Darmspiegelung Narkose

Neuerdings wird bei der Darmspiegelung Vollnarkose verabreicht. Angeblich wird man danach schnell wieder wach. Es sei gut verträglich.
Risiken praktisch keine.
Verhält sich das so?
Gruß
rakete

Hallo,
es handelt sich - lt. Aussage eines Arztes - nicht um eine Narkose sondern um ein starkes Beruhigungsmittel (ähnlich Valium) und außerdem wird nach Ende der Untersuchung ein „Gegenmittel“ nachgespritzt (worum es sich dabei handelt entzieht sich meiner Kenntnis).

Das Beruhigungsmittel heißt, glaube ich, Dormicum. Dieses soll auch eine Amnesie bewirken, d.h., man kann sich an den Eingriff absolut nicht erinnern. Das letzte, an das man sich erinnert, ist das Setzen der Spritze. Sollte die Untersuchung als unangenehm empfunden werden, so erinnert man sich nicht daran
Der Arzt, der mir dies erklärt hat, sprach von einer „eleganten Lösung“ :smile:.

Gruß
Irene

.

Stimmt!
Hatte ich auch so vor einem Jahr und habe ich als ausgesprochen angenehm empfunden. Also keine Panik! Ist keine schlimme Untersuchung. Und manchmal kann auch gleich eine Magenspiegelung angeschlossen werden, die sonst eher unangenehm ist.
Alles Gute! Aurikel

HAllöchen,

ich habe das auch shcon einige Male hinter mich gebracht. manchmal haeb ich davon gar ncihtzs mitbekommen, sprich geschlfaen nach beruhigungsmitteln. bin aber auch schon 2 mal dabei aufgewacht oder habe zumindest alles mitbekommen und es war wirklich grausam.

grüße,
Franzi

Hallo Rakete,

keine Panik - ich hab’s komplett ohne Beruhigungsmittel machen lassen und es war kein Problem - fühlt sich an wie Bauchweh, wenn er „um die Ecke“ muss mit dem Schlauch. Ich fand es sehr interessant, auf dem Monitor zuzuschauen…

Was ein bisschen lästig ist, ist die Luft, die mit eingebracht wird - die musst Du hinterher wieder „loswerden“ :wink:

Viele Grüße

Gabi

Moinmoin,

Dormicun ist, ähnlich Valium, ein Benzodiazepin. Im Gegensatz zu Valium wirkt es aber kürzer, etwa 15 Minuten.
Die retrograde Amnesie (Erinnerungsverlust) tritt nur bei Narkosedosierung auf.
Gegen alle Benzodiazepine kann man Anexate zur Wirkungsaufhebung spritzen. Macht man aber eigentlich eher selten. Anexate ist horred teuer.
Patient ausschlafen lassen ist da eher Praxis. Wirkt ja, wie gesagt, nicht so lange.

Grüße

1 „Gefällt mir“

Hallo Blauschatten,

Lustigerweise (wie man’s nimmt) komme ich gerade von einer Magenspiegelung.

Deshalb konnte ich heute vormittag schon ein wenig was über diese „Narkose“, die keine ist, was erzählen, da ich vorige Woche dieses Aufklärungsgespräch hatte.

Heute:
5 mg Dormicum intravenös (Venenzugang), Fingerfühler als Kontrolle, Erinnerung reißt ab exakt als das Mittel drin war (ich sah den Schlauch nicht einmal mehr!).
Anschließend 0,5 mg Anexate, 10 Minuten ruhig sitzen, dabei kurze Befundbesprechung und anschließend ging ich auf einen Kaffee.

Lt. meinem Doc ist das mittlerweile Gang und Gäbe (für den, der’s will, manche wollen nicht betäubt sein, stehen das auch so durch).

Narkotisiert war ich nicht. Schlafen tu ich auch nicht. Eingriff war um 16 Uhr, um 17 Uhr saß ich schon beim Kaffee.

Gruß
Irene

1 „Gefällt mir“

Hallo,

denke auch, dass diese Dormicum-Geschichte wohl für kleinere Eingriffe eine gute Sache ist. Meine Frau hatte vor ein paar Wochen auch einen kleineren ambulanten Eingriff und wir hatten uns darauf eingestellt, dass sie den halben Tag in der Praxis sein würde und ich sie dann gleich Richtung heimisches Bett befördern müsste. Um so überraschter waren wir als meine schönen Einkaufspläne für den Tag dann mit der Aussage zunichte gemacht wurde, aufgrund der Dormicum-Geschichte könnte ich eigentlich auch gleich dableiben und warten und sie dann nach einer Stunde mitnehmen. Habe dann trotzdem zwischenzeitlich einige dringende Dinge erledigt und fand meine Frau dann nach einer Stunde schon guit gelaunt, hell wach und lesend vor. Und statt Richtung Bett wollte sie erstmal das ausgefallene Frühstück nachholen und noch ein wenig Shoppen gehen.

Also ob ich da den Helden spielen würde, wenn die Sache mit dem Dormicum so entspannt abläuft? Der Arzt meinte übrigens, die Arbeit sei so auch für ihn deutlich angenehmer und einfacher.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

es ist keine Vollnarkose, da sonst eine Beatmung notwendig wäre, sondern ein mehr oder weniger starkes Beruhigungsmittel (je nach Dosierung).
Es kann so vrabreicht werden, dass man etwas dösig wird oder so, dass man komplett wegpennt.
Man kann auch folgende Strategie fahren: Erst mal gar nichts nehmen und schauen, wie man es verträgt (sehr unterschiedlich, ob es schmerzt oder nicht). Wenn man dann denkt, dass es zu arg weh tut, sagt man dem Arzt Bescheid, der spritzt etwas von dem Zeug und man kippt weg und alles ist gut.
Hab’ das schon mehrmals gemacht und muss sagen, Darmspiegelung ist wirklich nichts, vor dem man Angst haben müsste!

Ciao
Kaj