Bitte um Hilfe!

Hallo Liebe Spezialisten,

kann mir das Bitte jemand übersetzen.
Wie lang ist die Lebenserwartung?

Ausgedehnter Hirnsubstanzdefekt rechts mediookzipital (versorgungsgebiet der Arteria cevebri posterior).

Am ehesten einer postichämichen Malazie entsprechend.

Erweiterte äußere Liquorräume fronto-pariental bei ebenfals erweiterten infratentoriellen, cisernalen Räumen.

Globale, externe Hirnatrophie.

Links okzipital im cortisco-subcortikalen bereich ebenfalls gliöse Narbenbildung fokal Nachweisbar.

Kleinste Hyperintensität (DD alte Ischämien) im Kortex der rechts hemisphäralen Kleinhirnrinde.

Kein Hinweis auf raumforderung der Kleinhirnbrückenwinkel beidseits.
Verhalten in der dorsalen links septierten Keilbeinhöhle.

Kein Hinweis auf intracranielle Raumforderung oder eine Mittellinienverlagerung.
Hypopysenregion unauffällig.

Vielen Dank

Gruß

S.

Hallo ! Für die Übersetzung ist es schon ein wenig wichtig zu wissen, ob Du für Dich (37 bis 38) Jahre oder deinen Vater oder Grossvater die Aussagen brauchst.

Knapp zusammengefasst. Es besteht ein Zustand nach einem durch eine Durchblutungssstörung einer Hirnarterie (für den hinteren Versorgungsbereich des Gehirns) bedingtem „Schlaganfall“ (wahrscheinlich mit Sehstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen aber weniger Bewegungsstörungen. Durch diesen Infarkt im Gehirn ist mehr oder weniger unwiderbringlich ein Teil des Gehirns abgestorben (erweicht = Malazie), was aber kein Drama ist. Daneben zeigten sich Zeichen einer (altersgemässen) Verminderung der Hirnsubstanz (das trifft uns alle mal früher und mal später). Zusammengefasst : Bis auf den Infarkt, ist alles soweit o.K. und man kann damit steinalt werden. Allerdings sollte man das Rauchen einstellen und darauf achten, welche Risikofaktoren für Gefässerkrankungen es noch gibt…

Ausgedehnter Hirnsubstanzdefekt rechts mediookzipital
(versorgungsgebiet der Arteria cevebri posterior).

= grosser abgestorbener Bereich im Bereich des hinteren und mittleren Abschnitts des Gehirns einseitig im Versorgungsgebiet eines Blutgefässes

Am ehesten einer postichämichen Malazie entsprechend.

= wahrscheinlich zu wenig Blut dahin gekommen und Gehirnbereich abgestorben bzw. „erweicht“

Erweiterte äußere Liquorräume fronto-pariental bei ebenfals
erweiterten infratentoriellen, cisernalen Räumen.

= Als Zeichen eines allgemeinen Hirnabbaus sind grössere Hohlräume des Gehirns, die Nervenwasser enthalten (normal!) erweitert. Dies bezieht sich auch auf einen Bereich unter dem Kleinhirn, wo auch dieses Nervenwasser = Liquor fliesst.

Globale, externe Hirnatrophie.

= allgemein ist ein Hirnabbau sichtbar

Links okzipital im cortisco-subcortikalen bereich ebenfalls
gliöse Narbenbildung fokal Nachweisbar.

= es gibt im Hinterkopfbereich deutliche Narben (die aber nicht schlimm sind), möglicherweise nach einem früheren Infekt oder Durchblutungsstörungen

Kleinste Hyperintensität (DD alte Ischämien) im Kortex der
rechts hemisphäralen Kleinhirnrinde.

= unbedeutende Verädnerung im Kleinhirnbereich

Kein hinweis auf raumforderung der Kleinhirnbrückenwinkel
beidseits.

= Kein Tumor sichtbar

Verhalten in der dorsalen links septierten Keilbeinhöhle.

Soweit vielleicht…

Gute Reha und Erholung, keine Sorge ist wirklich kein schlimmer Befund !

Hallo Martin,

vielen, vielen Dank für Deine schnelle und für unsere Familie erleichternde Antwort.

Leider handelt es sich um den Befund meiner 58 jährigen Mutter.
Warum bitte, sagte uns der behandelnde Arzt, wir sollen meiner Mutter nichts von der Hirnatrophie sagen, weil sonst Depressionen aufreten
würden und alles schlimmer werden könnte.

Im Grunde genommen weiss meine Mutter jetzt nur, dass Sie vergesslich und hin und wieder orientierungslos ist, das dass Hirn weiter abstirbt, sollen wir ihr nicht sagen.

Gruß

S.

Hallo S.,

bei meiner Mutter wurde mit ca. 56 Jahren eine fronto-temporale Hirnatrophie diagnostiziert - ohne vorangegangenen Schlaganfall o.ä. Es begann mit Sprachstörungen im linken Bereich, da der rechte Bereich des Gehirns betroffen war und steigerte sich über mehrere Jahre (ist jetzt 62) mit Konzentrationsstörungen, Bewegungsstörungen zu einem Pflegefall Stufe 3.

Falls du mehr wissen willst, kannst du mich gerne anmailen.

Liebe Grüße

Karin

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