Hallo Peter!
Zur aktuellen Vergabepraxis der ZVS zur Zeit kann ich leider nichts sagen, früher war es so, daß man Wünsche angeben konnte. Heute soll ja der Einfluß der ZVS reduziert werden, wenn das Ding nicht ganz aufgelöst wird und die Unis wollen ihre Bewerber wieder vermehrt selbst aussuchen.
Was ich eigentlich sagen will ist: laßt Euch nicht verrückt machen durch irgendwelche Unirankings, den Ruf einer Uni oder sonstigen Schmarr’n!
Die Rankings schwanken immer, je nachdem, wer wann befragt wird. „Eliteunis“ und solche, die es sein wollen, ziehen unter Umständen Überflieger an, die hochzufrieden sind, während die „Durchschnittsstudenten“ überfordert sind und mit Lernen kaum mehr hinterherkommen.
Als ich studiert habe, konnte man Tausende verdienen, wenn man seinen Studienplatz gegen einen in Ostdeutschland getauscht hat. Heute weiß man, daß dort die Betreuung und das Klima oftmals besser sind als hier, während viele Unis nur vom Ruf ihrer Klinik leben und sich um ihre Studenten herzlich wenig kümmern.
Es wird viel geschrieben aber meiner Erfahrung nach kommt es immer darauf an, was man selber aus der Situation macht und hinterher mitnimmt. Das Medizinstudium ermöglicht Einblicke, die man sonst nicht machen kann, allen bekannten Problemen mit dem Beruf Arzt zum Trotz.
Mal abgesehen von der unter Umständen netten Erfahrung eines Studiums abseits des eigenen Wohnortes: wenn Deine Tochter in der Nähe bleiben will, warum also nicht.
(In den 90er Jahren war die Uni Düsseldorf übrigens in der Studentenzufriedenheit mal auf Platz 1
) )
Gruß & viel Erfolg für die Tochter
Peter