Hallo,
ich habe ein ziemlich großes Problem, habe nie viel darüber geredet, war mir immer unangenehm, aber mittlerweile ist es so schlimm, dass ich sogar hier poste…
Ich bin 26 Jahre alt und Student, insgesamt ziemlich gesund, jedoch übergewichtig (120 kg auf 1,90 Meter), ich versuche, durch Sport und gesunde Ernährung etwas gegen das Übergewicht zu tun, was auch einigermaßen gut klappt.
Nun zu meinem Problem:
Ich habe seit mittlerweile 3-4 Jahren (ist zunehmend schlimmer geworden) sehr große Konzentrationsschwierigkeiten, komme morgens nur sehr schwierig aus dem Bett (obwohl ich manchmal über 8 Stunden schlafe!), fühle mich morgens schon wie erschlagen.
Meine Leistungsfähigkeit ist dramatisch gesunken, ich kann mich nur sehr kurz auf Dinge konzentrieren, wenn ich lerne, ist das sehr wenig effektiv.
Was das Lernen angeht gibt es ein Beispiel:
Für mein Studium war es mal notwendig, eine Seite Daten komplett auswendig zu lernen. Andere haben gestöhnt und sich beklagt, aber nach ein paar Wochen hat es bei jedem geklappt. Ich mache mittlerweile seit drei Monaten herum, arbeite jeden Tag hart, habe alle Lerntechniken versucht (lesen, schreiben, sprechen usw.) ohne Erfolg- ich kann mir die Dinge nicht merken.
Die Überlegung, dass mir Auswendiglernen einfach nicht liegt, kann ich nicht gelten lassen, bei diesem enormen Zeiteinsatz muss, wenn alles in Ordnung ist, ein besseres Ergebnis herauskommen.
Mein Gefühl ist eben, dass etwas nicht in Ordnung ist…wenn ich zum Einkaufen gehe und vier Sachen brauche, habe ich auf dem Weg dorthin zwei vergessen. Das kann doch nicht in Ordnung sein ?
Das wirkt sich natürlich auch auf mein Studium aus, ich habe sehr große Schwierigkeiten überhaupt irgendwelchen Lernstoff zu behalten. Logische Zusammenhänge ja, aber wenn es um Fakten geht, kann ich mir einfach nichts merken, das geht in meinem Studienfach so nicht weiter…
Ich habe mittlerweile Berge von Checklisten, Aufgabenlisten usw. angelegt, nur um die wichtigsten Sachen nicht komplett aus dem Ruder geraten zu lassen.
Ich komme trotzdem nicht zurecht…
Wenn ich morgens Vorlesungen habe, zähle ich die Stunden bis Mittag, bis ich nach Hause komme und mich hinlegen kann. Ich kann dann einfach nicht mehr, bin erschöpft und bekomme oft noch Kopfschmerzen.
Ich hatte den Gedanken, dass ich vielleicht zu wenig schlafe und die ganzen Probleme daher kommen. Normalerweise schlafe ich etwa 8 Stunden, wenn ich jedoch frei habe und so lange schlafen kann wie ich möchte, dann können es auch zehn Stunden werden und selbst das ist nicht genug, am Nachmittag bin ich auch dann wieder müde, schlafe zwei Stunden und kann trotzdem am Abend (22:00) kaum die Augen offen halten…
Auch die Qualität meines Schlafes ist nach meinem eigenen Empfinden nicht schlecht, ich wache höchstens einmal in der Nacht auf und schlafe ansonsten tief und fest.
Ich habe den Thread von vor einigen Tagen (Atemaussetzer im Schlaf) zum Anlass genommen, mich im Schlaf beobachten zu lassen
ohne Ergebnis, ich schnarche nur, wenn ich erkältet bin und habe auch keine Atemaussetzer.
Ich wende mich an euch, weil es so nicht mehr weiter geht. Mein Studium geht vor die Hunde, weil ich nicht mehr in der Lage bin, Leistung zu bringen.
Ich hatte auch den Gedanken, dass ich vielleicht einfach zu wenig Kapazitäten für ein Studium habe und jetzt an meine Grenzen stoße. Das kann ich aber nicht einfach so akzeptieren, ohne nach einer Lösung für das Problem zu suchen.
Welcher Arzt könnte sich zuständig fühlen ?
Ich denke nicht, dass ich es sich um psychische Probleme handelt (diese entstehen erst durch das eigentliche Problem…)
Was könnte mit mir los sein ?
Danke für eure Antworten.