Hi, Medici.
Hallo Markuss,
Gestern gab es bei uns eine kleine Diskussion zum Thema
‚Kaiserschnitt‘-Geburten. Es ging um die Kaiserschnitte, die
aus medizinischer Sicht
also aus gynäkologischer Sicht…
nicht nötig wären.
Da gab es vor längerem die Meldung, dass z.B. in den USA die
Geburten per Kaiserschnitt (ohne medizinische Indikation!)
Also ohne gynäkologische Indikation…
Die Amerikanische kenne ich nicht, aber die Deutsche. Und diese variiert von Haus zu Haus.
immer mehr zunehmen.
Das ist nach meinen vorliegenden Zahlen auch die Realität.
Wir diskutierten den Grund für die Zunahme.
Die (statistische) Zunahme kann ich nur bestätigen, und der Grund ergibt sich natürlich auch aus dem zunehmenden „Wunschverhalten“ der Graviden (Schwangeren).
Es gab folgende diskutierte Gründe:
Die Ärzte
Manche! O.K.? 
bevorzugen KS, weil es einfacher (?) ist,
Wenn die Sektio einigermaßen komplikationslos verlaufen ist, weiß man nicht, ob die „normale“ Geburt nicht auch komplikationslos und „normal“ verlaufen wäre. Beide Methoden bergen Risiken in sich und bringen die Selben mit sich.
Das ist natürlich im Nachhinein nicht mehr zu beurteilen…
Sorry, wollte ich damit sagen…
und weil es eine terminlich planbare Geburt ist
Ja, Du hast recht, das ist manchmal ein Grund.
Die Frauen bevorzugen KS, weil es schneller
Auch dieses ist im Nachhinein schlecht zu beurteilen, gemessen daran, wann Du di eStoppuhr bei einer natürlichen Entbindung (z.B. Öffnung des Muttermundes) drückst.
und schmerzfreier ist
Diesbezüglich kann man sagen, dass die bei einer Sektio notwendige Durchtrennnung des Peritonäums (Bauchfells) schmerzhaft ist. Es ist müßig darüber zu diskutieren welche Schmerzen als weniger intensiv oder lästig empfunden werden; die Schmerzen bei der Geburt, oder die postoperativen Schmerzen nach einem Kaiserschnitt.
Die Frauen bevorzugen KS, weil sie damit verhindern
wollen, dass sie ‚ausleiern‘, was (ihrer Ansicht nach bzw. der
Ansicht deren Männer (?)) beim Sex von Nachteil wäre
Also, u.a. auf drändgen der Männer?
Ja, auch das ist nach meiner Erkenntnis, leider, aber glücklicher Weise seltener ein Grund und somit die Indikation eines KS.
Was wird wohl der wahre Grund sein?
Was Du vermutest und diskutiert hast, ist meiner Einschätzung und interner Statistik nach, Fakt. Nicht zu vergessen ein weiterer Faktor, der hier noch nicht angesprochen wurde: Die horrende Summe, die ein Gynäkologe/Geburtshelfer für seine Versicherung bezahlen muß!
Man könnte fast sagen, dass proportional zur steigenden Höhe der Versicherung, die Bereitschaft zur normalen Geburt und der damit verbundenen unkalkulierbareren Risiken respektiv einer Sektio, abnimmt.
Das liegt einfach daran, dass bei einer normalen Geburt mit mehr unkalkulierbaren Faktoren umgegangen werden muß, als bei einer Sektio, die, wenn man es eimal banal formuliert, nicht viel anders abläuft, als eine x-beliebige andere Operation.
Eine „normale“ Entbindung ist einfach mit mehr Unwägbarkeiten behaftet!
Danke für konstruktive Antworten
Ich hoffe, es war eine solche!
Markuss
Rollifern