bis jetzt habe ich Neurologen immer direkt angeschrieben, aber irgendwann wollten die mich dann zum Psychiater schicken oder das Thema wurde ihnen zu heiß, d.h. „seiner Zeit zu weit voraus“.
Meine erste Frage ist ganz einfach:
Mir geht es darum:
Was ist schneller da? Der Stopp der Zellalterung (man arbeitet dran siehe z.Bsp: http://in.news.yahoo.com/040501/139/2cv0e.html )
oder der Tod wegen a) Unfall, b) Krankheit und c) Altersschwäche.
Wenn in allen drei Fällen a) b) und c) das Gehirn älter
geworden wäre, als der Körper (wovon ich überzeugt bin), hätte man
durchaus doch das Gehirn separat an eine Maschine anschließen können,
anstatt es zu verbrennen und zu vergraben.
Wie viel Jahre älter hätte meine Gehirn werden können, als mein
Körper?
Gruss Jens Rabis
P.S: Thema Hirnalterung:
Senil wird man, wenn man das Gehirn nicht trainiert und vereinsamt,
siehe: http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=79713
Zitat
„Es ist die vielleicht bedeutendste Erkenntnis der neueren Hirnforschung: Unser Gehirn verändert sich durch das, was wir in zwischenmenschlichen Beziehungen erleben. Äußere Situationen finden nicht nur Eingang in neuronale Netzwerke des Gehirns, sie verändern diese auch.“
Zitat Ende
Thema Alzheimer ist man dran, siehe: http://www.medizinauskunft.de/artikel/familie/senior…
Zitat
"Ein Durchbruch in der Alzheimerforschung ist einem Team von Wissenschaftlern gelungen. Sie haben die Ursache für Zerstörung der Gehirnzellen bei Alzheimer identifiziert: Giftige Stoffe sickern in die Zelle ein und läßt sie absterben …
Zitat Ende
Also wenn du gerade daran arbeitest Gehirne in einer Nährlösung einzulegen, kannst ja sagen wenn Erfolge hast;
ich wäre interessiert…
Ne also was ich sagen will: bevor man What-If Konstruktionen aufbaut sollte man vielleicht erst die praktischen Probleme lösen (okay davon habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, doch denke ich das sich das Ganze problematischer darstellt als bei einem einfachen Muskel).
Und das die meisten Leute bei so einem Thema eher abblocken halte ich eher darin begründet, dass das wohl auch ein ethisches Problem ist.
Theoretisch könnte das Gehirn wohl ziemlch lange „leben“ wenn ausreichend Stimulationen, Energie- und Sauerstoffversorgung gegeben ist, da sich das Gehirnzellen ja nach neueren Forschungen ja durchaus erneuern können.
Ein Problem könnte vielleicht auch der Verlust der DNS-Informationen durch die Mitose (?) sein, der über die Zeit auch zum „Tode“ führen würde, da wichtige Proteine nicht mehr hergestellt werden könnten. Vielleicht könnte man da was mit Stammzellen machen?
…nur meine paar Gedanken dazu.
Grüsse
Matze
PS: Hmm, dass sich da Hirn nicht so arg langweilt könnte man ja dann ab und zu ja auch ein bisschen THC in die Lösung schmeissen…
Vielleicht schmeckts ja eingelegt auch besser ; )
(frei nach Hannibal…)
bis jetzt habe ich Neurologen immer direkt angeschrieben, aber
irgendwann wollten die mich dann zum Psychiater schicken oder
das Thema wurde ihnen zu heiß, d.h. „seiner Zeit zu weit
voraus“.
…von jeher das traurige Schicksal des Propheten,der nichts im eigenen Lande gilt…
P.S: Thema Hirnalterung:
Senil wird man, wenn man das Gehirn nicht trainiert und
vereinsamt,
siehe: http://idw-online.de/public/zeige_pm.html?pmid=79713
Zitat
„Es ist die vielleicht bedeutendste Erkenntnis der neueren
Hirnforschung: Unser Gehirn verändert sich durch das, was wir
in zwischenmenschlichen Beziehungen erleben. Äußere
Situationen finden nicht nur Eingang in neuronale Netzwerke
des Gehirns, sie verändern diese auch.“
Zitat Ende
Genau. Und daher ist es auch eine ungeheuer spannende Vorstellung, dereinst als mens in machina - befreit vom Ballast aller Körperlichkeiten - die anheimelnde Vielfalt zwischenmenschlicher Möglichkeiten „im Geiste“ länger auskosten zu dürfen…
Hallo Jens,
was soll das einsame Gehirn denn dann tun ???
Die psychischen Probleme beginnen schon beim Verlust eines Fingers. Sie vergrößern sich enorm beim Verlust einer ganzen Extremität. Beim Verlust des ganzen Körpers würden sie sich ins Unermeßliche potenzieren. Wir wollen also dann ein vereinsamtes ,psychotisches Hirn in einen irgendwann gefundenen „neuen“ Körper oder eine Maschine einsetzen??? Was wird daraus??? Ein psychopathischer Massenmörder oder ein apathischer Pflegefall…?
Die Chance, daß ein glücklicher Mensch mit eigenständiger, selbstbewußter Persönlichkeit dabei entsteht ist verschwindend gering.
Du hast das Problem irgendwie nicht ganz zu Ende gedacht…oder?
Gruß Mister Jones
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bis jetzt habe ich Neurologen immer direkt angeschrieben, aber
irgendwann wollten die mich dann zum Psychiater schicken
Nachvollziehbar
oder das Thema wurde ihnen zu heiß, d.h. „seiner Zeit zu weit voraus“.
Das ist eine Behauptung.
hätte man durchaus doch das Gehirn separat an eine Maschine anschließen
können, anstatt es zu verbrennen und zu vergraben.
Wie viel Jahre älter hätte meine Gehirn werden können, als mein Körper?
Gar nicht. Zumindest nicht „gesund“. Allein schon die Tatsache, daß es genügend Hormone u.a. gibt, die an anderen Stellen im Körper produziert werden und notwendig sind, um dieses diffizile „Gleichgewicht der Kräfte“ in unserem Körper aufrecht zu erhalten. Die Nebenniere ist so eine Stelle. Davon abgesehen ist ein Gehirn ohne Körper ziemlich nutzlos - es kann ohne Wahrnehmung und v.a. ohne Möglichkeit, sich mitzuteilen, nicht sonderlich viel anstellen. Diese Frage ist also unabhängig von ihrer Antwort sinnfrei.
Ging mir ähnlich, Chris. Habe Jens Rabis auch nicht ganz verstanden. Mir kam dann der Gedanke, dass er möglicherweise nicht deutsch als Muttersprache hatte und sich als Ausländer daher nicht besser verständlich machen kann. Bin mir aber unsicher und wollte das dann erstaml nicht äußern. Vele kriegen ja schnell was in den falschen Hals. Aber jetzt, wo’s Dir anscheinend auch so geht…
Gruss, Branden
diese Überlegung gab es schon in den Siebzigern und wurde gelöst: Man stecke das Gehirn in einen flugtauglichen Behälter und erhält - schwupp! - Prof. Simon Wright.
Für einen Job in Captain Futures Crew reicht das allemal.
hätte man
durchaus doch das Gehirn separat an eine Maschine anschließen
können,
anstatt es zu verbrennen und zu vergraben.
ist eine uraltes klassisches science fiction-szenario: ein gehirn wird in einer nährlösung am leben gehalten, während „es“ ein komplettes leben halluziniert. der anschluß an einen cyborg ist gar nicht notwendig. es wäre eine art leben nach dem tod nach den eigenen vorstellungen: lebe deine träume, in einem perfekten ewig jungen und gesunden körper. unzählige filme widmen sich dem thema, u.a. matrix, vanilla sky. aber so neu ist die idee nicht, schon descartes hat von seinem genius malignus gesprochen, der einem bewußtsein ein ganzes leben vorgaukelt. ich müßte jetzt bei putnam nachgucken, wie man nun zeigen kann, daß die aussage „ich bin ein gehirn im tank“ sinnlos ist… google stichworte: brain vat putnam bewußtsein philosophie