Zu kleine Schilddrüse

Hallo,
der Arzt hat bei meiner Tochter (18 J.) bei einer Untersuchung eine zu kleine Schilddrüse diagnostiziert ohne weitere Erklärungen abzugeben. Welche Auswirkung hat dies auf Stoffwechsel, Lebensqualtät …? Für jegliche Antwort bin ich dankbar.

Viele Grüße
Peter

Hallo,
der Arzt hat bei meiner Tochter (18 J.) bei einer Untersuchung
eine zu kleine Schilddrüse diagnostiziert ohne weitere
Erklärungen abzugeben.

Ist denn von einer „Schilddrüsenunterfunktion“ die Rede?
Ich sag mal vorsichtig, solange die ‚kleine‘ SD normal arbeitet besteht kein Grund zur Sorge. Eine Unterfunktion lässt sich eigentlich wohl erkennen: Über zwei Drittel der Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion klagen über Leistungsminderung, Schwäche, Lethargie, Antriebsmangel, Müdigkeit, Kältegefühl und Frieren, Gedächtnisminderung, Verstopfung, verminderte Schweißneigung.

Mehr Klarheit verschafft ein Blutbild. Wurde bei der Untersuchung doch wohl gemacht, denke ich. Die Werte der Hormone: T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin) (werden z.T. von der Schilddrüse hergestellt und bewirken eine allgemeine Steigerung des Stoffwechsels) sollten im Normbereich liegen.
Liegen sie unter Norm liegt wohl eine Unterfunktion vor.

Welche Auswirkung hat dies auf

Stoffwechsel, Lebensqualtät …?

Solange Deine Tochter nicht klagt und euch nichts auffält, und die Blutwerte in Ordnung sind, liegt keine Erkrankung vor.

Tipp: 1 x jährlich Blutbildkontrolle.
UND WAS BESONDERS WICHTIG IST, auf Jodzufuhr achten. Die Schilddrüse braucht JOD um die genannten Hormone herzustellen.

Meine Angaben erheben natürlich nicht den Anspruch auf absolute Richtigkeit. Sie sind einfach Erfahrungen, da meine Frau eine leichte Überfunktion (vergrößerte SD hat).

Schau dir mal den Netdoktor an und stöber dort mal, da gibts auch die Normwerte der T3/T4 Blutwerte:

http://www.netdoktor.at/wegweiser/dictionary/suche/i…

Gruß

Felix

Ebenfalls Hallo,

der Arzt hat bei meiner Tochter (18 J.) bei einer Untersuchung
eine zu kleine Schilddrüse diagnostiziert ohne weitere
Erklärungen abzugeben. Welche Auswirkung hat dies auf
Stoffwechsel, Lebensqualtät …?

im Prinzip keinerlei.
Vorsichtshalber solltet ihr noch zu einem Endokrinologen gehen, der die SD-Werte und auch die Funktionalität der Hypophyse überprüft.
Ist dabei alles in Ordnung und hat sie keine weiteren Symptome, dann ist damit alles klar.
Einmal im Jahr überprüfen lassen, wie unten empfohlen ist auch eine gute Idee.

Sie sollte sich abwechslungsreich und gut ernähren und dabei darauf achten auch immer wieder jodhaltige Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Sie sollte jetzt nicht übertrieben und große Mengen Jod essen, das ist kontraproduktiv.

Solltet ihr nach allen Abklärungen noch beunruhigt sein und etwas machen wollen, dann könntet ihr zu einem klinisch denkenden klassischen Homöopathen gehen, der noch einmal ganzheitlich auf sie draufgucken kann und eventuell die SD noch zum Wachsen anregen kann. Im Prinzip ist das aber bei ausreichender Hormonversorgung nicht nötig. Es gibt immer viel mehr Funktionsgewebe im Körper, als im Notfall nötig.

Hoffe euch beruhigt zu haben - Nachfragen gerne hier oder per mail
Gruß
Kerstin

Hallo,

vielen Dank für Eure informativen Antworten. Die Erkennung der zu kleinen Schilddrüse beruhte auf dem Zufall, als sie mit (verrenkungsbedingten) Halsschmerzen den Arzt aufsuchte. Da ein paar von Euch aufgezählten Anzeichen einer SD-Unterfunktion in Frage kommen (z.B. Frieren und Frösteln auch im Sommer), habt Ihr uns sehr geholfen, die Sache demnächst untersuchen zu lassenm, denn die Werte von T3 und T4 sind noch unbekannt. Mit der gesunden, jodsalzhaltigen Ernährung ist der erste Ansatzpunkt.

Viele Grüße
Peter