Tumormarker

von Jo…Hallo,

von dem Begriff habe ich noch nie etwas gehört und kann mir
auch nichts darunter vorstellen.

War zwar keine Frage, gibt aber trotzdem 'ne Antwort:

Tumoren sind Zellen, die mehr oder weniger schnell wachsen und sich unkontrolliert teilen. Normalerweise steht Zellwachstum und -teilung unter einer ganz strengen Kontrolle und es gibt mehrere Sicherheitsbarrieren, fallst die Kontrolle mal nicht funktioniert.

********hgm

Hallo Jochen,

füer mich ist ein Tumor zuerst einmal nichts anderes als eine Schwellung, Anschwellung definiert als klassisches Entzündungszeichen.

In Bezug auf die Frage des Tumormarkers dann aber doch eher die Bezeichung einer Geschwulst, eines Gewächs.
Sicher haben Tumore Zellen, jedoch im Sinne eines Gewäches eine NEUBILDUNG einer Geschwulst.

Somit ist eben NICHT jeder TUMOR auch gleichzusetzen mit dem Begriff KREBS!

Sind wir uns darin einig?

Nun zum Begriff Tumormarker:
Stoffe deren Auftreten oder Konzentration in Körperfluessigkeiten oder Blut Hinweise auf das Vorhandensein und/oder die Aktitität eines Tumors (wachsen einer Geschwulst) geben kann.
Tumormarker können eine Rolle bei der Früherkennung von Krebserkrankungen spielen (z.B.prostatspezifischen Antigenen bei Prostatakarzinom) i.d.R.liegt ihre Verlaufskontrolle während und nach der Therapie.

Bist du mit dieser Erklärung auch einverstanden?

Gruss
hgm

NS: Entschuldigung, aber so ganz habe ich noch nicht begriffen wie das funktioniert direkt auf einen Artikel hier zu schreiben oder zu antworten. ich versuchs einmal

Hallo hgm,

Wenn du den Artikel liest, auf den du antworten möchtest, ist an der rechten Fensterseite neben dem Text eine Leiste mit „Buttons“, einer davon heißt „Antwortartikel schreiben“. Einfach da daruf klicken und schreiben. Dann erscheint dein Artikel als Antwort _innerhalb_ des zugehörigen „Threads“. Wenn du - wie hier wohl geschehen - „Neuer Artikel“ anklickst, eröffnest du einen neuen Thread.

Die Antwort hattest du ja schon bekommen, aber da jetzt auch die Frage im Forum steht, will ich die Antwort auch dazupinnen:

„Tumor“ im weiteren Sinne ist tatsächlich jedwede Form der „Raumforderung“, also alles, was irgendwie Platz beansprucht. Im engeren Sinne - und das ist der übliche Gebrauch des Begriffes - bezeichnet er eine Neubildung (Neoplasie) von Gewebe, und zwar als Folge einer Fehlregulation von Zellwachstums- und -teilungsprozessen. Solche Gewebewucherungen können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein, wobei „bösartige“ Wucherungen auf Nachbarorgane übergreifen können, eine Blutversorgung in der Wucherung aquiriert werden kann und die (Tumor-)Zellen motil werden, also auch Metastasen bilden können. Diese maligne Form von Tumoren wird als Krebs bezeichnet.

Also: Wir sind uns im Groben und Ganzen schon einig. Es ist halt einfach so, daß _in der Regel_ der Begriff „Tumor“ für maligne Neoplasien verwendet wird, und zwar nicht nur von Laien, sondern auch von den meisten Mediziniern (die ich kenne).

Einen benignen Tumor braucht man nicht mit großem Aufwand zu suchen - man kann einfach warten, bis er so groß ist, daß er physisch ertastbar wird und/oder stört. Dann schneidet man ihn eben raus und fertig. Bei malignen Tumoren sieht das anders aus. Wenn die so groß sind, daß sie ertastbar werden, haben sich schon zu viele Tumorzellen im Körper verteilt und die Gefahr von Metastasen ist groß usw usw. Daher braucht man sowieso nur Marker, die einem sagen, daß irgendwo im Körper einige Zellen wachsen, deren Wachstumskontrolle gestört ist und deren Motilität nicht supprimiert wird und die in der Lage sind/sein werden, Organgrenzen zu überwinden und evtl. angiogenetische Stoffe absondern usw.

Deine Definition ist gut, ich würde sie aber auf histologische Befunde erweitern (also nicht nur in Körperflüssigkeiten/Blut, sondern generell, auch in Gewebeproben/schnitten/homogenaten). Natürlich sucht man bevorzugt in Körperflüssigkeiten, da sich diese sehr leicht gewinnen lassen. Gerade aber zB. Operationsbegleitend ist eine Diagnose am (excisionierten) Gewebe ganz wichtig.

Beste Grüße,

Jochen