Akupunktur- es hilft, aber wie?

hallo leute,

heute las ich folgenden artikel über die aktuelle akupunkturstudie in deutschland.

http://www.spiegel.de/spiegel/inhalt/0,1518,324872,0…

sie wirkt also, aber anders, als ursprünglich angenommen.
welche konsequenzen hat das denn nun?
behandlung auf krankenschein?
kann dann jeder als akupunkturtherapeut arbeiten?

strubbel
A:open_mouth:)

Hallo!

Nur mit der Ruhe.
Wenn solche Zeitschriften wie der Spiegel über Studien, etc. berichten dann ist immer grösste Vorsicht geboten.
Die lesen nämlich i.R. nie die Originaltexte sondern verlassen sich auf Aussagen die bei genauerem hinschauen nicht haltbar sind.

Man kann so einen Bericht als Anhaltspunkt nehmen um sich dann die Informationen selbst zu besorgen.
Wieso hat der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in seiner letzten Überprüfung der Akupunktur über 1000 Studien (!) ausgewertet und dabei keinen Effekt gefunden? Daraufhin wurde Akupunktur ja auch abgelehnt.

Ich glaube dass die Rohdaten dieser Untersuchung eine andere Sprache sprechen - also mal abwarten. Vorläufig ändert sich also nichts (und wird auch so schnell nicht passieren).

Tschüss

Matthias

Wenn ich die Studie bzw. Pressmitteilung im Spiegel richtig verstanden habe, kam
doch heraus, dass Akupunktur bei chronischen Schmerzen NICHT wirkt. Ebensowenig
wie die Scheinbehandlung an irgendwelchen Punkten in einer nicht wirksamen Tiefe
als Kontrolle.

Allerdings war diese Behandlung „wirksamer“ als die Standardbehandlung der
Orthopäden. Was kein besonders gutes Licht auf die Orthopäden und ihre
Verschreibungspraxis bei Rückschmerzen wirft. Aus meiner Sicht aber auch nicht
wirklich überraschend, wenn man sich eher mit ganzheitlichen Modellen von
chronsichen Schmerzen beschäftigt. Da wird ein Antiphlogistikum bzw. die
Verordnung von ein paar Massagen eben auch nur ein Suggestionseffekt sein.

Eben dieser wird auch für die Akupunktur jetzt postuliert. Man kann vielleicht
nur sagen : Die Akupunktur-Anbieter erzeugen einen grösseren Glauben an ihre
Behandlung als die Orthopäden. Beide bieten als Überzeugung, die vielleicht auch
Selbstheilungskräfte beim Patienten auslöst (schliesslich zahlt er ja auch und
das Pieksen ist ja auch nicht so angenehm, man geht regelmässig zum Therapeuten
und hat Kontakte…). Na ja, ich denke nicht, dass die Krankenkassen in Zukunft
diesen Hokuspokus zahlen.

P.S. Das schliesst nicht aus, dass Akupunktur wirken könnte. Nur hat dies eben
diese Studie nicht gezeigt.

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