die Tochter meiner Kollegin hat seit einiger Zeit starke Kopfschmerzen, und zwar oft während der Schulzeit, so dass sie von der Lehrerin nach Hause geschickt wird. Der Kinderarzt kann nichts feststellen.Die Schmerzen treten oft nach körperlicher Anstrengung auf und auch nach längerer Sonnenstrahlung. Können das schon Anzeichen von Migräne sein? Sie hat auch einige Allergien (gegen Hausstaub, Heuschnupfen). Kann es auch an der anfangenden Pubertät liegen? Wer hat Erfahrungen und kann Tipps geben? Danke für jeden Hinweis!
die Tochter meiner Kollegin hat seit einiger Zeit starke
Kopfschmerzen, und zwar oft während der Schulzeit, so dass sie
von der Lehrerin nach Hause geschickt wird. Der Kinderarzt
kann nichts feststellen.Die Schmerzen treten oft nach
körperlicher Anstrengung auf und auch nach längerer
Sonnenstrahlung. Können das schon Anzeichen von Migräne sein?
Sie hat auch einige Allergien (gegen Hausstaub, Heuschnupfen).
Kann es auch an der anfangenden Pubertät liegen? Wer hat
Erfahrungen und kann Tipps geben? Danke für jeden Hinweis!
Manchmal ist es bei Kindern ein Hinweis auf eine Appendizitis! (landläufig „Blinddarmentzündung“).
SEHR OFT stecken dahinter Lebensmittelallergien (ganz vorn KUHMILCH!). Mit Tests diesbezüglich tun sich die Ärzte noch schwer, deshalb die schnellste Test-Variante: Mindestens eine Woche lang sämtliche Milchprodukte völlig weglassen. (Auch noch allergieverdächtig: Tomaten, Paprika, Erdbeeren und NÜSSE!!!)
Pubertäre Veränderungen können natürlich auch die Ursache sein, da gibt’s hormonelle Veränderungen und sexuelle Reifung. Das kann auch schon mal Kopfschmerzen bereiten…
Wie ist es mit Schulstress und der bereits angesprochenen Sehstärke?
Es gibt soooooo viele Möglichkeiten.
Aber vielleicht ist es ja schon etwas von dem Erwähnten.
gruss engelsauge
da gibt’s bestimmt 100 und mehr Moeglichkeiten,
meines Erachtens darf der Kinderarzt hier nicht auf-
geben. Natuerlich kann’s auch Stress sein (kommt’s
nur waehrend der Schulzeit).
Weil du Migraene erwaehntest, da fiel mir noch was ein
(obwohl Migraene nicht nur starke Kopfschmerzen
sind, sondern noch andere Merkmale hat).
Ich hatte im Alter von 11-13 Migraeneanfaelle. Dann hoerten
sie auf, seither hab ich das nie wieder gehabt.
Spaeter habe ich gelesen, dass schlechtsitzende Gebisse
Migraeneanfaelle ausloesen koennen. Von 11-13 hatte ich
eine Zahnspange.
Das nur als Beispiel, wie weit man u.U. suchen muss, um
eine Erklaerung (und dann Abhilfe/Linderung) zu finden.
Hallo Elke! Aus eigener, leidgeprüfter Migräne-Karriere seit meinem 9. Lebensjahr, rate ich dringend dazu einen Neurologen und ggf. Orthopäden (Halswirbelsäule) aufzusuchen. Der Rat eine Augenuntersuchung machen zu lassen, ist ja schon gekommen. Ein Kinderarzt, so tüchtig er auch sein mag, macht üblicherweise kein EEG, und zumindest das sollte unbedingt abgeklärt werden. Als mich damals die ersten heftigen Migräne-Attacken quälten, dachte ich, mir wächst sonstwas im Kopf. Als die Neurologen mir dann erklärten, dass ich Migräne habe, änderte das zwar nichts an der Heftigkeit der Schmerzen, aber es nahm mir die schlimmen Ängste einer anderen Ursache. Außerdem gibt es heute - falls es Migräne sein sollte - sehr gute und hilfreiche Medikamente (keine Schmerzmittel). Angelika
nochwas: bitte hab auch nichtmedizinische gründe im blickfeld:
-mobbing
-angststörung oder angst vor personen in der schule
-bedrohung durch mitschüler (erpressung)
-zu hoher erwartungdruck in bezug auf schulischen leistungen seitens der eltern (besuch einer höheren schule)
usw.
evtl. psychologische ursachen
Zunächst einmal gehört das Mädchen einem Arzt vorgestellt…
Für die Diagnostik wäre aus meiner Sicht wichtig, ein Kopfschmerztagebuch bzw. eine Selbstbeobachtung zu führen.
Wenn die Problematik nur in der Schule (und z.B. nie am Wochenende oder in den Ferien auftritt) ist es schon einmal etwas anderes als wenn es sich um eine eben problemzentriert in bestimmten Situationen oder Umständen (z.B. Trennungsangst von zu Haus, bestimmte soziale Ängste vor Mitschülern, Konzentrationsprobleme oder Ablenkbarkeit, Mobbing, Depression, ggf. Bedrohung) handelt.
Sehr genau würde ich auch erfragen, warum die Lehrer das Mädchen nach Haus schicken. Also in welchen Situationen dies eigentlich passiert. Nur weil Kopfschmerzen und Unwohlsein auftreten, muss dies ja nicht zwangsläufig der Fall sein. Lerntheoretisch gesprochen wird jedenfalls durch die Reaktion der Lehrer das Mädchen ggf. in einem ungünstigen Verhalten verstärkt (d.h. es weicht ggf. aus bzw. wird bei einer Schulphobie etc. immer mehr Angst entwickeln).
Natürlich kann es eine ganze Reihe von medizinischen Ursachen geben. Hierzu gehört neben einer Migräne sicher auch Anfallsleiden oder eine Sehstörung. Ich würde generell eine gezielte Diagnostik auf Wahrnehmungsstörungen empfehlen. Sollten z.B. Probleme beim Lesen und Schreiben bestehen (verschwommenes Sehen, Abweichen in den Zeilen etc.) könnte ggf. auch eine Winkelfehlsichtigkeit vorliegen (wobei die Diagnose Heterophobie sehr umstritten ist). Wichtig erscheint mir, dass auch eine Leistungsdiagnostik (IQ-Test) bedacht wird, wenn es um Über- oder Unterforderung geht.
Ich persönlich halte nicht viel von der Diagnose „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ bzw. kann in diesem Zusammenhang wenig Sinn darin sehen. Sicher aber sollte man auch überlegen, was und wie sich das Mädchen ernährt. Und natürlich den Schlaf einmal genauer ansehen. Viele Kinder schlafen zu wenig oder haben Schlafstörungen. Last but not least : ADHS bei Mädchen wird häufig nicht erkannt. Die Mädchen leiden unter der Anforderung sich längere Zeit konzentrieren zu müssen und schaffen dies irgendwann nicht (mehr) bzw sind ständig abgelenkt. Selten wird dann der wahre Grund entdeckt, weil sie eben nicht motorisch unruhig sind.
Aber all dies kann man nicht über das Internet spekulativ diagnostizieren. Da gehört ein Fachmann / Fachfrau aus dem Gebiet der Kinderpsychologie bzw. Kindepsychiatrie dazu.
Na toll Engelsauge…
Ich habe nicht gesagt, dass es egal ist… Ich würde aber sagen, dass es gesünder ist, sich ausgewogen zu ernähren, als auf den Schwachsinn von Nahrungsergänzungsmitteln und vermeindlich durch Heilpraktiker ausgependelte „Allergien“ zu vertrauen. Wenn eine Nahrungsmittelunverträglichkeit besteht (z.B. Laktoseintoleranz) oder aber eine andere Verwertungsstörung für bestimmte Nahrungsbestandteile muss man darauf Rücksicht nehmen. Genauso bei nachgewiesenen Allergien. Aber dann eben durch eine qualifizierte allergologische Diagnostik und nicht durch „Erfahrungsmedizin“ der sog. Orthomolekular"medizin".
Ich habe nicht gesagt, dass es egal ist… Ich würde aber
sagen, dass es gesünder ist, sich ausgewogen zu ernähren, als
auf den Schwachsinn von Nahrungsergänzungsmitteln und
vermeindlich durch Heilpraktiker ausgependelte „Allergien“ zu
vertrauen.
Wer redet von Nahrungsergänzungsmitteln und von ausgependelten Allergien? Es geht doch um Unverträglichkeiten…, oder? Und die kannst du selbst testen, indem du die Sachen, die häufig Allergien auslösen, einfach weglässt.
(Diese „Anti-Heilpraktiker-Kampagne“ kannst du dir wirklich sparen!)
Aber dann eben durch eine qualifizierte allergologische
Diagnostik und nicht durch „Erfahrungsmedizin“ der sog.
Orthomolekular"medizin".
Was hat das denn überhaupt mit orthomolekular zu tun?
fragt sich engelsauge
Meine Base hatte auch oft Kopfschmerzen, und so wie unten Ironlady empfohlen hat, bekam sie dann eine Brille.
Eine Woche vor Ihren Hochzeit haben wir Sie in Ihren Brautkleid beerdigt. An einen Gehirntumor hatte man erst zu spät gedacht.
Ist nicht gerade konstruktiv, aber wahr.
Owi.