Vollnarkose in der ambulanten Praxis zur Gastro?

Hallo,

mir steht demnächst wieder eine Magenspiegelung evtl. zusammen mit einer Darmspiegelung ins Haus *lecker* :frowning:(((((((((

Dass ich da wieder völlig abdrehe (siehe mein Zahnarztposting weiter unten), dürfte euch klar sein :wink:

Ich hab auch schon etliche hinter mir. Früher, vor einigen Jahren, als auch meine Panik noch nicht so doll war, hat mir zu den Spiegelungen gereicht, wenn der Internist in seiner Praxis das „Schlafmittel“ DORMICUM gespritzt hat. Da war ich subjektiv völlig weg, hab nichts gemerkt und der Arzt konnte auch problemlos seine Spiegelung machen.

Vor 2 Jahren war die letzte - aber die war, gelinde gesagt, eine Katastrophe.
Der Internist hat in seiner Praxis das „versucht“, also DORMICUM gespritzt, damit ich „weg“ bin - war ich auch.
Und als ich wieder „aufgewacht“ bin und selig, dass alles rum war, hat er mir gesagt, ich hätte ihm „die halbe Praxis zerlegt“, so hätte ich rumgetobt vor Angst und er wäre keine 10 cm mit dem Schlauch reingekommen.

„Super“ :frowning:(
Und ich dachte, alles wäre rum …

Dann hat er mich ins Krankenhaus überwiesen und dort im Krankenhaus wurde Magen und Darm gespiegelt, allerdings mit einer - angeblich - neuartigen Narkose, einer Kurznarkose mit PROPOFOL (oder so ähnlich).
Auf die hab ich geschlafen wie ein Baby.
Ich bin aufgewacht „wie neu geboren“ … keine SChmerzen, nix gemerkt, alles konnte super gespiegelt werden, kein Rumtoben.

Tja, und dieses Jahr muss wieder gespiegelt werden (hab eine chronisch entzündl. Darmerkrankung -> Morbus Crohn).

Diesmal will mein lieber Internist das aber wieder selbst machen, in seiner ambulanten Praxis. Mitten in der Stadt drin, Krankenhaus schon einige Ecken weg davon.

Ich hab ihm schon gesagt, bitte, wenn er eine neue Praxiseinrichtung braucht - „gerne“ …
Er meinte, das kriegen wir schon hin und er würde mir DORMICUM und PROPOFOL, also diese Kurznarkose verpassen.

Und das in einer ambulanten Praxis ohne Anästhesist?

Er meinte, ja, das wäre kein Problem und auch „juristisch in Ordnung“.
Haha, wenn ich erstmal „hopps“ gegangen und „blöde im Kopf“ geworden bin, was hab ich dann noch von Juristerei?

Muss man da nicht beatmet werden?
Muss das nicht ein „Fachmann“ (Anästhesist) überwachen?

Da kann doch nicht einfach ein Internist mir nichts, dir nichts, eine Narkose verpassen und drauflos spiegeln - ohne dass jemand „auf mich aufpasst“???

Was ist, wenn was passiert?
Bis vom nächsten Krankenhaus ein Notarzt da ist, das dauert …

Ich hab ihn schon gefragt, dass mir ein Krankenhaus bzgl. der Narkose „sympathischer“ wäre … aber er wiegelt nur ab, das macht nichts, das kriegen wir schon hin.

Einerseits würde ich ihm gerne vertrauen, weil ich ihn schon lange kenne und er eigentlich sehr gut und kompetent als Arzt ist. Außerdem sind noch drei weitere Internisten in der Praxis, falls er es „alleine“ nicht „hinkriegen“ sollte …

Aber kann das sein: Vollnarkose in einer ambulanten Praxis?
Ohne Anästhesisten, die das überwachen?
Wie soll das gehen? Ohne Beatmung?
Da kann doch sonstwas passieren …

Chris

Hallo,

also ich verstehe eines nicht, wenn er mit dir doch schon so eine erfahrung gemacht hat, warum tut er sich das denn an, er tut dir und ihm selbst ja nichts gutes dabei.

ich hatte das auch ambulant, aber zum glück ging das ohne probleme bei mir. deine angst muss doch auch einen tieferen hintergrund haben, sollte das nicht auch geklärt werden. also ich würde mir keine vollnarkose in einer „normalen“ praxis geben lassen. s.

ja klar wiegelt er ab, was glaubst du, was er dafür in rechnung stellen kann… NEIN, ich würde mir das neverever ambulant machen lassen… alleine schon der vorschlag doppelt gemoppelt also mit schlafmittel UND narkosemittel (oder hab ich da was falsch verstanden) lässt mich aufhorchen…

setz dich durch, es ist dein körper und dein leben und geh ins krankenhaus, wenn es dir denn in der praxis unter normalen bedingungen echt nicht möglich ist.
ich hatte auch ne gastro und hatte gar nix… weder schlafmittel noch sonstwas, nicht mal ne valium… bissi vereisungspray in den rachen und rein das ding, aber das ist wohl nicht so dein spiel???

also, in dem fall, auf nummer sicher gehen und in der klinik machen lassen, du hast nur ein leben
gruss
karin

DU BIST HERRSCHER ÜBER DEINEN KÖRPER!
WENN DU NICHT WILLST, DANN MUSST DU DAS NICHT IN DER PRAXIS MACHEN LASSEN!

Wenn Dir beim Krankenhaus wohler ist, dann sags Deinem Arzt, oder gehe zu einem Anderen.

Hallo,

an sich spricht nichts dagegen, eine Rauschnarkose ohne Beatmung in der Arztpraxis zu machen. Dazu sollte die Praxis aber entsprechend ausgestattet sein. Zumindest Überwachungsmonitoring für Atmung und Kreislauf sollten gegeben sein.
Disoprivan (Propofol) ist schonend, aber nicht sooo ganz unproblematisch. An sich wird dieses Medikament von einem Anästhesisten eingesetzt werden, gerade in Kombination mit einer Magenspiegelung, da dort Reize auf kreislaufrelevante Rezeptoren ausgeübt werden.
Bei Komplikationen wird sich eine Vollnarkose samt Intubationsbeatmung nicht immer vermeiden lassen. Und dazu sollte schon ein Narkosearzt greifbar sein.
Grundsätzlich geht diese Untersuchung auch problemlos ambulant im Krankenhaus, und wenn Du Dich da sicherer fühlst, hat allein diese Tatsache schon Einfluß auf die Narkose.

Liebe Grüße

Hallo,

janaja, es soll auch Internisten geben, bei denen jemand schon eine Sedierung überlebt hat. Daß jemand auf Dormicum eine Praxis zerlegt hat, ist mir zwar etwas unverständlich, aber es soll ja nix geben, was es nicht gibt.
Propofol ist an und für sich ein sehr sicheres Hypnotikum (Schlafmittel) mit einer sehr kurzen Halbwertszeit, bei dem die Gefahr einer Überdosierung eher niedrig ist, wenn man es bedienen kann. Aber das sollte man dann schon öfters machen. Internisten und Niedergelassene nehmen aber idR eher Dormicum , der Kosten wegen (ist auch ein Hypnotikum und, ja es wird auch von „richtigen“ Anästhesisten liebend gerne Dormicum als Basis und Propofol obendrauf genommen).

Trotzdem, rein gefühlsmäßitg würde ich auch lieber in ein KH gehen, die machen das auch gut.

Schöne Grüße & viel Vergnügen,

Chris