In Bereichen der Wundballistik wurde oft davon gesprochen, dass Menschen, wenn sie von Projektilen aus Schusswaffen mit hinreichend grossen Geschwindigkeiten getroffen werden, auch bei Streifschüssen durch den sogenannten „Gewebeschock“ binnen Sekundenbruchteilen versterben.
Dies hörte ich beim Militär, von Waffensammlern und dergleichen, nur konnte ich dies weder durch Fachbücher verifizieren noch widerlegen.
Nun zur Frage: Gibt es den Tod durch Gewebeschock bei Streifschussverletzungen, beziehungsweise wie funktioniert er?
Ich bin mir absolut sicher vor ca. 2 Wochen schonmal zu dem Theme gelesen zu haben, dass es sich um eine sog. „Urban Legend“ also im Endeffekt ein modernes Märchen handelt. Hab auch schon bei snopes.com nachgeschlagen aber dort leider nichts gefunden.
Kennt vielleicht noch jemand eine gute Referenzseite in der Richtung?
mfg
Simon
guggst du hier…
hallo,
schau mal hier:
http://www.zeit.de/2002/09/200209_stimmts_gewebesc_xml
ist übrigens allgemein eine genial seit :o)
Hallo,
die Sache mit dem Tod durch Gewebeschock bei Streifschüssen ist ja schon erklärt worden: gibt es nicht.
Was es aber gibt ist die sogenannte Fettembolie:
„Blockierung einer Blutader durch Fettpfropfen, die bei schweren Knochenbrüchen aus dem Fettmark in den Blutkreislauf gelangt sind. Sie kann - je nach dem Ort der Embolie - zu schweren Störungen, auch zu Lungenembolie und zum Tod führen (Lungenfettembolie).“
So könnte also z.B. ein schwerer Treffer in den Oberschenkel, bei dem der Knochen durchschlagen wird, zum Tode führen obwohl die Verletzung selbst nicht tödlich ist.
Gruß,
Myriam