Spitze von Nadel im Handballen

Hallo,

meine 11-jährige Tochter hat sich beim Basteln eine Nähnadel in den Handballen gerammt. Beim Herausziehen habe ich festgestellt, dass die Spitze abgebrochen ist. Morgen muß sie nun zum Röntgen.
Ich mache mir Sorgen, was im schlimmsten Fall passieren kann!
Ist es möglich, dass die Nadelspitze im Körper „herumwandert“? Gibt es Salben o.ä., die die Spitze herausbefördern oder muß möglicherweise chirurgisch behandelt werden?

Wer kennt sich aus?

DAnke und Gruß
Sarah

Hi!

meine 11-jährige Tochter hat sich beim Basteln eine Nähnadel
in den Handballen gerammt. Beim Herausziehen habe ich
festgestellt, dass die Spitze abgebrochen ist. Morgen muß sie
nun zum Röntgen.

Röntgen? Herrje, wie lang und dick ist den das Nadelstück??
Und wie tief ist es eingedrungen?

Röntgen finde ich dabei etwas übertrieben als Erstmaßnahme. Zuerst wird man versuchen, den Einstichkanal und somit auch die Spitze aufzusuchen und zu entfernen. Dürfte eigentlich kein größeres Problem darstellen. Nur wenn man sie absolut nicht findet, würde man röntgen -aber auch nur, wenn es wirklich ein größeres Teil war. Kleinere Teile, die zudem auch nicht allzu tief liegen, können auch so schon mal unbemerkt „rausfliegen“.
Den Versuch sie zu entfernen, sollte man aber dennoch machen, da sonst die Gefahr einer Entzündung besteht, wenn es doch verbleibt!

Ich mache mir Sorgen, was im schlimmsten Fall passieren kann!
Ist es möglich, dass die Nadelspitze im Körper „herumwandert“?

Eigentlich recht unwahrscheinlich. Eher wird die Nadel sich ins Gewebe gebohrt haben und steckt dort fest. Selbst wenn sie ein Gefäß angebohrt hat, so reicht der dortige Blutfluß nicht, um sie mitzuschwemmen.
Und ist sie tatsächlich sooooo winzig, daß sie mitgeschwemmt wird, so wird sie allein aufgrund ihrer Größe keinen schlimmen Schaden verursachen.

Gibt es Salben o.ä., die die Spitze herausbefördern oder muß
möglicherweise chirurgisch behandelt werden?

Salben kriegen das Ding nicht raus, aber wenn du eine desinfizierende Salbe im Hause hast, ist es sogar sehr sinnvoll, sie mal da drauf zu tun!

ABER was du machen kannst:
(Ich weiß ja nciht, ob die Spitze wirklich mikroskopisch klein ist, oder doch etwas größer…)
Um zu vermeiden, daß die Nadel das Gewebe noch mehr verletzt, sollte die Hand über Nacht ruhiggestellt werden. Also die Hand bis zur Mitte des Unterarms etwa einwickeln, am besten noch mit etwas schienenartigem, wenn ihr sowas da habt. Also so, wie man einen Knochenbruch wickeln würde.
Wichtig ist, daß weder Handgelenk noch Daumen zu dolle bewegt werden können.

Bei der Schiene müßt ihr es aber nicht übertreiben :wink:
Ein etwas dickerer Winterhandschuh, z.b. aus Leder, was ja auch etwas steifer ist, und dieses etwas (!!) stramm gewickelt (auch mit einem dünneren Schal) tut es auch zur Not.

Gruß,
Sharon

Hi Sharon!

Ich weiß nicht, ob da das Röntgenbild nicht das kleinere Übel ist, nachdem die Hand ja wohl schon untersucht wurde. So weiß man wenigstens, daß was da ist, nach dem man suchen muß. Man kann doch gar nicht sicher sein, daß die Nadel nicht schon vorher abgebrochen war! Der Stichkanal dürfte ziemlich klein und ihn zu verfolgen schwer sein. Das ganze dann noch bei einer 11jährigen, ohne sicheren Fremdkörpernachweis, viel Spaß dabei!

Gruß
Peter

Hi!

nachdem die Hand ja wohl schon untersucht wurde.

Wurde sie das? :wink:
Erst hatte ich das Posting genau wie du so verstanden, daß sie beim Arzt _war_ und dieser ein Röntgen für morgen angeordnet hat. Aber dann habe ich mir überlegt, daß ein Arzt wohl die Nadel zu entfernen versucht hätte und bei Erfolglosigkeit weitere Ratschläge gab für „über die Nacht“.
Doch davon schreibt sie nichts.

Somit blieb nur ein logischer Schluß: sie war nicht beim Arzt und das mit dem Röntgen war ihre eigene Idee. Das habe ich mir zumindest so überlegt, aufgrund ihrer Formulierung.

So weiß
man wenigstens, daß was da ist, nach dem man suchen muß. Man
kann doch gar nicht sicher sein, daß die Nadel nicht schon
vorher abgebrochen war!

Ich schrieb ja auch nur, daß es _erstmal_ übertrieben ist, als Erstmaßnahme. Niemand macht zuerst ein (rel. teures) und ev. unnötiges Röntgenbild, was zudem auch strahlenbelastend ist, wenn man es erst (!) anders angehen kann :wink:

Der Stichkanal dürfte ziemlich klein
und ihn zu verfolgen schwer sein.

Stimmt. Kommt aber auf die Eindringtiefe an.
Der Handballen hat ja eine dickere Hautschicht und es ist ähnlich wie bei einem Splitter, den man da auch wunderbar rauspulen kann mitteln einer kleinen Nadel oder Kanüle.
Nur wenn es tiefer drin steckt, in der Muskulatur z.b., wird es schwieriger. Ist aber auch nicht völlig unmöglich :wink:

Klappt es nicht, bleibt immer noch das Röntgen.

Das ganze dann noch bei
einer 11jährigen, ohne sicheren Fremdkörpernachweis, viel Spaß
dabei!

DAS ist allerdings ein Problem *g*
Was du aber eh hast, ob es beim Röntgen in der Tiefe gefunden wird oder so entfernt werden kann.

Gruß,
Sharon

Ich nochmal
Hallo Ihr Zwei,

ich war heute mit meiner Tochter beim Kinderarzt, weil sicher ist, dass die Nadel vorher nicht abgebrochen war und ich so ein Hirngespinst im Kopf hatte, die Nadel könnte wandern.
Der Ki-Arzt konnte die Spitze aber nicht orten und hat uns daher morgen zum Röntgen geschickt.

Ich mache mir ziemliche Sorgen und danke Euch recht herzlich für Eure Antworten.

Viele Grüße
Sarah

Hallo Sarah,

keine Panik!
Das Wandern von Fremdkörpern ist so eine Horrormär, die so nicht vorkommt.

Zum Röntgen:
Wenn nicht sicher ist, daß ein Fremdkörper restlos entfernt wurde, wird üblicherweise zur Kontrolle geröngt, denn es kann passieren, das kleine Teile bei einer Wundkontrolle übersehen werden.

Üblicherweise reagiert der Körper selber und eitert den Fremdkörper aus, es sei denn er ist so tief, daß er nicht nach außen befördert werden kann. Dann wird er üblicherweise eingekapselt.

Gandalf

Tag,
Ledum in der D30 - Globuli; 3 Tage hintereinander jeweils 1 Globuli sollte helfen das Stückchen rauszueitern.
Ansonsten keine Panik?
Als Mütter reagieren wir immer superängstlich, aber was hast du dir als Kind wohl alles in die Hände und Füße gezogen, das nicht wirklich schlimm war.Also ich diverses!

-))

Schönen Gruß
Kerstin

Aua…
Hi!

jeweils 1 Globuli sollte helfen das Stückchen rauszueitern.

Tolle Methode… :-/

Nee, laß da mal lieber einen richtigen Doktor dran!

Hab gestern übrigens mal nachgefragt, ich arbeite gerade in der Chirurgie im bekannten Klinikum Merheim bei Köln. Die Docs haben meine Ratschläge bestätigt, meinten aber, daß man je nachdem die Nadelspitze gar unter Röntgen-Durchleuchtung rausholen müsste, wenn das probeweise rumpulen oder Rö-Bild nichts bringt.

Wird es nicht gefunden, passiert das was Gandalf schrieb: es kommt alleine raus oder wird eingekapselt. DANN erst kannst du es mit diesen Globuli probieren!
Aber dann trotzdem die kleine Wunde gut pflegen (Desinfektion etc) und täglich kontrollieren - nicht das es sich tatsächlich entzündet und die Entzündung sich auf die ganze Hand ausbreitet! Sprich, die Globuli alleine helfen nicht!

Gruß,
Sharon

Ansonsten keine Panik?
Als Mütter reagieren wir immer superängstlich, aber was hast
du dir als Kind wohl alles in die Hände und Füße gezogen, das
nicht wirklich schlimm war.Also ich diverses!

-))

Schönen Gruß
Kerstin

meine 11-jährige Tochter hat sich beim Basteln eine Nähnadel
in den Handballen gerammt. Beim Herausziehen habe ich
festgestellt, dass die Spitze abgebrochen ist. Morgen muß sie
nun zum Röntgen.

Ist es möglich, dass die Nadelspitze im Körper „herumwandert“?

Hallo!
Ich würde sagen, das obzwar die Nadel brüchig gewesen sein kann, es wohl eher der Fall ist, das die Nadel mit der Spitze in den Knochen eingedrungen ist, wobei Sie dann auch abbrechen kann.
Vielleicht stimmt was mit den Augen oder der Koordination nicht.
Eventuell ist die Tochter auch noch zu klein für Nadeln.
MfG

Wäre ganz angenehm, mal zu lesen, wie’s weiterging
… mit der abgebrochenen Nadel!!!

Gruß
Peter