Hallo,
ich habe zur Zeit für zwei Wochen Besuch von einer Freundin, die im dritten Monat schwanger ist. Das Problem ist nur, dass wir zwei Wohnungskatzen haben (sie dürfen nicht raus, bekommen auch kein rohes Fleisch zu fressen). Mein Besuch macht sich jetzt Sorgen, inwieweit sie sich eventuell mit Toxoplasmose infizieren könnte. (Ganz klar, das Katzenklo rührt sie nicht an und in ihr Zimmer dürfen die Stubentiger auch nicht). Bei sich zu Hause hat mein Gast ansonsten überhaupt keinen Umgang mit Katzen. Wie berechtigt sind ihre Befürchtungen?
Vielen Dank
Eva
Hi
ist sie wg. der Schwangerschaft nicht auf Toxoplasmose getestet worden? Wenn der Befund positiv war, ist alles OK.
Ansonsten würde ich mal einen Arzt dazu befragen, der sich mit solchen Fragen auskennt.
Grundsätzlich sollte Frau während der Schwangerschaft den Kontakt mit Katzen und den Verzehr von rohem Fleisch meiden, wenn sie nie zuvor eine Infektion erlebt hat.
Die Frage die sich hier wohl stellt ist, wie hoch denn das Risiko durch „herumliegende und fliegende“ Katzenausscheidungen ist. Ausserdem weiss ich nicht, ob das Risiko fürs Kind in allen Schwangerschaftswochen gleich ist.
z
Hallo Eva,
wenn es stimmt, dass seit dem 1.10.98 der Antikörpertest auf Toxoplasmose nicht mehr zur Mutterschaftsvorsorge gehört (Kassen zahlen nicht mehr), dann wird Deine Freundin möglicherweise auch nicht getestet worden sein.
Seht mal im Mutterpass nach, gleich vorne, auf der 2. oder 3. Seite stand es früher jedenfalls.
Man kann den Test trotzdem durchführen lassen und muss dann die 40,- bis 50,-DM, die er kostet, selbst zahlen.
Wenn die Katze wirklich nur drin gehalten wird und kein rohes Fleisch, sondern Fertigkost oder Durchgegartes erhält, ist die Gefahr sehr gering, dass sie eine Infektionsquelle darstellt. Hier könnt Ihr noch einiges zum Thema nachlesen:
http://www.kleintierpraxis.de/tiergesundheit/endopar…
Man kann natürlich auch die Katze untersuchen lassen (Stuhl- und Blutuntersuchung) - auf jeden Fall sollte eine Schwangere, die keine Antikörper gegen Toxopl. hat, oder es nicht weiß, sehr vorsichtig sein, im Umgang mit Katzen und wie schon von Zimbo erwähnt, kein rohes Fleisch oder Mett essen (drohender Abort oder Schädigung des Ungeborenen).
Wenn eine Schwangere sich mit Toxoplasmose infiziert, kann sie (wenn früh genug festgestellt - und im Gegensatz zu Röteln), ohne Gefahr für das Kind behandelt werden, Dauer der Behandlung: 4 Wochen.
Evt. auf Lypmhknotenschwellung im Nackenbereich achten.
Gruß, Renate
Hallo Eva,
es wäre auch wenn wenig Gefahr besteht (kein rohes Fleisch für Katzen, Hauskatzen usw.) sollte sie sich dennoch testen lassen.
Wie schon eine der Vorschreiberinnen sagte, wird dieser nicht mehr von der Kasse getragen…Allerdings sind die kosten ein wenig höher…Man macht am Anfang der Schwangerschaft einen test, welcher sich auf 100.- beläuft. Sollte hierbei festgestellt werden, daß sie keine Antikörper trägt (negativ), ist es ratsam gegen Ende der Schwangerschaft nochmals einen Kontrolltest zu machen, welcher dann nochmals 50.- kostet…
Liebe Grüße,
Andrea
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo, ich bin etwas irritiert. Es ist noch nicht lange her, daß ich auch schwanger gewesen bin. Meine Meinung dazu:
- Es geht um das Katzenklo! Dies sollten Schwangere nicht reinigen oder anfassen (wenn nicht klar ist, ob die Schwangere immun gegen den Erreger ist oder die Katze gecheckt ist).
Der Umgang mit Katzen ist erlaubt.
- Rohmilchkäse: da kann auch eine Gefahr bestehen (Rohmilch-Brie u.ä.). Ich habe ihn trotzdem gegessen; nicht weil ich gierig darauf war, sondern weil ich Vertrauen in den Käsehändler hatte.
Es kann im Allgemeinen soviel passieren - nehmt es etwas lockerer (siehe auch meine Anmerkungen unter Artikel „Kopfschmerzen“ in diesem Forum).
Alles Gute, Deborah