Hallo,
was ist bitte eine Radiojodtherapie, die stationär für einige Tage in Sachen Schilddrüse durchgeführt werden soll?
Nutzen?
Risiken und Nebenwirkungen?
Wieso stationär, geht das nicht ambulant auch?
Danke.
Holger
Hallo,
was ist bitte eine Radiojodtherapie, die stationär für einige Tage in Sachen Schilddrüse durchgeführt werden soll?
Nutzen?
Risiken und Nebenwirkungen?
Wieso stationär, geht das nicht ambulant auch?
Danke.
Holger
Hi Holger!
Auf dieser Seite ist alles ziemlich gut erklärt. Auch ist beschrieben, daß die Therapie in anderen Ländern ambulant durchgeführt werden kann (z.B. Frankreich, soweit ich weiß). Bei uns gelten andere Strahlenschutzbestimmungen.
http://www.m-ww.de/enzyklopaedie/strahlenmedizin/rad…
Hier findest Du auch noch ganz brauchbare Infos und nette Bilder einer Anlage für Privatversicherte
In den normalen Kliniken sieht’s glaube ich karger aus…
http://www.radiojodbehandlung.de/
Gruß
Peter
Panik vor Radiojodthera./Allergie auf Jod?!
Hallo,
hab mir das hier
http://www.m-ww.de/enzyklopaedie/strahlenmedizin/rad…
mal durchgelesen und auch mal über Google gesucht.
Das ist für mich Panik pur, für einen, der sowieso unter Angst- und Panikattacken leidet. Um jede Tablette mache ich einen Riesenbogen.
Auch weil ich nicht einsehe, wieso ich das eigentlich machen soll, Verdacht besteht nur auf irgendwelche autonomen Areale in der Schilddrüse, hab aber weder Über- noch Unterfunktion, „nur“ einen Kropf, nicht tragisch und „eventuell einen Knoten“ - aber Knoten hatte ich mit 20 schon.
Das ist doch der Hammer … Strahlenschutzgesetz … und SOWAS soll man sich FREIWILLIG unterziehen??? Seine Gesundheit so aufs Spiel setzen???
Wenn das so „harmlos“ wäre, müssten sie einen ja nicht in Quarantäne stecken, Gesetz hin, Gesetz her.
Was ist mit Folgeschäden, erhöhtes Krebs-/Leukämierisiko, wie ich irgendwo mal gelesen habe???
Hat jemand von euch konkret Erfahrung mit der Radiojodtherapie?
Was gibts als sofortige Nebenwirkungen und als längerfristige?
ABER:
Vor vielen Jahren wurden bei mir einmal die Nieren geröntgt mit einem jodhaltigen Kontrastmittel.
Ergebnis: am ganzen Körper sofort auf das Mittel große juckende Blasen - also Allergie.
Da das Kontrastmittel jodhaltig war und offensichtlich eine Allergie darauf besteht, wie siehts dann erst mit einer Radiojodtherapie aus??
Holger
Hallo Holger,
bitte KEINE Panik schieben…
Ich HABE vor einem Jahr eine RJ-Therapie gemacht. Stationär, 5 Tage in der Heliosklinik in Berlin-Buch.
Du wirst vorher tagelang gründlichst(!!!) untersucht und die Dosis wird genau bestimmt. Dann gehst Du in die Klinik, schluckst eine Kapsel - das war es schon. Komisch war, wenn die Schwestern an die Tür kamen und man ging ihnen entgegen, begann ihr Gerät (KA wie es heißt) sofort zu ticken.
Ich hatte kalte Knoten und KEINERLEI Beschwerden. Meine Hausärztin sagte mir diese können JEDERZEIT (Zeitbombe)entarten und plötzlich viele Hormone ausschütten, die dann zu ziemlichen Problemen führen. Warum es also drauf ankommen lassen? Die RJ-Therapie hat wunderbar angeschlagen, es wurden laufend Zinthigramme aufgezeichnet und Du kannst es daran verfolgen. Alle halbe Jahre vorerst zur Kontrolle.
Der Aufenthalt (Einzelzimmer) war ziemlich angenehm, wirklich! Keiner belästigt DIch, keiner kann etwas von Dir wollen, Du bist einfach weg vom Fenster. Lesen, lesen ohne Ende, Fernsehen. Ich hatte meinen Laptop mit und habe mich total in ein Grafikprogramm (leider das falsche
) eingearbeitet. So mal weg von der Welt zu sein hat etwas.
Mir geht es gut wie immer und habe KEINE Nebenwirkungen, auch „strahle“ ich nicht mehr
und irgendwelche Entartungen brauche ich auch nicht mehr zu befürchten
)
Also, Kopf hoch!!!
Hallo,
Angst- und Panikattacken leidet. Um jede Tablette mache ich
einen Riesenbogen.
Alternative ist ja oft nur eine Operation (ebenfalls Medikamente Tabletten etc.). Eine Freundin von mir hat diese Radiojodtherapie gemacht und war hoch zufrieden. Sie ist Berufsmusikerin / Geigerin und wäre bei einer Operation für ca. ein halbes Jahr ausgefallen, weil die OP-Narbe beim Üben stört und dann nur schlecht Heilen würde. Die Langeweile in der Eingeschlossenheit hat sie u.a. zum Üben nützen können. Alles ist prima glatt gelaufen und war ein Erfolg.
Das ist doch der Hammer … Strahlenschutzgesetz … und SOWAS
soll man sich FREIWILLIG unterziehen??? Seine Gesundheit so
aufs Spiel setzen???
Naja, das Pflegepersonal arbeitet sogar ständig mit so „strahlenden Patienten“ und wird eben strenger überwacht (Solche Überwachung regelt eben auch das Strahlenschutzgesetz).
Was ist mit Folgeschäden, erhöhtes Krebs-/Leukämierisiko, wie
ich irgendwo mal gelesen habe???
Man nimmt ja radioaktives Jod, weil es sich dann lokal in der Schilddrüse anlagert, also nicht den ganzen Körper verseucht (Gezielter Einsatz). Es ist kurzlebig und verschwindet daher auch schnell aus dem Körper.
Da das Kontrastmittel jodhaltig war und offensichtlich eine
Allergie darauf besteht, wie siehts dann erst mit einer
Radiojodtherapie aus??
Kann auch an den Hilfsstoffen liegen, da kann der Arzt auch Voruntersuchungen machen. Und frag ihn doch einfach!
Gruß Julia
Hi,
mal abgesehn von Evelyn’s Antwort, war da ja ansonsten viel falsch-verstandene Panikmache bei.
Also, sagen wir mal du hast eine z.B. stark vergrößerte Schilddrüse. Das kann die unterschiedlichsten Ursachen haben und kann dann recht ungünstig für deinen Stoffwechsel sein.
Wenn eine Radio-Jod-Therapie indiziert ist (wird auch bei sir seinen sinn haben) dann läuft das wie folgt ab:
du fähst soz. für ca. 10 tage in urlaub auf einer Radio-Jod-Station; dort wird dir dann z.B. Jod-131 injiziert. das ist radioaktives jod, das natürlich auch „strahlt“. Das ist auch sinn der sache, denn Jod reichert sich fast ausschließlich in der Schilddrüse an. Dort soll es die unerwünschten Gebiete „verstrahlen“ und so zerstören. Da, wie schon angesprochen, dieses Jod fast nur in die Schilddrüse geht, ist das risiko anderer systemischer nebenwirkungen extrem gering.
Aber natürlich strahlst du auch ein wenig vor dich hin, was man deinen mitmenschen ja nicht unnötigerweise zumuten muss; daher die Quarantäne.
Du wirst vor Therapibeginn aber sehr gründlich aufgeklärt und bekommst auch informationsmaterial über verhaltensweisen während und kurz nach der Therapie mit.
Kurzum: Das ist völlig ungefährlich und mit dem Risiko einer therapiepflichtigen Schilddrüsenerkrankung gar nicht zu vergleichen. Die Leute, die ich kanne, die das gemacht haben, waren nachher allesamt geheilt und nebenwirkungsfrei…
Also mach die ne schöne zeit…
LG Alex:smile:
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Panik! Das ist doch alles Vera…?!?
Hallo,
danke für eure Antworten - aber ich glaube, die machen einem da bloß was vor!!! Wer will schon wissen, was LÄNGERFRISTIG das für Folgen haben würde (Leukämie usw.)??? Keiner!
Und wenn schon SO ein Zinnober getrieben wird mit Quarantäne und Mitmenschen und Abstand zu Schwestern … das ist doch der BESTE Beweis, dass SO „ungefährlich“ das eben NICHT sein kann!! Oder?
Ich bin leider psychisch nicht so stabil und meine Depressionen gründen unter vielem anderen auf panischer Angst vor Krebs u. dgl. - und da ist SO eine Therapie für mich natürlich „Wasser auf die Mühlen“!!!
Wenn mich JETZT so schon die Ärzte nicht beruhigen können, dass ich keinen Grund hätte, Krebs zu befürchten, weil ich total gesund bin, so hätte ich NACH so einer Radiojodtherapie den für mich „perfekten“ Grund, es doch zu kriegen … und wie ich dann beinander sein werde … fragt nicht …
Warum soll man sich FREIWILLIG VERSTRAHLEN lassen, da hätte man sich doch eben mal schnell nach Tschernobyl in den Urlaub dorthin begeben können, ist ja alles soooo ungefährlich??
Ich sehe ein, wenn sich jemand mit akuter Lebensgefahr oder bereits mit Krebs dem sich unterzieht, aber doch nicht „ohne Not“???
Ich hab angeblich weder heiße noch kalte Knoten, weder Über- noch Unterfunktion, sondern „nur einen Kropf“ und „vermutlich einige autonome Areale“.
Wieso muss man da gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen??
Ich finde das einen horrenden Eingriff in die Gesundheit … und wenn die so einen Auftrieb machen, um andere nicht zu gefährden, dann schrillen da bei mir alle Alarmglocken … denn wenn es sich „eh nur in der Schilddrüse anlagert“ … naja, so wie meine „anderen Organe“ dann „nichts zu befürchten“ haben, dann hätten ja als logische Folgerung auch andere Mitmenschen, Schwestern etc. „nichts zu befürchten“.
Aber indem man die dann vor einem selber schützt, ist doch was stinkfaul im Staate Dänemark!!!
Ich weiß nicht, ob man einem sonst gesunden Menschen so seine Gesundheit aufs Spiel setzen muss - da stimmt doch die Relation schon nicht mehr …
Leider ist „mein Radiologe“ die Unfreundlichkeit in Person - den braucht man da gar nicht mit Fragen löchern …
… und ich schiebe weiter meine Panik!!! Fühle mich schon richtig „krank“ wegen dem Thema
(
Holger
Don’t panic!
Hallo Holger,
komm mal so gut es geht runter von deiner Panik.
Niemand kann dich zwingen das zu machen und niemand wird das versuchen.
Wenn du deinen Radiologen nicht magst oder dich von ihm nicht gut betreut fühlst, dann solltest du zu einem anderen gehen.
Wieso bist du denn schon bei einem Radiologen?
Warst du schon bei einem weniger spezifischen Arzt?
Warst du schon bei einem Endokrinologen?
Wenn alles was du an Diagnosen schreibst, so wahr ist, dann scheint mir, das du das womöglich wirklich nicht machen solltest. Für mich wäre das auch eine Sache, die ich erst ganz hinten empfehlen würde.
Mein Tipp für dich wäre:
Such dir mal einen anderen Arzt und such dir zusätzlich einen guten klinisch denkenden Homöopathen.
SD-Erkrankungen sind nicht einfach zu behandeln, aber durchaus gut zu beeinflußen, wenn man klinisch denkt und alle wichtigen Faktoren mithineinnimmt.
Gruß und wie gesagt: Don’t panic
Kerstin