leider leider werden wir in Pharmakologie nicht so gut ausgebildet, wie ich es mir wünschen würde. Und Fortbildungen sind zwar was schönes, aber reichen auch nicht für alles.
Ich bräuchte eine Einschätzung hinsichtlich der beiden genannten Medikamente. Vorweg: bei der Einschätzung geht es nicht darum dem Patienten zu sagen: Setz ab! Sondern höchsten darum: Geh mal zu deinem Arzt und klär dessen Meinung unter dem und dem Aspekt.
Aber es ist immer gut selber zu wissen und sich nicht auf *den* Arzt verlassen zu müssen.
Der Patient hatte vor 11 Jahren ein Magengeschwür und nimmt seitdem Omeprazol. Der Magen ist seitdem o.B.
Meine Fragen:
Kann das sein, daß sein Magen auch ohne Omeprazol o.B. wäre weil er Leben, Ernährung und verschiedenes andere geändert hat?
Sollte er absetzen wollen - im Rahmen der Behandlung und unter Kontrolle des Arztes - muß das ausgeschlichen werden, oder kann man einfach absetzten.
Der Patient nimmt seit 8 Jahren Uridukt, wg. Blasenentleerungsstörungen, nicht weil seine Prostata hyperplasiert ist. Er hat den Eindruck, das es nichts ändert. Mal entleert er seine Blase gut, meist ist es genau wie vorher.
Müßte - so er will - das ausgeschlichen werden oder kann man das einfach absetzten. Ich weiß, daß es eingeschlichen werden muß. Aber den Rest habe ich nicht rausgefunden.
Das sind nur Teilaspekte eines längeren Falls.
Ich danke euch - schon mal vorweg - für die Mühe
Gruß
Kerstin
zu omeprazol kann ich nur sagen, dass ich lange unter sodbrennen (auch aufgrund hiatushernie) gelitten habe und u.a. deshalb ernährung und lebensweise umgestellt habe. das sodbrennen wurde damit erheblich besser, aber magenbeschwerden generell nicht so… (reizmagen) ich handhabe es nunmehr so, dass ich, wenn immer übelkeitsattacken kommen, omeprazol nehme und damit sehr gut fahre… warum will dein patient absetzen???
gruss
karin
Hallo Karin,
er nimmt seit 10 Jahren jeden Tag eine Tablette. Das nervt ihn. Er hat den Verdacht, das er die gar nicht mehr braucht. Ich werde ihm vielleicht einfach vorschlagen mit seinem Arzt zu sprechen, ob er es nicht so machen kann wie du.
Ist das mit nem Arzt abgesprochen?
Gruß
Kerstin
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hi, die omeprazol-therapie zur säureblockung wird bei patienten ohne komplikationen (!) zur erzielung der beschwerdefreiheit eingesetzt, d.h. das mittel kann bei bedarf genommen werden, so wie man wünscht. gegen einen test, erstmal alle 2 tage eine omeprazol zu nehmen, spricht nichts. omeprazol wirkt 36 std. man kann auch nur bei beschwerden eine nehmen. den arzt hinzuzuziehen, dagegen sprich auch nichts!
Der Internist (Gastroenterologe und Hepatologe), der einen Freund von mir wegen Erosive Reflux Disease mit Omeprazol behandelt, hat folgendes Behandlungsschema:
Max. 1 Jahr 1 Tabl. täglich
im darauffolgenden Halbjahr halbe Dosierung 1 Tabl. täglich
Dann jeden zweiten Tag,
dann 2 x die Woche
dann bei Bedarf.
Immer unter Kontrolle, ob die Beschwerden und wann die Beschwerden wieder auftauchen und dementsprechendes Anpassen der Dosierung.
Es ist nämlich tatsächlich so, dass eine lebenslange ununterbrochene Einnahme nicht in allen Fällen notwendig ist. Man kann bzw. soll es also durchaus probieren, abzusetzen.