Körperl. Schwäche/Nachtschweiß o. Diagnose?!?

Hallo,

hab seit etwa Mitte Mail (ohne irgendwelche vorhergegangenen Ereignisse, Krankheiten o.ä.) eine extreme körperliche Schwäche.

Es fühlt sich an, wie wenn man 8 Wochen Grippe gehabt hätte und in der Rekonvaleszens wäre, die Knie zittern, sind wie Butter, der ganze Körper schwach und schlapp.

Tagsüber muss ich mich immer wieder hinsetzen, weil meine Leistungsfähigkeit dadurch immens leidet; manchmal sind meine Knie so „buttrig“, dass ich meine, mir ziehts gleich die Füße weg.

Kreislauf ist ok, kein Schwindel, Blutdruck ok.

Fast jede Nacht wache ich auf und T-shirt und Bettzeug sind patschnaß geschwitzt, so dass ich es wechseln muss.

Ich war nicht krank, bin nicht krank, hab sonst keine Beschwerden, keine Schmerzen, nehme derzeit keinerlei Medikamente, wurde nicht geimpft, war nicht im Ausland im Urlaub, hab mich nirgendwo mit was angesteckt.

Der Hausarzt und jetzt auch der Internist haben schon folgende Untersuchungen deswegen gemacht:

Ultraschall Herz: Herzklappen usw. alles ok.
Ultraschall Lunge: Hinweise auf mögl. verdeckte Infekte: nix, alles o.k., Schilddrüse o.k.

Ultraschall gesamter Bauchraum, Leber usw. - alles o.k.!
Differentialblutbild: alles perfekt! Leukos, CRP völlig i.O., Leber-, Nierenwerte und alles, was eben beim Diff.blutbild dabei ist, ist alles top, alles in der Norm.

Woran könnten die Symptome jetzt noch liegen???

Der Internist meinte am Schluss nur, er kenne mich ja jetzt schon lange und man müsse bei mir immer auch mal die Psyche mit in Betracht ziehen.

Naja, hab momentan schon so meine „Probleme“, keinen Job, Depressionen usw. - nehme aber keine Medikamente dagegen, will ich auch nicht, da waren in der Vergangenheit die Nebenwirkungen stärker als je eine Wirkung da war.

Aber was könnte man - rein körperlich - noch abchecken wegen der extremen körperlichen Schwäche?
Hab Angst, dass was „übersehen“ wird.

Danke euch.
Gruß,
Annika

Hört sich an, wie bei mir!!!
Hallo Annika!

hab seit etwa Mitte Mail (ohne irgendwelche vorhergegangenen
Ereignisse, Krankheiten o.ä.) eine extreme körperliche
Schwäche.
Es fühlt sich an, wie wenn man 8 Wochen Grippe gehabt hätte
und in der Rekonvaleszens wäre, die Knie zittern, sind wie
Butter, der ganze Körper schwach und schlapp.

Tagsüber muss ich mich immer wieder hinsetzen, weil meine
Leistungsfähigkeit dadurch immens leidet; manchmal sind meine
Knie so „buttrig“, dass ich meine, mir ziehts gleich die Füße
weg.

Hört sich an wie bei mir, hätte glatt ICH schreiben können!! Ich hab das seit 3 Wochen. Und zwar immer 1,2 Tage und Nächte, dann ist der Spuk für ein paar Tage vorbei. Und dann gehts erneut los. Manchmal bin ich nachts so schweißnass, dass ich duschen und mich umziehen muss. War gerade heute wieder beim Arzt. Ein Blutbild hat keine Auffälligkeiten ergeben. Allerdings kommt bei mir evtl. noch was hormonelles in Betracht, da ich vor 3 Monaten Mama geworden bin. Vielleicht geht es anderen auch noch so?? Mal abwarten, wer sich zu dem Thema noch meldet…

Grüßle, IRIS

Hallo Annika

Ich bin zwar kein Arzt, aber ich versuche mal, dir trotzdem zu helfen.

Bei vielen (u.a. bei mir auch) kommt es bei extremen Wetter zu körperlichen Problemen. Das muß nicht immer nur extreme Hitze oder Kälte sein, oder Wetterumschwünge im Frühling und Herbst. Auch wenn das Wetter mal so mal so ist (morgens regen, tags Hitze, abends und nachts schwüle) kann sich der Körper nicht so richtig einpendeln und ist daher etwas geschwächt.

Das beim Kreislauf nichts festgestellt werden konnte, kann durchaus sein, denn manchmal läßt der Kreislauf kurzzeitig nach und erholt sich dann wieder.

Wenn es ansonsten keine Erklärung gibt und keine gesundheiltichen Bedenken, würde ich vorschlagen vielleicht etwas mehr Sport zu treiben. Vielleicht ein wenig Jogging ein paar Minuten Übungen machen, damit der Kreislauf in Schwung bleibt. Eventuell auch etwas mehr Obst zu sich nehmen und mehr auf Vitamine achten.

Auch wenn es mehr psychosomatischer Natur sein sollte, wie es dein Arzt meint, können diese Maßnahmen helfen, weil du bei mehr Sport mehr in Schwung kommst und Gesund für Körper und Geist ist es außerdem :smile:
Also kurz gesagt, versuche vielleicht etwas mehr „in Bewegung“ zu bleiben. Geh mehr raus, lern neue Leute kennen, beschäftige dich mit einem Thema, starte ein Projekt für dich usw.
Das bringt dich dann auch etwas auf andere Gedanken.

Wenn das nichts hilft, könntest du dir überlegen, ob es vielleicht etwas gibt, was dich bedrückt.
Das ist oft der Fall, wenn man nicht mehr durchschlafen kann. Wenn diese Ruhephasen über lange Zeit gestört werden, weil man Probleme hat oder etwas unterdrückt, wirkt sich das nach einiger Zeit auch auf den Körper aus.
Es müssen nicht immer direkt alltagsprobleme sein. Manchmal hat man etwas im Kopf und das rumort in einem, aber man kann es nicht so recht bestimmen.

Mit Ferndiagnose ist es leider immer etwas schwer jemanden zu helfen, aber vielleicht liege ich ja bei einigen Punkten richtig oder etwas von meinen Vorschlägen konnte dir helfen.

Auf jedenfalls gute Besserung!

LG
Novalee

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Oft werden psychische Probleme nicht behandelt, entweder darf es nachher der Körper ausbaden oder es endet in einer Depression.

Hatte gleiche Probleme, bei mir waren es Bakterien (Heliobacter pylori) im Magen, dennoch braucht es auch eine psychische Behandlung, da diese Baktieren nur die Symthome waren. Ist zwar alles schon über 10 Jahre her - aber ich kann deine Situation verstehen.

Grüsse
Markus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Annika,
es sind ja fast schon alle Möglichkeiten in Betracht gekommen, aber eine fehlt:
Vielleicht hast Du dir irgendwann mal eine Zecke im Wald, auf Wiesen usw. eingefangen. Oft ganz unbemerkt hat sie sich irgendwo im nicht sichtbaren Bereich festgesaugt und sich später fallengelassen. Erst nach langrn Zeit, manchmal erst nach Jahren, könnem solche Beschwerden, wie Du sie hast, dann auftreten. Vielleicht ist es eine Borreliose. Die Borrelien sind Bakterien, die durch den Speichel der Zecke übertragen werden. Nur wenige Ärzte denken an dies Möglichkeit, obwohl Zecken immer häufiger durch die Klimaerwärmung auftreten. Sollte diese Möglichkeit zutreffen, so suche doch mal im Internet, ob die erwähnten Symtome zutreffen und gehe dann zu Deinem Arzt.

Viele Grüße

Peter

Hallo,

danke für die ausführliche Antwort.

Bei vielen (u.a. bei mir auch) kommt es bei extremen Wetter zu
körperlichen Problemen. Das muß nicht immer nur extreme Hitze
oder Kälte sein, oder Wetterumschwünge im Frühling und Herbst.
Auch wenn das Wetter mal so mal so ist (morgens regen, tags
Hitze, abends und nachts schwüle) kann sich der Körper nicht
so richtig einpendeln und ist daher etwas geschwächt.

Aber dann müsste das doch IMMER so sein, dass man so reagiert, oder nicht?
Ich hatte so eine extreme Schwäche nur einmal im Leben und das war vor 3 Jahren nach einer Influenza.
Aber selbst da, war die nach ca. 4 Wochen völlig weg - von selbst durch Erholung und Schonung.

paar Minuten Übungen machen, damit der Kreislauf in Schwung
bleibt. Eventuell auch etwas mehr Obst zu sich nehmen und mehr
auf Vitamine achten.

Aber es ist ja nicht der Kreislauf! Der Blutdruck ist völlig normal und schwindelig oder übel ist mir auch nicht.

Wenn das nichts hilft, könntest du dir überlegen, ob es
vielleicht etwas gibt, was dich bedrückt.

Naja, schon, massenhaft. Hab schon seit längerem Angst- und Panikattacken, Depressionen, dann Job verloren - das macht mich schon psychisch zumindest fertig.

Das ist oft der Fall, wenn man nicht mehr durchschlafen kann.
Wenn diese Ruhephasen über lange Zeit gestört werden, weil man
Probleme hat oder etwas unterdrückt, wirkt sich das nach
einiger Zeit auch auf den Körper aus.

Durchschlafprobleme? Ganz im Gegenteil! Ich bin nonstop müde! Ich könnte von mir aus den ganzen Tag schlafen. Wenn ich mir nicht einen Wecker morgens stellen würde, könnte ich völlig ohne Probleme 12 oder 14 Stunden durchschlafen. Um aber nicht den ganzen Tag zu verpennen, stehe ich so nach ca. 8 bis spät. 10 Stunden Schlaf auf. Müde bin ich trotzdem, sowohl nach 6, 8 oder auch nach 10 oder 12 Stunden Schlaf.

Vielleicht hat noch jemand eine Idee, was man machen, untersuchen lassen könnte?

Danke. Gruß, Annika

Aber dann müsste das doch IMMER so sein, dass man so reagiert,
oder nicht?
Ich hatte so eine extreme Schwäche nur einmal im Leben und das
war vor 3 Jahren nach einer Influenza.
Aber selbst da, war die nach ca. 4 Wochen völlig weg - von
selbst durch Erholung und Schonung.

Nein das muß nicht immer so sein. Das kommt ja auch immer auf die Umstände darauf an. Kennst das ja vielleicht. Manchmal ist man etwas empfindlicher (gerade wenn noch andere Umstände hinzukommen) als sonst. Gerade wenn es einem gut geht oder gar keine Zeit hat um sich um sowas zu kümmern, merkt man das weniger.

Aber es ist ja nicht der Kreislauf! Der Blutdruck ist völlig
normal und schwindelig oder übel ist mir auch nicht.

Durchschlafprobleme? Ganz im Gegenteil! Ich bin nonstop müde!
Ich könnte von mir aus den ganzen Tag schlafen. Wenn ich mir
nicht einen Wecker morgens stellen würde, könnte ich völlig
ohne Probleme 12 oder 14 Stunden durchschlafen. Um aber nicht
den ganzen Tag zu verpennen, stehe ich so nach ca. 8 bis spät.
10 Stunden Schlaf auf. Müde bin ich trotzdem, sowohl nach 6, 8
oder auch nach 10 oder 12 Stunden Schlaf.

Ja aber das ist es ja was ich mit dem Kreislauf meine. Da muß dir nicht gleich schwindelig oder übel sein. Wenn du den ganzen Tag müde und fertig bist und z.B. nicht Sport treibst und dich vielleicht noch nicht richtig ernährst, dann fährt dein Körper alles runter.
Das ist sozusagen ein Kreislauf. Du bist müde und denkst du hast zu wenig schlaf und dann schläft man vielleicht noch mehr, oder bewegt sich noch weniger, weil man so fertig ist. So kann der Körper ja gar nicht mehr in Schwung kommen. vorallem wenn es eigentlich keine körperlichen Ursachen hat und man sich an der falschen Stelle schont.
Auf das nicht durchschlafen kam ich, weil du sagtest du wachst nachts oft schweißgebadet auf.

Wenn das nichts hilft, könntest du dir überlegen, ob es
vielleicht etwas gibt, was dich bedrückt.

Naja, schon, massenhaft. Hab schon seit längerem Angst- und
Panikattacken, Depressionen, dann Job verloren - das macht
mich schon psychisch zumindest fertig.

Nunja kann schon sein, daß es daher kommt. Irgendwann macht sich das eben bemerkbar. Wenn du wirklich langsam anfängst dich unwohl zu fühlen, dann solltest du hier vielleicht etwas unternehmen. Muß ja nicht gleich ein Psychologe sein, sndern erstmal Freunde, Familie, Bekannte. Obwohl ich bei längerem Anhalten der Probleme doch zu einer professionellen Hilfe raten würde.

LG
Novalee

Hallöle Annika,

bevor ich hier jetzt was Schlaues oder auch nicht schreibe, würdest Du verrat wie alt Du bist?
Herzliche Grüße Inge

Hallo,

bevor ich hier jetzt was Schlaues oder auch nicht schreibe,
würdest Du verrat wie alt Du bist?

also, bin 37, also keine Wechseljahre :wink:
Nehme keine Hormone, keine Pille, hab keine Kinder

Hab eben mit dem Internisten nochmal Rücksprache gehalten, der es „jetzt erstmal auf sich beruhen lassen“ will, weil er nichts findet und anhand meiner Sono- und Blutergebnisse was „Schlimmes“ ausgeschlossen werden kann.

Er hat sogar, sagt er, anhand der ganzen Daten Morbus „Buck“ (soll irgendeine Lymph…krankheit sein) ausgeschlossen.

Annika

Hallo!

Man könnte Dein Blut mal auf Antikörper gegen EBV-Viren untersuchen. Das ist der Erreger des Pfeiffer’schen Drüsenfiebers, das unter Umständen mal einen chronischen Verlauf nehmen kann. Die unten erwähnten Borrelien kann man auf diese Weise (mit Vorsicht) auch diagnostizieren.

Gruß
Peter

Hallo Annika,

na, Ihr habt ja fast alles durch, was in Frage kommen würde, aber
bei den Symptomen :"… Knie zittern, sind wie
Butter, der ganze Körper schwach und schlapp, geringe Leistungsfähigkeit, schwitzen…": würde ich dringend die Schilddrüse mit untersuchen lassen, das sind Symptome, die auch auf eine Überfunktion hinweisen können.( fast schon jede 2. Frau hat Schilddrüsenprobleme) Hast Du auch Herzrasen, Depressionen, Reizbarkeit, Herzrhytmusstöruungen, vor den Symptomen extremen Stress gehabt ???

sind bei den Blutwerten auch die Schilddrüsenwerte mit abgenommen worden ( TSH, T3, T4, etc. ?)

Wenn das bei Dir zutreffen sollte und Du noch Fragen hast , kannst Du mich gerne anmailen, oder auch mal auf die Seite www.morbusbasedow schauen.

Lg Oese

Hallo,

bevor ich hier jetzt was Schlaues oder auch nicht schreibe,
würdest Du verrat wie alt Du bist?

also, bin 37, also keine Wechseljahre :wink:
Nehme keine Hormone, keine Pille, hab keine Kinder

Hab eben mit dem Internisten nochmal Rücksprache gehalten, der
es „jetzt erstmal auf sich beruhen lassen“ will, weil er
nichts findet und anhand meiner Sono- und Blutergebnisse was
„Schlimmes“ ausgeschlossen werden kann.

Er hat sogar, sagt er, anhand der ganzen Daten Morbus „Buck“
(soll irgendeine Lymph…krankheit sein) ausgeschlossen.

Guten Abend Annika,

genau das war so ein Gedanke von mir.
Toi,toi, toi ich drücke Dir beide Daumen, dass bald herausgefunden wird was mit Dir los ist.
Liebe Grüße Inge

hallo
eine frage: sieht man solche antikörper in einem normalen großen blutbild oder muß da was bestimmtes getestet werden?
danke und gruß

Hallo allerseits,

ich hab auch direkt an die Schilddrüse gedacht. Ich hatte vor 10 Jahren die gleichen Probleme. Mein Hausarzt hat mich gottlob trotz eines normalen Blutbilds zum Radiologen geschickt, der meine Schilddrüse „linksmachte“ und eine Hashimoto-Entzündung feststellte. Seitdem ich mein tägliches Thyroxin-Tablettchen nehme, ist alles bestens. Bereits am ersten Einnahmetag fühlte ich mich besser.

Ich würde also auf jeden Fall das untersuchen lassen. Störungen der Schilddrüse können sich übrigens auch auf die Psyche auswirken!

Gruß und gute Besserung
mowei

hallo
eine frage: sieht man solche antikörper in einem normalen
großen blutbild oder muß da was bestimmtes getestet werden?

Nein, man muß eine Bestimmung der Antikörper durchführen, dies ist eine Spezialuntersuchung.

Gruß
Peter

VÖLLIGE PANIK: HIV ??? Symptome ??
Hallo,

jetzt hat mich völlig die Panik gepackt … ich weiß nicht durch welchen „Geistesblitz“ ich auf einmal auf HIV komme …

Mein Ex, mit dem ich bis vor 1,5 Jahren zusammen war, hat mich nach Strich und Faden betrogen mit diversen Begleitservice-Damen :frowning:

Zu Beginn unserer Beziehung hatten wir beide einen HIV-Test gemacht, beide negativ. Dann kam die Zeit, als er mich mehrfach betrogen hat, ich hab mich getrennt, hab jetzt keinerlei Kontakt mehr zu ihm.

Letzter (ungeschützter) Verkehr mit ihm in der Beziehung war also vor ca. 1,5 Jahren.

Ich bin jetzt halt immernoch auf der Suche nach den Ursachen für meine extreme körperliche Schwäche und Schlappheit seit Mitte Mai und den tagtäglichen, bzw. nächtlichen Schweißausbrüchen.

Jetzt hab ich wie eine Wahnsinnige rumgegoogelt und bin auf Aussagen wie „verminderte Lymphozyten“ gestoßen bei HIV.

Panik pur!! Jetzt bin ich als Laie schon dabei, mein Blutbild zu analysieren - Schwachsinn, ich weiß, aber kann ein „Fachmann“ unter euch mir bis nächste Woche, wo ich einen Test machen werde, einigermaßen die Panik nehmen???

Ich hätte nur einfach mal gewusst, wenn man sich vor ca. 1,5 Jahren angesteckt HÄTTE, ob dann im Blut sich irgendwas „tun“ würde, Stichwort eben z.B. Lymphozyten???

Meine Lymphozyten sind waren (Norm 25-40):
Januar 1995: 32 %
September 2000: 36 %
Januar 2003 bei 28,3 %
Juli 2004: 25,6 %

Hämoglobin bei 13,9, Leukos bei 7,3, CRP 0,09, Thrombos 200, Monozyten 10,5 % - hab einfach mal ein paar Werte aus dem aktuellen Blutbild herausgegriffen, von denen zumindest ich als Laie meine, dass sie dahingehend vielleicht relevant wären.

Und von den Symptomen, die hier (http://www.aerztekammer-berlin.de/20_Aerztl_Fb/03_Fa…) beschrieben werden, machen mich völlig verrückt, da steht eben an erster Stelle die Schwäche und der Nachtschweiß.

Ob Lymphknoten geschwollen sind, weiß ich nicht, weil ich gar nicht weiß, wo ich welche „suchen“ soll, Gewicht ist konstant bei 55 kg auf 168 cm (war schon immer so niedrig), Hautausschlag hab ich in der Tat seit ca. 2 Monaten im Gesicht, lauter kleine Pickelchen, auf die kein Antibiotikum oder Cortison in Salbenform anschlägt, Arzt vermutet Pilz.
Hab aber kein Fieber, nur abends steigt die Temperatur auf 37,2, vielleicht ist das ja auch für abends normal, weil sie tagsüber wieder auf unter 37 fällt. Husten hab ich auch nicht.

Ich weiß schon, dass man so übers Internet keine Diagnosen stellen kann, ich weiß auch, dass ich schon aufgrund div. psychischer Probleme immer massiv ausraste … aber ich hab jetzt einfach nur noch Panik, Panik, Panik.

Kann ich nicht wenigstens ein klitzekleines bisserl am Blutbild erkennen, ob sich da in den letzten 1,5 Jahren hätte was „tun“ müssen???ß

Danke. Annika

Hallo,
evtl. naive Frage - gibt es in der Medizin vergleichbare Methoden wie die (Gas)Chromatographie oder Massenspektrometrie zur Analyse von Krankheitserregern aus einer Probe ? Anders formuliert - kann man nur auf spezifische, bekannte Erreger testen oder gibt es auch die Möglichkeit eines „Universaltests“, der aus einer Probe alle Erreger ermittelt - ggf. auch bisher unbekannte ?

Gruss
Enno

Hallo Annika,

In Punkto HIV machst Du die wahrscheinlich unnötig Sorgen, den die statistische Wahrscheinlichkeit einer Übertragung vom Mann zur Frau liegt bei 1:300, bei einer Frau zum Mann wahrscheinlich bei nur 1:1000 liegt (sofern beide bis auf die HIV-Infizierung des Einen gesund sind). Aber vor allem ist die Zeit seid der evtl. Ansteckung mit 1.5 Jahren in der Regel zu kurz, um solche Beschwerden zu bekommen und es fehlen Dir die typischen Anzeichen:

Einige Tage (3-6 Wochen) nach der Ansteckung treten bei etwa 10-30% grippeähnliche Beschwerden auf. Diese ersten Anzeichen zeigen die erste Vermehrung und Ausbreitung von HIV im Körper an. Diese Symptome gehen danach zurück, die Betroffenen spüren meist jahrelang keinerlei Krankheitszeichen. 10-12 Jahre nach der Infektion sind ca. 50%, 15 Jahre danach 70% der Betroffenen erkrankt. Es gibt jedoch auch Menschen, die früher oder später erkranken bzw. wenige, die bis heute noch nicht erkrankt sind. Kennzeichen des nächstens Stadiums sind Lymphknotenschwellungen, bis dann die anfänglichen Symptome nach einer 8–10jährigen Latenzzeit mit Müdigkeit, monatelanger Durchfall und Fieber, unerklärlicher Gewichtsverlust, allgemeine Schwäche, Lymphknotenschwellungen von mindestens 2 Lymphknoten (unter den Achseln oder in der Leistengegend), starker Nachtschweiß, Kopfschmerzen, Benommenheit, Hautausschläge, Verwirrtheitszustände, Infektionen im Mund - und Rachenbereich. Diese zunächst unspezifischen Beschwerden können wieder vergehen, und es kann Monate oder Jahre dauern, bis im nächsten Stadium als Folge der Immunschädigung das Vollbild der Krankheit mit folgenden möglichen Beschwerden ausbricht. Etwa 6% der HIV-Infizierten erkranken nach 2 Jahren, etwa 50% nach 10 Jahren. Nach der Erkrankung beträgt die Letalität nach ungefähr 3 Jahren fast 100%, mit den neuen Kombimitteln ist die Lebenserwartung sehr, sehr viel länger. Häufigere Erkrankungen sind z.B. die Pneumocystis carinii Pneumonie (PcP), eine Form der Lungenentzündung, oder infektiöse Erkrankungen anderer Organe, z.B. der Speiseröhre mit dem Hefepilz Candida albicans. Auch Viren wie Herpes simplex oder Herpes Zoster können zu schweren Erkrankungen führen. Die häufigsten Tumorformen im Zusammenhang mit AIDS sind das Kaposi-Sarkom (ein ansonsten seltener Hautkrebs), Lymphome (Formen von Blutkrebs) und Gebärmutterhalskrebs.

Mir scheint, Deine Symptome haben nichts mit AIDS zu tun. Von Lymphknotenschwellungen hast Du nichts gesagt bzw. die hätte Dein Arzt feststellen müssen. Daher einfach in Ruhe das Ergebnis abwarten, ohne sich Sorgen zu machen. Übrigens hast Du zur Borreliose nichts gesagt (früherer Beitrag). Ist diese denn schon ausgeschlossen worden? Feedback wäre nett.

Viele Grüße und gute Besserung

Peter

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psyche, warum nicht?
hi, wie stark die psyche das körperliche beeinflussen kann, wird oft unterschätzt. wenn dein hausarzt nach all den untersuchungen gesagt hat, dass man bei dir auch „die psyche mal in betracht ziehen könnte“, dann heißt das, dass er meint: „es liegt sicher an der psyche, aber ich muß es ganz vorsichtig formulieren, damit sie sich nicht beleidigt fühlen!“. wenn du selbst denkst, dass da irgendwas dran ist (arbeitslosigkeit ist eine ernste lebenskrise und wirft auf andere probleme zurück!), dann suche dir einen psychotherapeuten (von der krankenkasse anerkannt!!!) und mach mal drei gespräche, um zu sehen, was dich so schlapp macht. ich glaube, du wirst staunen!

Guten Morgen Annika,

mir scheint es so, dass Du dich da in Dinge hineinsteigerst und das ist bestimmt nicht ungefährlich. Da Du ja im Jan. 2004 umfangreichen Bultuntersuchungen hinter Dir hast, die allesamt im grünen Bereich liegen, kannst Du meiner Ansicht HIV wohl ausschließen, selbst wenn es vor 7 Monaten Verdachtsmomente gegeben hätte, wäre Dein Arzt dem nachgegangen. Ich finde es gut wenn Du jetzt vorsichtshalber noch einen HIV-Test machen lässt, wenn er negativ ausfällt beruhigt das doch ! Mögliche Ursachen könnten evtl. die Schilddrüse sein oder der Einfluss von Umwelt- oder Wohnraumgiften. Zu den letzten beiden kann ich Dir ziemlich viel Info´s geben, aber das sprengt dann dieses Board (ich hatte vor Jahren selber mal eine Lösungsmittelvergiftung und die Auswirkungen bzw. Symptome kommen den deinigen ziemlich nahe. Hät ich auch schon beim ersten Posting daran denken können!) Wenn Du da mehr wissen möchstet, kannst Du mir gerne eine Mail schicken.
Ich glaube Du sollest nach einer Möglichkeit suchen, innerlich zur Ruhe zu kommen, dieses verzeifelte Suchen nach einer Ursache ohne fachliche Unterstützung bringt Dir nix. Ein Tip wäre von mir: autogenes Training.
Liebe Grüße
Inge