Schwindel und Übelkeit beim Kind

Hallo,

Bitte um Expertenrat für folgenden Fall:

Ein Mädchen von 9 Jahren klagt seit einer Woche über Schwindel und Übelkeit, gelegentlich „Pfeifen in den Ohren“. In der Schule (3.Klasse) kam es zur kurzen Ohnmacht. Ansonsten einmaliges Erbrechen (keine volle Mahlzeit, sondern etwas Flüssiges vom kleineren Umfang).
Kein Fieber
Keine, oder nur geringe Bauchschmerzen

Ausgeschließen kann man:

  • Außergewöhnliche psychische Belastungen - aus der Sicht eines Erwachsenen, natürlich(keine Tests in der Schule, kein rapider Leistngsabfall, keine Familienprobleme oder nennenswerte Probleme mit den Freunden)
  • Diabetes (Urintest)
  • Niereninfektion (Urintest)
  • Meningitis

Für die Ärtztin kommt Folgendes in Betracht:

  • banales Vireninfekt
  • Hysterie
  • Präpubertät
  • organische Veränderungen im Gehirn (daher CT vorgeschlagen)

Was kann es am Ehersten sein und welchen Arzt sollte man in jedem der oben genannten Fälle konsultieren?

Vielen Dank für die Ratschläge.

P.S. Ich poste es bewusst nicht in „Eltern-Kindern“, weil es mir um das spezielle medizinische Problem geht und nicht um allgemeine Ratschläge.

Auch Hallo,

der Kreislauf könnte bei dem Geschehen auch eine Rolle spielen, wie ist denn der Blutdruck?

Ansonsten ging ich zum Internisten,HNO und Neurologen.

Gruß
Maja

Rehi,

kannst Du ausschliessen dass die Kinder an der Schule das Ohnmachtsspiel spielen? Dieses Spiel gibts in versch. Variationen, die Eine geht mit absichtlicher Hyperventilation einher, die andere (betrifft wohl eher ältere Kinder/Jugendliche)mit Abdrücken der Halsschlagader…

Gruß
Maja

Hallo Maja,

Der Blutdruck schien im Moment der Untersuchung in Ordnung zu sein bzw. sich stabilisiert zu haben.
Über Ohnmachtsspiele habe ich bisher nie gehört, wobei das natürlich eine Möglichkeit wäre.
Was ich noch nicht gesagt habe, das Kind ist ziemlich labil auf emotionaler Ebene, d.h. die plötzliche Niedergeschlagenheit wechselt sich mit Euphorie und Überregbarkeit.
Die Schwindelanfälle treten massiv morgens nach dem Aufstehen und Abends (wenn das Kind müde ist, nehme ich an).
Also doch psychischer Ursprung? Und wenn ja, ob es bei einem 9-jährigen Kind schon so ausgeprägt sein kann.

Jedenfalls vielen Dank für Deine Antwort.

Hallo Jarolep,

Der Blutdruck schien im Moment der Untersuchung in Ordnung zu
sein bzw. sich stabilisiert zu haben.

Ist eben schlecht, wenn der Kreislauf verrückt spielt das im Nachhinein feststellen zu können. Aber bei Kreislaufproblemen kann es zu Schwindel Ohrensausen und Schwächeanfällen bis hin zur Ohnmacht kommen. Die Wetterlage derzeit macht es für empfindliche Menschen in dieser Hinsicht nicht gerade leichter…aber bei einem Kind ist das schon eher selten…

Über Ohnmachtsspiele habe ich bisher nie gehört, wobei das
natürlich eine Möglichkeit wäre.

Tja…die Kids kommen auf die merkwürdigsten Ideen :wink:
Andere Möglichkeit wäre auch, dass sie sich beim Sportunterricht evtl verletzt haben könnte. Wird gerade Handstand, Flugrolle oder Radschlagen geübt? Wegen HWS und so…

Was ich noch nicht gesagt habe, das Kind ist ziemlich labil
auf emotionaler Ebene, d.h. die plötzliche
Niedergeschlagenheit wechselt sich mit Euphorie und
Überregbarkeit.

Also Stimmungsschwankungen empfinde ich persönlich inzwischen als normal. Viele Kinder sind himmelhochjauchzend und in der nächsten Sekunde zu Tode betrübt. Mein Sohn ist auch so ein Kandidat, aber schon von Geburt an.

Die Schwindelanfälle treten massiv morgens nach dem Aufstehen
und Abends (wenn das Kind müde ist, nehme ich an).

Wurde bei dem Kind denn auch ein Eisenmangel in Betracht gezogen?
Was isst das Kind denn den lieben langen Tag?
Ich frag mal so ins Blaue…gähnt sie oft, oder holt sie öfter ungewöhnlich tief Luft?
Schnarcht sie vielleicht nachts, oder wird oft wach? Dahinter könnten sich vergrößerte Mandeln oder Polypen verbergen die nachts die Atmung beeinträchtigen. Ein solches Kind ist natürlich am nächsten Tag nicht wirklich ausgeruht.

Also doch psychischer Ursprung? Und wenn ja, ob es bei einem
9-jährigen Kind schon so ausgeprägt sein kann.

Das glaube ich eher nicht. Es kann auch etwas ganz Banales dahinter stecken, dass sie sich mit einem Virus auseinandersetzt zum Beispiel. Wie war denn der Tastbefund der Lymphdrüsen?
Oder einfach nur…sie wächst…unbestimmtes Bauchweh, Knieschmerzen oder ähnliche Symptome können da bisweilen auch auftreten.

Einen Arztmarathon würde ich auch nicht gerne abhalten wollen, vor allem die CT Untersuchung wenn es geht vermeiden…aber wenn alle anderen Dinge ausgeschlossen werden können, dann zumindest einmal beim neurologen vorbeischauen, der kann dann sicher entscheiden, ob eine CT erforderlich ist, oder nicht.

LG
Maja