atopisches Ekzem
Hallo,
Das ist es was ich auf die Schnelle darüber gefunden habe, vielleicht ist ja was dabei?
Wie wird Neurodermitis behandelt?
Zunächst muss man den Juckreiz behandeln, da Ihr Kind die Haut immer wieder aufkratzt und damit eine erfolgreiche Behandlung nahezu unmöglich macht. Kühle Umschläge tragen dazu bei, den Juckreiz zu lindern.
Bei trockenen, verhornten Hautstellen gehört es zur Basistherapie, gegen den Juckreiz fettende Salben, gegebenenfalls mit Zusatz von Harnstoff, sowie Ölbäder anzuwenden. Nässende Stellen lassen sich beispielsweise mit feuchten, kühlenden Umschlägen behandeln. Auf aktuell stark entzündete Hautstellen darf keine Fettcreme aufgetragen werden, da sich die Bakterien darunter besonders wohl fühlen. Besprechen Sie die Therapie dieser Hautstellen mit Ihrem Arzt.
Bei entzündeten Hautstellen werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Antihistaminika lindern den Juckreiz, der oft nachts besonders groß ist.
Besonders bei Babys und Kleinkindern helfen Baumwollhandschuhe, das nächtliche Kratzen zu verhindern. Wichtig ist auch, möglichst viele „Staubfänger“ und Allergie auslösende Stoffe (Allergene) aus der Umgebung des Kindes bzw. aus der Wohnung zu entfernen, also: keine Tiere in der Wohnung, keine Teppiche, Schutzbezug über der Matratze, Kuscheltiere regelmäßig waschen, regelmäßig Staub wischen.
Lassen sich in einem Allergietest Allergie auslösende Stoffe als Ursache bestimmen, führen einige Ärzte eine so genannte Hyposensibilisierung durch. Meistens wird diese Methode bei Stoffen angewandt, mit denen Kinder zwangsläufig in Kontakt kommen, z. B. Hausstaubmilben oder Pollen . Der Arzt injiziert dem Neurodermitiker winzige Mengen dieser Stoffe unter die Haut. Die Behandlung regt die Produktion eigener Abwehrkörper an, die im günstigen Fall bei einer allergischen Reaktion einen Schutz bilden können. Die Behandlung ist allerdings etwas schmerzhaft und sehr zeitaufwendig, da sie kontinuierlich über einen längeren Zeitraum und unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden muss.
Medikamente bei Neurodermitis und ihre Wirkung
Antihistaminika: Antihistaminika sind Medikamente, die den Juckreiz lindern. Müdigkeit ist eine häufige Begleiterscheinung dieser Medikamente. Deshalb sollten Antihistaminika in erster Linie abends eingenommen werden.
Cortison: Cortison ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Es wird als entzündungshemmendes Mittel eingesetzt. Cortisone lindern die Schmerzen und führen zu einer deutlichen Besserung, dürfen aber nur in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt und über begrenzte Zeiträume gegeben werden. Cortisoncremes werden regelmäßig dünn auf die Haut aufgetragen. Bei längerer Anwendung sollte die Behandlung „ausschleichend“ beendet werden, d. h. die Dosierung sollte nach und nach verringert werden.
Tacrolimus, Pinimecrolimus: Entzündungshemmende Substanzen der neueren Generation, als Cremes erhältlich zur lokalen Applikation. Wirken deutlich nebenwirkungsärmer als Kortison, dürfen auch über längere Zeiträume aufgetragen werden und sind jetzt auch schon für Kleinkinder zugelassen. Fragen sie Ihren Arzt danach.
Antibiotika: Manche Kinder kratzen sich so extrem, dass offene Hautstellen entstehen, in die Bakterien eindringen. Die bakteriellen Infektionen können in einzelnen Fällen so schwer sein, dass eine antibiotische Therapie in Form von Cremes oder sogar Tabetten oder Saft notwendig wird, damit keine Folgekrankheiten auftreten. Das Antibiotikum verhindert, dass sich die Bakterien vermehren und tötet sie.
Wie kann man Neurodermitis vorbeugen?
Sie sollten Ihr Kind möglichst lange stillen, damit es erst spät mit Fremdstoffen in Kontakt kommt. Manche Firmen bieten bei möglicher Veranlagung vorbeugend „hypoallergene Fertignahrung“ als Alternative zum Stillen an. Ein Erfolgsversprechen gibt es aber leider nicht.
Welche Selbsthilfemaßnahmen gibt es bei Neurodermitis?
Folgende Maßnahmen lindern die Beschwerden oder unterstützen die Therapie:
Vermeiden Sie raue Kleidungsstücke (z. B. Wolle) oder Synthetikstoffe; Baumwollstoffe eignen sich am besten.
Parfümierte Badezusätze oder Pflegecremes reizen die Haut unnötig.
Pflegen Sie die Haut nach dem Baden mit rückfettenden Cremes. In der Apotheke erhalten Sie Cremes, die unparfümiert und geruchsneutral sind und die sich beispielsweise als Basis für Mixturen eignen.
Empfehlenswert ist ein Aufenthalt in einem so genannten hypoallergenen Klima, das für die Haut günstig ist, z. B. an der Nordsee oder im Hochgebirge auf mindestens 2000 Metern. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, ob sie die Kosten für solche Kuraufenthalte übernimmt.
Hinweis: Die Informationen dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von NetDoktor.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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