unerträgliche Schmerzen

Hy,

meine Mom hat seit vielen Jahren sehr starke Schmerzen. Mal sind sie besser, mal schlechter, ganz selten ist sie beschwerdefrei.

Die Schmerzen äußern sich sich meist anfallartig und sind identisch wie die, die man bei einem Herzinfarkt hat.
Stiche in der linken Brust, Atemnot, Schweißausbrüche. Sie letzten 20 Jahre hat man sie mehrmals quer umgekrempelt und organische Ursachen ausgeschlossen.
So wie es aussieht, scheint es eine Interkostalneuralgie zu sein, die wohl nicht heilbar ist :frowning:.
Hinzu kommt, dass ihre Brust- und Rückenwirbelsäule sehr stark abgenutzt sind.

Vor etwa 3 Jahren hat sie eine Schmerztherapie begonnen, die zunächst auch sehr gut angeschlagen hat. Doch seit 4 Monaten hilft auch das nichts mehr. Die Schmerzen sind stärker denn je und nun kann sie nichts mehr machen.

Gestern sprach sie davon, dass sie keine Lebensqualität mehr empfindet. Sie kann nichts alleine erledigen, sie kann nichts tragen, sie kann nicht spazieren gehen oder mit dem Enkelchen spielen.
Sport betreibt sie seit Jahren keinen mehr, sie hat sogar ihren geliebten Reitsport aufgegeben.

Der Arzt sieht nun die letzte Chance im Schlingentisch (nennt man das so?). Man will sie strecken und anschließend die Rückenmuskulatur stärken.

Meine bange Frage:
Hat hier jemand ähnliche Schmerzen (gehabt/erlebt) und weiß vielleicht etwas, was meiner Mom noch helfen könnte?
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie für den Rest ihres Lebens nur noch im Schongang leben soll - das kann doch nicht sein!
Sie ist doch erst 46.

mG
nyke

Hi!
Das klingt wirklich schlimm. Toll, dass Deine Mum jemanden hat, der sich im Internet um Hilfe für sie bemüht! :o)
Ich kann nur ein paar ganz kleine Stückchen Holz in das Feuer werfen, dass Dir den Weg leuchten soll:
Robert Schleip: Der aufrechte Mensch – Übungskurs für eine gelöste Körperhaltung und einen natürlichen Gang
Buch mit Audio-CD und 30 Übungskarten. [20,50€]
Das ist etwas, das Deiner Mutter bestimmt gut tut. Schon allein wegen der degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule. Und es sind sehr leicht zu erlernende Übungen , die Spaß machen.
Ich bin kein Arzt, aber ich glaube nicht, dass eine Sache alleine Deiner Mutter für alle Zeit helfen kann. Wichtig wäre es auf jeden Fall abzuklären, was die Ursache für die Intercostalneuralgie ist. Hier kommt zum Beispiel vom Bandscheibenvorfall bis zur Gürtelrose einiges vor. Beim vorangegangenen Bandscheibenvorfall könnte eine OP helfen, die das Material entfernt, das die Nervenwurzel eventuell noch immer zusammendrückt. Bei der Gürtelrose wäre so eine OP ziemlicher Quatsch. Hier könnte ein homöopathisches Mittel Namens Mezereum helfen. Ich bin aber auch kein Homöopath. ;o)
Welche Schmerztherapie hat Deine Mutter denn gemacht? Medikamente oder Elektro oder Akupunktur? Vielleicht hilft eine andere Form Euch ja weiter? Ich bin aber auch kein Akkupunkteur. ;o)
Es gibt also bestimmt noch Dinge, die Euch weiterhelfen können. Deine Mutter sollte sich auf keinen Fall „abschreiben“!
„Es gibt nicht viel Dauerhaftes an Krankheitszuständen, außer unserer Einstellung, dass sie es sind.“

Mit den Besten Wünschen
Holger

interdisziplinäre Scherzklinik
Hi Nyke,
ja ich kenn das Phänomen.
Ich würde dir dringendst raten, dich mal mit der
Fachklinik Enzensberg (Füssen/Hopfen am See) in
Verbindung zu setzen.
Ich war selbst dort und kann, wie viele andere auch,
nur gutes über das Behandlungskonzept sowie meinen
Aufenthalt dort sagen.
Übrigens: Euer Hausarzt kann deine Mutter selbst dort
einweisen lassen (normale Krankenhauseinweisung).
Alles Gute wünscht euch
Daggi

Link zur Schmerzklinik:
http://www.fachklinik-enzensberg.de/index.shtml?schmerz