Hallo Sebastian,
In Bezug auf die Therapie in der Tat, hinsichtlich der
Selbstverantwortung nein. Wenn Du erste einen Arzt fragst und
dann nicht tust, was er empfiehlt sondern ohne weitere
Rücksprache selber handelst kannst Du es auch gleich bleiben
lassen.
Finde ich nicht. Wenn Du ein Haus baust, lässt Du Dich auch
von einem Architekten beraten, entscheiden tust Du aber selber
was wie ausgeführt wird.
Tja, und trotzdem kontrolliert die Bauaufsicht, ob das was Du Dir ausgedacht hast auch zulässig ist. Egal, was Du vom Architekten hältst!
Das ist ein Unterschied.
Selbstverantwortung heisst nicht, dass man keine Hilfe
annehmen soll
Ja, aber Hilfe anforden und dann doch undiskutiert selber
handeln ist meiner Meinung schlecht
Warum? Ich kann mir doch bei einem Arzt eine Diagnose
einholen, diese mit meinen eigenen Kenntnissen vergleichen und
dann selbst eine Entscheidung über die Behandlungsmethode
treffen. Eben Selbstverantwortlich.
Na, da sind wir wohl grundsätzlich verschiedener Meinung. Wenn ich die Diagnose einholen muß meine ich, Rat holen zu müssen, weil ich mich bei dem Krankheitsbild nicht genügend auskenne. Wieso dann selber über die Therapie entscheiden?!
Dann lieber einen Arzt finden, der meinen Vorstellungen der Behandlung näher kommt und diese überwacht!
Wenn einem Arzt ein Kunstfehler
passiert, übernimmt er die Verantwortung ja auch nicht!
?! Was sind das bitte für Informationen? Ein Arzt ist für
Kunstfehler natürlich haftbar. Zwar wird ihm nicht
persönlich das Bein amputiert, was er vergeigt hat und zahlen
muß die Haftpflichtversicherung, aber verantwortlich ist der
Arrzt mit allen straf- zivil- und berufsrechtlichen
Konsequenzen!
Ich bin noch nie einem Arzt begegnet, oder von einem gehört,
der freiwillig einen Kunstfehler zugegeben hätte.
Ich schon eher.
Mit der
Beweisführung ists schwierig bis unmöglich, weil die Aerzte
sich untereinander in der Regel schützen.
Naja, soo extrem ists ja nun auch nicht
Welche Krähe hackt
der Anderen schon ein Auge aus? Die Beweisführung liegt beim
Geschädigten, was einen hohen finanziellen Aufwand erfordert.
Wie überall in unserem Rechtssystem
Der Ausgang eines Gerichtsentscheides ist nicht Voraussehbar,
Wie überall in unserem Rechtssystem
weil verschiedene Interessen touchiert werden.
welche, wie funktioniert der Einfluß?
Was wiederum
ins Spektrum des Allmachtsanspruches reicht.
Von wem? Diese Ecke versteh ich einfach nicht!
Im übrigen hat
ein
Geschädigter kaum Lust und Kraft eine Verhandlung
anzustrengen.
Hmm, das ist sicherlich verständlich, aber ist es wirklich ein Argument, die Behandlung unter eigener Regie durchzuführen?!
Übrigens: auch mit Quellwasser kann man gefährlichen Unfug
treiben!
Wie meinst Du das genau?
Wenn Du auf Zusätze wie Fluor usw. ansprichst, kann ich nur
ein weiteres unrühmliches Kapitel bestätigen.
Meinte ich nicht, auch wenn ich von Fluor und Co kein Freund bin… Ich wollte eigentlich nur sagen, daß ich Antibiotika nicht für so gefährlich halte, daß jeder Tag, den man kürzer behandelt immer ein Gewinn ist. Keine Frage, mit Antibiotika wird gerne geklotzt, aber über drei Tage ländere Einnahme zu diskutieren finde ich, wenn keine hinreichenden Unverträglichkeiten auftauchen grenzwertig panisch.
Ich glaubte uns einig, daß das Problem an Antibiotika garnicht ein akutes ist sondern vielmehr der dauernden Anwendung bei jedem Schnupfen.
Antibiotika im Abwasser ist Heutzutage ein ernsthaftes
Problem. Zugegeben, die Viehwirtschaft trägt am meisten dazu
bei. Aber
die menschlichen Ausscheidungen sind auch nicht ohne!
Hmm, wegen der Medikamente hätt ich persönlich da keine Bedenken, abgesehen vieleicht bei den Abwässern einer nuklearmedizinischen Station… 
Doch möchte ich hier einen weiteren Aspekt zufügen:
Was passiert allgemein mit eingenommenen Medikamenten?
Abgelaufene oder nicht eingenommene Medis werden als
Sondermüll behandelt. Eingenommene Wirkstoffe werden
grösstenteils wieder ausgeschieden. Frag mal Gewässerexperten
oder Fischer nach ihrer Meinung, was hier die Auswirkungen
sind.
Da habe ich zugegebenermassen keine Daten zu. Aber viele
Medikamente werden vom Körper abgebaut und nicht einfach
unverändert ausgeschieden. Außerdem dürften diese Mengen
wirklich minimal sein und keine wirklichen Auswirungen haben.
Problematischer ist hier sicher das, was in der
Landwirtschaft/Tierhaltung in diesem Punkt gemacht wird
Einen gravierenden Einfluss auf z.B. Fische, sind weibliche
Hormone,(Antibaby-Pille) die in so grosser Menge in den
Gewässern sind, dass männliche Fische eine
Geschlechtsumwandlung vollziehen und weiblich werden. Auch
Männer haben zunehmend mehr
weibliche Hormone als Früher…
Nun ja, aber auch das kommt allenfalls zum geringsten Teil aus Medikamenten. Problematisch sind organische Verbindungen (die berühmten Schiffsanstriche…), die den Eisbärinnen Penisse bescheren
Was verstehst Du unter >allgemeine"Mein Bekannter ist müde und bekommt deshalb ein
Medikament X. Ist das sinnvoll?"
Warum nicht? Jeder kann sich informieren wo und wie er will.
Diskussionen und Auseinandersetzungen führen doch
schlussendlich
zu einer persönlichen Meinung.
Letztlich kann jeder seine Meinung herbekommen wo er will, aber in so einem Forum meine ich ist es mutig, Vorschläge nur von Personen zu übernehmen, die ich kaum kenne und über deren Qualifikation ich wenig weiß.
Und pauschale Tips zu geben wie „Dein Sohn braucht die Antibiotika nicht“ ohne die Verletzung je gesehen zu haben finde ich nicht richtig und auch gefährlich. Vielleicht ist dem ja tatsächlich so, aber auch ein guter Arzt zückt nicht gleich den Rezeptblock (oder sieht davon ab), sondern fragt nach und untersucht. Oder?!
Uebrigens halte ich Dich für einen guten Gesprächspartner.
Danke der Ehre 
Sebastian