Hi Kerstin! 
Aber laß uns doch mal gucken, was es zu einer erfolgreichen
Tetanus-Infektion braucht.
Ich brauche eine Wunde, in die Sporen des Tetanus-Erregers
hineinkommen.
Diese Wunde muß tief sein und darf nur wenig bluten.
Nicht ganz: tiefe Wunden sind besonders gefährdet, aber jede Wunde kann eine Eintrittspforte sein!
Prädestiniert sind rostige Nägel auf Pferdehöfen o.ä.
Da das Clostridium tetani ubiquitär (überall) vorkommt, ist diese Aussage auch nicht ganz richtig. Man findet es sowohl im Erdreich, wie auch im Straßenstaub, sogar auf menschlicher Haut und sogar manchmal im Darm - überall eben 
Das heißt es ist relativ schwierig zu einer Tetanus-Infektion
zu kommen.
Wenn man geimpft ist, ja *g*
In BRD ist die Impfquote noch relativ hoch, sodaß es selten zum Tetanus kommt - weltweit, besonders in Entwickluungsländern, gibt es noch immer mehr als eine Million Tetanus-Fälle pro Jahr!
Schwierig…hmmmm…denke nicht…
Mir scheint, daß durch eine entsprechende
Aufklärung. So nach dem Motto: Bringt jede tiefe Wunde zum
Bluten, laßt Luft an die Wunden.
Das reicht nicht. Durch das Blutenlassen kann man zwar das Risiko minimieren, aber nicht ganz verhindern. Beispielweise Nadelstichverletzung bei Pflegepersonal: läßt man auch immer ausbluten, dennoch kommt es immer wieder zu Infektionen (z.b. Hepatitis, aber auch andere). Außerdem blutet fast jede Wunde - und dennoch sind Wundinfektionen sehr häufig…
Und wie willst du Luft an die Wunde bringen?
Geht schon mal nicht, wenn du sie ausbluten läßt, anschließend gerinnt das Blut und dichtet die Wunde ab - was drin ist, bleibt drin. In tiefe Wunden kriegst du sowieso keine Luft rein, sofern sie nicht schon von selbst weit klaffend sind -, da müßtest du schon weiter reinschneiden (wer tut sowas schon) und die Wundränder auseinander halten. Übrigens läßt man auch solche klaffenden Wunden nicht so, sondern adaptiert die Ränder - gäbe ja sonst auch eine Zentimeter-breite Narbe (will auch keiner).
Und das wichtigste Argument:
Solltest du es geschafft haben, Luft in eine tiefe Wunde zu kriegen - Glückwunsch, dann sind zwar die Anaerobier, wie das Cl. tetani, vielleicht erledigt, aber dafür wimmelt es in der tiefen (!) Wunde nur so von anderen (nicht minder üblen) Erregern…
Für nciht so tiefe Wunden gilt natürlich dasselbe - auch diese sollten steril abgedeckt werden, damit sich keine schwere Infektion bilden kann.
Solltet ihr eine Wunde haben
bei der das nicht geht, dann laßt euch Passiv impfen und
beobachtet die Wundheilung, auch viele Tetanus-Fälle
erfolgreich verhindert werden können.
Wie man wann zu impfen hat, sollte man dem Arzt überlassen, denn es kommt auf vieles an, z.b. wann die letzte Impfung war, ob die Grundimmunisierung abgeschlossen war etc… dazu gibt es nette Tabellen 
Mit der Passivimpfung alleine kommt man nicht aus:
Der Antikörpertiter ist bereits nach ca. 25 Tagen viel zu niedrig, die Inkubationszeit des Tetanus wird in der Literatur aber angegeben mit 3 bis 60 Tagen, im Durchschnitt 1 Woche. Es gibt aber auch den sog. Spättetanus, der noch nach Monaten bis hin zu einem Jahr auftreten kann.
Da hilft dir der Passivschutz leider nicht…
Er dient ja auch nur zur Überbrückung, bis die körpereigene Produktion nach ca 2-3 Wochen ausreichend ist (bei der gleichzeitigen aktiven Impfung).
Wenn man aber aus grundsätzlichen Erwägungen, gegen das Impfen
sein sollte oder wenn sich in der eigenen Geschichte
herausgestellt hat, das man Impfungen nicht gut verträgt oder
sogar richtig krank davon wird, dann finde ich sollte man das
Schreckgespenst Wundstarrkrampf nicht zu sehr aufblasen,
Ich würde eher sagen, „richtig krank“ wird man von Impfungen so gut wie gar nicht. Die Einzelfälle, von denen von Impfgegnern berichtet wird, sollte man auch nicht „aufblasen“, da in den Fällen meistens nicht hätte geimpft werden dürfen (es gibt auch Kontraindikationen) oder Komplikationen durch fehlerhafte Technik oder abgelaufenem/minderwertigem usw. Impfstoff auftraten.
Eine leichte Reaktion hingegen ist bei Impfungen normal und SOLLTE meistens auch erfolgen! Doch dies wird oft mißverstanden und von Laien als „nicht vertragen“ gedeutet.
Bei der Impfung wird das Immunsystem kräftig angeregt, und natürlich kommt es dabei sehr oft zu Fieber, Unwohlsein, Schwäche und lokaler Rötung und Entzündung z.b. und einiges mehr. Das ist aber eine normale (um nicht zu sagen „gesunde“ in Anführungsstrichen
) Reaktion.
Und ehrlich gesagt, ist mir eine rote Quaddel lieber als schwerwiegende Folgen und Komplikationen der Krankheiten oder gar ein qualvoller Tod…
Gruß,
Sharon
P.S. ich weiß, heute bin ich im Klugscheißmodus *g* - verzeih mir bitte 
Aber ich kann echt die Impfgegner nicht verstehen und mußte das hier mal niederschreiben, nichts für ungut…
Dafür hast du nun auch ein - wenn auch ursprünglich nicht geplantes *g* - Sternchen bekommen. Ich hab mich verklickt *schmunzel*
So, ich wanke jetzt ins Bett *gäääähn* - man liest sich 