Hallo,
kann mir mal bitte jemand auf die Sprünge helfen?
Ich bin 42 Jahre und wollte zur Verhütung die Hormonspirale benutzen. Um zu sehen, welchen Einfluß diese Hormone auf mich haben, hat meine Ärtzin mir eine Micropille mit Gestagen verschrieben.
Was bewirkt Gestagen genau im Körper?
Ich habe nämlich den Eindruck, dass ohne Eisprung mein Lustempfinden erheblich nachläßt, halte es aber auch für möglich, dass das jetzt kopfgesteuert ist.
Der Zyklus der Frau wird im Wesentlich durch zwei Hormone gesteuert: Östrogen und Gestagen.
In verschiedenen Medikamenten sind oft verschiedene Gestagene, weil nämlich jede Frau anders reagiert (nicht jedes synthetische Gen scheint dem eigenen nahe zu kommen). Bei mir traten starke Brustverhärtungen oder Hautprobleme auf, obwohl die Präparate genau in diesen Punkten sehr verträglich sein sollten. Genauso kann durch das Medikament die Libido beeinflußt werden.
Nach 3-6 Monaten Testen sollte mit dem Arzt das Ganze noch mal besprochen werden. Ein anderes Präparat könnte für Dich besser geeignet sein.
Quintessenz: Im Gegensatz zu Östrogen, das den Eisprung verhindert, beeinflusst Gestagen, zum Beispiel Levonorgestrel, nur die Beschaffenheit Deines Cervixschleims und wirkt einem Wachstum des Endometriums (Schleimhaut der Gebärmutter) entgegen. Außerdem stellt die Hormonspirale rein physisch eine Barriere da. Für Spermien ist es also ungleich schwerer, nach oben zur Eizelle zu gelangen. Lustlosigkeit ist meines Wissens keine weithin bekannte Nebenwirkung, aber das dürfte Dir wenig helfen, wenn Du es so empfindest.
Hallo,
Gestagene haben einer mehr oder minder stark ausgeprägte androgene Wirkung und Androgene oder hier besser androgen wirkende Hormone bei (Mann und) Frau zentralen Einfluß auf den Libido. Das künstliche Gestagen in der Pille hemmt das wichtigste natürliche Gestagen der Frau - das Progesteron. Naheliegend wäre es die androgene Wirkung von Progesteron mit dem des „Pillen-Gestagens“ zu vergleichen und entweder auf eins mit prinzipiell stärkerer androgener Wirkung oder eins, dessen androgene Wirkung dem des Progesterons mehr ähnelt, auszuweichen.