körperliche Folgen der Sucht

Ich brauche dringend Information zum Thema: körperliche Folgen der Sucht (alles von Alkohol und Tabak über Hasch und Kokain).
Ich spreche von zB. Raucherbein, Ausfallen der Zähne/Haare, seltsame Hautfarbe etc.

Ja, jetzt denkt ihr sicher alle: Die hat ein Drogenproblem!
Falsch! Ich brauche diese Informationen DRINGEND für meinen Konfa-unterricht, also BITTE helft mir, sofern ihr etwas wisst.

Danke schon mal im Vorraus
Amy

Hi,

so ganz spontan fällt mir der Pschyrembel ein. Ein Medizinisches Wörtbuch mit zahlreichen bunten Fotos, von Folgen eines Drogenkonsums wie zB. Alkohol, Nikotin u.a.

Aber für Laien verständliche und aussagekräftige Beschreibungen findest Du da eher nicht.Aber vielleicht hilft ja das und noch weitere Werke?

Maja

hallo amy,
selbst, wenn du drogenabhängig wärst, das sollte in der heutigen gesellschaft nicht mehr als stigma gelten. es kann jeden treffen-unter bestimmten vorraussetzungen.
wenn es um die rein körperlichen folgen geht, möchte ich hier die mir bekannten gerne weitergeben. Tabak ist ein Nachtschattengewächs, somit extrem gefährlich. Da rauchen zu gefäßverengungen führen kann, kommt es zum besagten Raucherbein, auf die gleiche Weise kann es zum Herzinfarkt führen, da die Blutzufuhr beeinträchtigt wird. Auch Kehlkopfkrebs und
Lungenkrebs können die folgen sein.(entschuldige meine kleinschreibweise, tick von mir) das hautbild verändert sich durch tabakgenuss insoweit, dass die haut großporig wird (orangenhaut) Schlaganfallrisiko ist erhöht, vor allem bei Migränikern oder frauen, die hormone nehmen müssen, eben durch die verengung der blutgefässe. in der schwangerschaft kann rauchen zu früh-und mangelgeburten führen.
Hasch kann zu stoffwechselstörungen im gehirn führen, ebenso wirkt es sich auf das erbgut des menschen unter umständen nachteilig aus. alkohol führt im schlimmsten stadium zum sog. „Korsakow-Syndrom“ das endstadium so mancher alkoholkranker zeigt sich dadurch, das die betroffenen nicht mehr wissen, wer sie sind, wo sie sich befinden etc. sie müssen klinisch betreut werden.delirium tremens, auch eine besonders schlimme auswirkung bei akuter vergiftung oder langzeitmissbrauch von alkohol,ist ein mit starkem zittern und schüttelfrost einhergehendes symptom, das auch bei entzug auftreten kann. es ist von sehr schweren halluzinationen begleitet und hält über tage an. es gibt auch menschen, die dies nicht überlebt haben. ansonsten ein spätfolgeschaden ist leberzirrhose. die leber, die für die fettlöslichen stoffe im körper zuständig ist, ist ebenso zum abbau von giftstoffen wichtig. und:sie regeneriert sich nicht oder nur mit schweren chemotherapien. bei der zirrhose kollabiert die leber-magendurchbrüche können eine folgeerscheinung sein. um es mal auf den punkt zu bringen, der körper verfault innerlich. sonstige leberentzündungen können auch auftreten. die haut und die augen verfärben sich gelblich. kokain hinterlässt nachweisbar schlicht löcher im gehirn, ebenso wie ecstasy. ansonsten kann es, wenn man es intravenös spritzt und dumm genug ist, fremde nadeln zu benutzen, aids oder hepatitis c-auch eine sehr schwere, chronische lebererkrankung nach sich ziehen.
ansonsten verursacht kokain „nur“ psychische schäden, paranoia, durchgangssyndrome, letzteres ähnelt dem korsakow-syndrom, nur dass es mit der zeit wieder verschwindet. ach ja und psychosen.
zahnschäden sind häufiger bei opiat- abhängigen anzutreffen, also heroin und seine ersatzstoffe. ich hoffe, ich konnte dir einige tips geben, aber du hast noch viel zu tun ich wünsche dir dabei viel erfolg. ich selbst arbeite mit drogenabhängigen. wenn du noch fragen haben solltest, stehe ich dir zur verfügung.
gruß, christin.

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