ich bin kurzsichtig (L 6,25 R 8,5) mit einem linksseitigen Astigmatismus von 0,75. Nun möchte ich auf Kontaktlinsen umsteigen und habe erstmal formstabile Linsen zur Probe drin, die den Astigmatismus nicht berücksichtigen.
Mal abgesehen davon, daß man sich bei harten Linsen bezüglich des (durchaus physischen) Tragegefühls erstmal eingewöhnen muß: Ich sehe zwar scharf, bilde mir aber ein, irgendwie verzerrt zu sehen, als befände sich zwischen mir und der Welt eine dünne Wasserschicht (schwer zu beschreiben). Kann das daran liegen, daß der Astigmatismus in der linken Linse nicht berücksichtigt ist? Ab welchem Wert wirkt sich Astigmatismus auf das Sehen aus und w i e wirkt er sich auf das Sehen aus? Kann mir dazu jemand was sagen?
alle deine Fragen kann ich nicht beantwortetn, aber definitiv bewirkt ein nicht oder falsch korrigierter Astigmatismus, daß man die Welt schif/verzerrt sieht. Das Gehirn gewöhnt sich nach mehr oder weniger langer Zeit (Tage bis Monate) daran und lernt, die Verzerrungen rechnerisch auszugleichen.
Also Kind hat sich bei mir ein Astigmatismus entwickelt, der irgendwann mit einer Brille korrigiert wurde. Ich habe fast einen Tag nicht ohne fremde Hilfe laufen können, ohne gegen Wände und Laternen zu laufen.
Interessant und für mich auch noch nicht ganz einsichtig ist, daß ich die Wellt nur unscharf, _nicht_ aber (so) verzerrt sehe, wenn ich jetzt die Brille wieder abnehme.
Wenn ich es richtig im Kopf habe, korrigiert eine harte Kontaktlinse einen Astigmatismus automatisch, da sie mit ihrer regelmäßig geformten Oberfläche und dem dahinterliegenden Flüssigkeitsfilm die Unregelmäßigkeit der Hornhaut ausgleicht. Das merkwürdige Gefühl, wie von Jochen beschrieben, kennt jeder mit Astigmatismus, der eine neue Sehhilfe bekommt. Ich denke auch, daß es sich mit Gewöhnung an die neue Korrektur wieder von selbst erledigt… werde das nochmal nachlesen und Nachbericht erstatten.
danke für Deine Antwort, sie bestätigt im wesentlichen meine bisherige Erfahrung. Werde die Möglichkeit, den Astigmatismus in die Linse einzuarbeiten, beim nächsten Optikertermin ansprechen - allein schon deshalb, weil ich jetzt noch nicht sagen kann, wie umfassend die Linsen die Brille ersetzen werden (im Zweifel natürlich völlig umfassend *g*) und ich mich jedenfalls möglichst wenig mit Irritationen herumschlagen möchte, wenn ich „mal wieder“ die Brille aufsetze.
Besten Gruß,
Tizian
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
danke für Deine Antwort! Das mit der automatischen Korrektur des Astigmatismus hat ja Jo auch schon angesprochen. Hm, gut, kommt mir in meinem Fall trotzdem recht heftig vor, mir vergeht z.B. nach einer Seite Lektüre gänzlich die Lust am Lesen. Nur gut, daß ich kein Autofahrer bin *g* ;o) .
Mal sehen, was der Optiker beim nächsten Termin sagt. Über das Feedback von Dir und Jo bin ich jedenfalls schonmal froh.
Beste Grüße,
Tizian
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ein Astigmatismus von nur 0.75 dpt sollte sich nicht gravierend auswirken. Die normale Schwankungsbreite liegt beim Sehen überhaupt bei +/- 0.5 bis 0.75 dpt. Es wird eher wie bereits gesagt ein Gewöhnungsprozess sein.