben noch ALternativen zur Amputation auch bei den invasiv-chirurgischen Maßnahmen. Aber die Beurteilung inwieweit sie noch sinnvoll sind, bleibt den behandelnden Ärzten überlassen.

Zum Beispiel kann man Bypässe legen - die eigenen sich aber eher für kurze verkalkte Abschnitte, die dann so überbrückt werden. Aber du schreibst, daß die Arterien größtenteils verkalkt sind - dann hilft die Methode leider auch nicht. Außerdem muß man eine Vene finden (die wird als Bypass benutzt), die über die benötigte Länge gut erhalten ist - dürfte bei deinem Freund auch nicht der Fall sein. Zwar könnte man auch künstliches Material nehmen, das hat aber nicht so gute Erfolge. Und es ist technisch nur schwer möglich (wie soll man sowas nähen?) und außerdem widersinnig, einen Bypass direkt in eine geschädigte Arterie zu legen.

Auch könnte man versuchen, an einen verkalkten Arterienabschnitt den Kalk zu entfernen - aber auch hier eignet sich die Methode eigentlich nur für kürzere Abschnitte und ist auch davon abhängig, wie „alt“ der Kalk ist. Denn ansonsten wird man dabei die Arterie zu sehr schädigen bzw. völlig zerstören.

Beides, ob konservatives oder operatives Vorgehen, wird aber durch mehrere Umstände limitiert:
Zum einen liegt es an der anatomischen Gefäßversorgung am Bein: Es gibt nur eine Hauptarterie, die sich im Unterschenkel in zwei größere Arterien aufzweigt. Im Unterschenkel gibt es nur wenige Verbindungen zwischen den beiden Arterien (sog. Anastomosen), nur an den Knöcheln bilden die beiden Arterien ein breiteres Geflecht.

Üblicherweise kann bei einem langsamen (!) Fortschreiten einer Arterienverkalkung eine benachbarte Arterie über solche Verbindungen die Versorgung eines Körperteils übernehmen. Dazu werden die vorhandenen Verbindungen weiter ausgebaut mit der Zeit. Ist beispielsweise beim Gehirn der Fall, wo drei Arterien sich die Versorgung über solche (gut ausgebauten) Verbindungen teilen.

Doch die minimalen Anastomosen und das Geflecht des Knöchels am Unterschenkel reichen nicht aus, um den Unterschenkel auch bei langsamen Ausfall einer Arterie zu versorgen! Hier funktioniert das kaum/gar nicht, erst recht nicht, wenn beide Arterien geschädigt sind.

Der zweite limitierende Faktor:
Ist durch die eingeschränkte Blutversorgung am Fuß oder gar schon am Unterschenkel das Gewebe geschädigt oder sogar schon teilweise abgestorben, wird man auch da nichts mehr retten können. Im Gegenteil, man wird die Zellgifte, die beim Gewebezerfall entstehen, sogar noch mehr im Körper verteilen.
Ist das Gewebe bereits stark und irreversibel geschädigt bzw. nekrotisch (=abgestorben), wird sich der Prozeß weiter ausbreiten und es besteht die Gefahr, daß der Patient an den Zellgiften gar verstirbt. Drum bleibt in solchen Fällen wirklich nur die Amputation.

Kurze Vorgeschichte:
Gutartiger Tumor im Bauch mit Chemo einmal pro Woche und das
schon jahrelang.

Wie die Vorposter schon schrieben: gutartig und Chemo jahrelang?!

Morbus Cron (schreibt man das so?) und deshalb jahrelang

Morbus Crohn :wink:

Cortisontabletten, welches zu der ganzen Arteriengeschichte
geführt hat.

Cortison alleine sicher nicht. Eher werden andere Risikofaktoren eine Rolle gespielt haben, ebenso wie eine Veranlagung dazu.

Und ganz wichtig: Gibt es pflanzliche Mittel (Homöopathie
o.ä., die die Verkalkung in den Arterien verhindern, bzw. ein
wenig vermindern?

Vergiß das bloß ganz schnell! Damit wirst du da nichts machen können, außer die Sache zu verschlimmern!!!

Gerne könnt ihr euch weitere Meinungen einholen, falls ihr mit den behandelnden Ärzten nicht zufrieden seid.
ABER:
laßt euch dabei nicht zuviel Zeit! Ich weiß jetzt nicht, wie dringlich das ist, aber wenn die Ärzte von Amputation sprechen, sollte man nicht noch wochen-/monatelang warten. Ansonsten droht statt dem Verlustes eines Unterschenkels gar eine komplette Beinamputation.

Eins noch zum Schluß: Zwar scheint nun die Amputation am rechten Bein unausweichlich zu sein, aber dein Freund sollte nicht vergessen, daß er noch ein anderes Bein hat: es ist stark anzunehmen, daß auch dort die Gefäße geschädigt sind. Drum sollte er ernsthaft daran arbeiten, um das linke Bein vor demselben „Schicksal“ zu schützen:
ABSOLUTES Ausschalten von Risikofaktoren: (gar) nicht rauchen, gesunde Ernährung, Blutfettwerte reduzieren etc.
und die Anweisungen der Ärzte befolgen bezüglich konservativen, prophylaktischen und unterstützenden Maßnahmen!

Gruß,
Sharon

Danke an Euch
Hallo nochmal,

bedanke mich ganz doll bei Euch für Eure Mühe!!!

Nochmal zum Fall, mein Kumpel ist 46, der Tumor ist scheinbar in der Tat gutartig, nur: Er war damals ca kindskopfgross und mit mehreren Organen verwachsen, so dass sie ihn nicht ganz haben rausschneiden können. Und die Chemo scheinbar dafür dass er nicht plötzlich das Wachsen anfängt.

Die blutverdünnenden Maßnahmen haben bei meinem Freund nun ein wenig gewirkt und es sieht so aus als müsse gar nichts, und wenn doch, dann nur ein paar Zehen amputiert werden.
Dafür geht es jetzt am anderen Fuß los.

Nun, nochmals danke und eins möchte ich noch loswerden: Mein Freund raucht zwar nicht und trinkt auch keinen Alkohol im Übermass aber auf der Station sind viele Raucher oder solche die es waren mit vielen weissen Verbänden an den ehemaligen Beinen.

Gruss

Jochen