Hallo Lutz!
Dann schau auch bitte bei
http://listen.to/hiv rein, dann staunst
du vielleicht auch ueber die
Aids-Kritiker.
Tja, diese Seite erscheint auf den ersten Blick in der Tat sehr seriös, aber sie ist es nicht. Ich hatte z.B. in der Newsgroup de.sci.medizin.misc Dr. Matthias Zwing und Kollegen, die diese Seite ins Deutsche übersetzt haben, mehrfach darauf hingewiesen (z.B. in meinem Posting „Re: Fragen zur HIV-AIDS Diskussion“ vom 10.03.1999), daß sie Studien zitieren, in denen nachweislich Wissenschaftsbetrug begangen wurde (z.B. die Fischl-Studie, die zur Zulassung von AZT führte oder die Ascher-Studie). Dennoch wurden diese Studien nicht von der Seite entfernt, obwohl Matthias immer gerne betont, wie sehr ihm an der Wahrheitsfindung und Objektivität gelegen ist.
Einige der angeführten Studien haben ein derart schlechtes Studiendesign, daß das Studienergebnis wertlos ist (z.B. loss to follow up > 30 %, fehlende Kontrollstudien etc.) und Referenzen,
die genau das Gegenteil von dem belegen, was auf der o.g. Website behauptet wird, werden schlicht totgeschwiegen. Auch eine sehr „selektive“ Interpretation mancher Studien ist ersichtlich, wenn man die vollständigen Studien kennt (Z.B. bei der größten AZT-Studie, die je gemacht wurde, der Concorde-Studie, die das Gegenteil von dem beweist, was auf der Website behauptet wird [25 % mehr Todesfälle in der Gruppe, die mehr AZT bekam !]).
Obwohl zahlreiche Studien zur Toxizität von AZT erschienen sind und bereits 1988 die erste unabhängige AZT-Studie zu fatalen Ergebnissen führte, bringen Matthias Zwing & Co. noch immer Zitate, die die Gefährlichkeit und Toxizität von AZT als kaum relevant darstellen und behaupten, AZT könne kein AIDS verursachen, obwohl mittlerwiele selbst der Hersteller zugegeben hat, daß Nebenwirkungen von AZT von Symptomen einer „HIV“-Infektion teilweise nicht zu unterscheiden sind.
Interessant ist auch, daß auf listen.to/hiv zwar eigentlich gegen Duesberg argumentiert wird, aber in Sachen „HIV“-Existenz durchaus zu einem Artikel von Duesberg gegriffen wird, der jedoch ausführlichst widerlegt wurde (von Dr. Eleopulos-Papadopulos und Kollegen), aber natürlich diese Widerlegung auf der Website wiederum nicht aufgeführt wird = selektive Darstellung.
Was soll man von dieser Webseite also halten ?
Am besten beide Seiten anschauen und dann
entscheiden.
Völlig richtig. Wenn man medizinisch ein bißchen versiert ist, empfehle ich aber auf jeden Fall, sich Studien auch mal im Volltext zu besorgen und dann nochmal mit dem zu vergleichen, was als Ergbenis der Studie als Abstract zitiert wurde. Gerade im Bereich „HIV“/AIDS erlebt man da des öfteren einige Überraschungen.
Gruß
Michael