Und nochwas:
Lachgas als neue Partydroge von Teenagern gibt der Polizei zunehmend Anlass zur Sorge. Wie die Bezirksregierung Niederbayern am Freitag in Landshut mitteilte, werden in Diskotheken immer mehr Luftballons mit Lachgasfüllung verkauft. Jugendliche inhalierten den Stoff, um sich in einen Rausch zu versetzen. Dabei drohten aber Herzrhythmus-Störungen und bei Überdosierung langfristige Schäden an Organen und Gehirn, warnte die Regierung.
Das baden-württembergische Sozialministerium hat am Freitag vor Lachgas-Luftballons in Diskotheken gewarnt. Die Ballons würden zur Zeit häufig in den Tanztempeln angeboten. Das wegen seiner berauschenden Wirkung von Diskobesuchern inhalierte Gas könne insbesondere in Verbindung mit Alkohol oder anderen Drogen die Atmung erheblich gefährden. Dem kurzen, intensiven Rausch, unter dem die Konzentrationsfähigkeit und das intellektuelle Vermögen auf ein Minimum reduziert sei, folgten als Nebenwirkungen häufig Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit, teilte das Stuttgarter Sozialministerium weiter mit. Eine zu hohe Dosis an Lachgas erhöhe im Blut die Konzentration an Kohlendioxid, während gleichzeitig die Konzentration an Sauerstoff abnehme.
Ich weiß nicht, ob es mein Vorgänger schon hatte, aber …
http://www.netcologne.de/vorbeugung/polachgas.htm
Zusammensetzung: Die Flasche enthält den Wirkstoff:
Distickstoffoxid (DAB 10) min. 99,0 % (V/V).
Anwendungsgebiete: Medizinisches Lachgas N2O (nachfolgend „Lachgas N2O“ genannt) wird zusammen mit Sauerstoff bei der allgemeinen Anästhesie verwendet. Es kann bei kleineren Operationen und diagnostischen Eingriffen nur mit Sauerstoff allein oder auch in Kombination mit Barbituraten, Analgetika, Muskelrelaxantien und anderen Inhalationsanästhetika eingesetzt werden. Es kann als Gemisch mit Sauerstoff zu allen Narkosen, zur Schmerzbekämpfung in der unmittelbaren postoperativen Phase, der Geburtshilfe und der Zahnheilkunde benutzt werden.
Gegenanzeigen: Mögliche Gegenanzeigen sollten bereits vor Narkosebeginn bedacht und im Zweifelsfall auf eine andere Narkoseart ausgewichen werden. Bei allen Erkrankungen des kardiopulmonalen Systems ist damit zu rechnen, daß trotz 50-prozentiger O2-Beigabe im Inspirationsgemisch eine Hypoxie auftreten kann. Dies trifft besonders zu bei allen schweren Schockformen mit hochgradigen Veränderungen der Ventilations-/Perfusionsgradienten, Herzfehlern und Lungenoperationen sowie bei Aspirationen. Lachgas N20 darf bei Vorliegen solcher Komplikationen nur unter kurzfristiger Blutgaskontrolle angewendet werden. Lachgas N2O hat eine gering kardiodepressive Wirkung, die bei Zeichen schwerster Herzinsuffizienz bedacht werden sollte. Im ersten Schwangerschaftsdrittel sollte Lachgas N2O nur bei strenger Indikation angewendet werden.
Nebenwirkungen: Fast alle klinischen Nebenwirkungen von Lachgas N2O beruhen auf dessen physikochemischen Eigenschaften, insbesondere der unterschiedlichen Löslichkeit von Lachgas N2O und Stickstoff im Blut. Wenn ein Lachgas-Sauerstoff-Narkosegemisch eingeatmet wird, so diffundiert Lachgas N2O solange von der Alveole ins Blut, in die Gewebe und die lufthaltigen Hohlräume des Körpers, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat. Gleichzeitig entweicht Stickstoff. Der Ostwaldsche Blut-Gas-Löslichkeitskoeffizient von Lachgas N2O ist mit 0,468 jedoch wesentlich größer als der von Stickstoff mit 0,013, d.h. es wird mehr Lachgas N2O aufgenommen als Stickstoff abgegeben. Dadurch tritt entsprechend mehr Lachgas N2O in einen lufthaltigen Hohlraum über, so daß es bei dehnbaren Wänden zu einer starken Volumenzunahme (z. B. Illeus, Pneumothorax und Luftembolie) und bei starren Grenzflächen zu starken Druckanstiegen (z.B. Pneumenzephalographie, Mittelohr und Nasennebenhöhlen) kommen kann. Durch die Diffusion von Lachgas N2O in Gummi dringt bei der Intubationsnarkose Lachgas N2O in die Blockermanschette des Tubus und führt zu einer starken Volumenzunahme, wodurch der Atemweg gegebenenfalls verlegt werden kann. Ebenso kann es aufgrund der gleichen Gesetzmäßigkeit bei Narkoseende zu einer Verdünnung der alveolären Sauerstoffkonzentration kommen, wenn bei plötzlicher Unterbrechung der Lachgaszufuhr nur Raumluft (78 % N2) eingeatmet wird. Der daraus resultierende Abfall des arteriellen Sauerstoffdruckes wird Diffusionshypoxie genannt. Er kann klinisch relevante Ausmaße annehmen bei beeinträchtigter Spontanatmung und Störungen des Ventilations-Perfusions-Verhältnisses. Werden Lachgas N2O-Sauerstoffgemische über mehrere Tage eingeatmet, so kann es zu einer Depression des Knochenmarks mit Leuko- und Thrombopenie kommen, die jedoch unter Luftatmung nach Absetzen des Lachgases voll reversibel ist.
Wechselwirkung mit anderen Mitteln: Als starkes Analgetikum, jedoch schwaches Narkotikum verstärkt Lachgas N2O die zentral dampfende Wirkung anderer Pharmaka (z.B. Psychopharmaka Barbiturate und andere Anästhetika)
Dosierungsanleitung: Je nach angewendeten halboffenen, halbgeschlossenen oder geschlossenen Narkosesystem muß eine dem Atemminutenvolumen und der Patientensituation angepaßte Dosierung erfolgen. Jedoch darf ein Mindestgehalt von 21% Sauerstoff im Inspirationsgemisch zur Vermeidung einer Hypoxie nicht unterschritten werden Bei Patienten mit Atemfunktionsstörungen und krankhaft veränderten Ventilations-Perfusions-Diffusionsverhältnissen (z.B. Emphysem, Schocklunge, Lungenödem und obstruktiven Atemwegserkrankungen) muß grundsätzlich der Sauerstoffanteil im Narkosegasgemisch erhöht werden um einer Hypoxie vorzubeugen. Lachgas N2O darf nur zusammen mit Sauerstoff als variables Gasgemisch dem Patienten verabreicht werden. Während Schwangerschaft und Geburt sollte Lachgas N2O nicht höher als 50% im Gasgemisch dosiert werden.
Art und Dauer der Anwendung: Lachgas N2O wird mit Sauerstoff und eventuell anderen Inhalationsanästhetika über geeignete Narkosegeräte dem Patienten verabreicht. Die Anwendung für Narkosezwecke unterliegt keiner zeitlichen Einschränkung. Jedoch müssen bei länger als 6 stündigem Gebrauch in subanästhetischen Dosen die zum Zwecke der Schmerzlinderung verabreicht werden, Blutbildkontrollen erfolgen. Während Schwangerschaft und Geburt sollte nur kurzfristig Lachgas N2O verabreicht werden. Nur in Bereichen mit wirksamen Absaugeeinrichtungen verwenden. Gesundheitsgefährdend für Schwangere falls wirksame Absaugeeinrichtungen fehlen.
Aufbewahrungshinweise: Lachgas N2O ist unterhalb 309K (36°C) und in zugelassenen Lieferbehältnissen, das sind der Druckbehälterverordnung entsprechende Stahlflaschen, aufzubewahren.
Hinweis: Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Lagerungshinweise: Lachgasflaschen dürfen gemäß der für sie geltenden Druckbehälterverordnung nicht in Treppenhäusern, Fluren, Durchgängen und Verbrauchsräumen zwecks Bevorratung gelagert werden; sie sind stehend zu lagern und gegen Umfallen zu sichern; sie sind gegen direkte Wärmeeinstrahlung durch Sonne oder Heizquellen zu schützen. Bei der Gasentnahme soll die Umgebungstemperatur jedoch über 273K (0°C) liegen
Chemische und physikalische Eigenschaften: Lachgas N2O ist ein reaktionsträges, stabiles Gas, das in Druckgasflaschen in flüssiger Form gespeichert wird. Es ist weder brennbar noch explosiv kann aber die Verbrennung unterhalten, da bei Temperaturen über 800 K (530°C) bzw in Gegenwart von Katalysator über 500 K (330°C) Sauerstoff freigesetzt wird. Aktivkohlen können gegebenenfalls eine Zersetzung bei darunterliegenden Temperaturen bewirken.
Mol.-Gew. 44,01
Siedepunkt 184,7K (-88,5°C)
krit. Temperatur 309,6K (36,4°C)
Dichte (Gasform) 1,98 g/l bei 1 bar 273,15K (0°C)
Dichte (Luft = 1) 1,52 bei 1 bar, 273,15K (0°C)
Ostwaldsche
Löslichkeitskoeffizienten
bei 310K (37°C) Blut/Gas 0,468
Wasser/Gas 0,435
Öl/Gas 1,4
Packungsgrößen: Stahlflaschen mit (1,5 kg 2,25 kg, 3,75 kg)
7,5 kg, 37,5 kg Lachgas N2O
http://hellgate.hs-bremen.de/~bastard/drogen/dro_n2o…
Ich hoffe, Du weißt jetzt genau, auf was Du Dich da einlässt. Ich gebe zu, dass die wissenschaftlichen Infos teilweise eher nichtssagend sind, aber die Tatsache, dass schon mehr als drei Personen an der Inhalation von Gasen gestorben sind spricht ja wohl eine klare Sprache!
Gruß!
Chris