Arbeit vor Medizinstudium

Hallo,
meine Tochter möchte im nächsten Wintersemester ein Medizinstudium in Düsseldorf beginnen. Zwischen Schulabschluß nach der Abiturprüfung und Semesterbeginn Mitte Oktober hat sie noch rund 4 Monate Zeit. Was kann sie in dieser Zeit anstellen, um sich auf das Studium vorzubereiten bzw. wo kann sie sinnvoll eine Einblick bekommen, vielleicht auch unter der Prämisse, etwas Geld zu verdienen. Ein 2-wöchiges Praktikum in einem Krankenhaus hat sie schon hinter sich. Hat jemand Vorschläge, evtl. Adressen oder ähnliches? Vielen Dank.

Viele Grüße
Peter

Hi,

also geld-verdienen sollte hier im hintergrund stehen. Außerdem wollen Krankenhäuser eher studenten haben…
Wirklich sinnvolle sachen wären ein Krankenhauspraktikum, da man für das physikum ein solches (2 monate) nachweisen muss. Die schon absolvierten zwei wochen werden hier, soweit ich weiß, nicht angerechnet (evtl. mit etwas glück). Hier kann man sich mal an das LandesPrüfungsAmt (ebenfalss in düsseldorf) wenden damit man solche praktika am ende nicht umsonst gemacht hat.
Auch muss man bis zum physikum (4.semester) einen erste-hilfe-lehrgang absolvieren.
Falls sie schon einen hat, muss man beachten, daß dieser nicht älter als 2 jahre sein darf.
Man könnte sich schonmal in ein paar fächer einlesen
z.b.:
1.-4. semester
anatomie - benninghoff (urban-fischer verlag), Frick (Thieme)
chemie - zeeck (urban-fischer)
biochemie - löffler (springer)
physiologie silbernagl taschenatlas (thieme)
biologie - buselmaier (springer)

das muss man natürlich nicht, aber gerade im 1. semester ist z.b. chemie ein angstfach für viele und wenn man bücher nur mal aus interesse anliest, ohne im lernstress zu sein, kann man schonmal ein paar grundlagenschaffen…

LG Alex:smile:

Hallo Peter,

sie soll schauen, daß sie irgendwas in einem Krankenhaus kriegt. Idealerweise (das meine ich jetzt wirklich so!) eine Sklavenarbeit, damit sie auch diese Seite der Medaile kennenlernt. Oder in einer Notaufnahme oder eine Intensistation.

Auf Bezahlung sollte sie nicht schauen, das ist in diesem Zusammenhang m.E. völlig nebensächlich.

Mir hat ein Praktikum auf einer Intensivstation (Neurochirurgie) sehr viel gebracht, auch wenn ich mehr als einmal habe schlucken müssen.

Gandalf

Definitiv: Krankenhaus-PFLEGE-Praktikum. Wie oben/unten schon erwähnt, braucht man’s für’s „Physikum“ (Jetzt: „1. Abschnitt der ärztlichen Prüfung“ eh.

ACHTUNG: man braucht (ich spreche für Hessen, glaube aber zu wissen, dass das bundesweit so ist): 3 („DREI“) Monate! Und zwar wirklich MONATE. Können auch 3x 1 Monat sein, aber nicht 3x vier Wochen !!!

Also: bsp. 1. Januar bis 31. Januar !!!

Und es muss eine PFLEGERISCHE Arbeit sein. Und unser Amt erkennt Notaufnahme und Anästhesie NICHT an. Nur „normale“ Pflegestationen, selbst eine Intensivstation wird nur nach Prüfung anerkannt!

Am besten alles nochmal - offiziell - bei den Landesprüfungsämtern hinterfragen.

-> Ich würde Deiner Tochter das Praktikum in der Zeit vor der Uni empfehlen. Zumindest schon mal ein, zwei Monate. Das hält ihr in der Studienzeit den Rücken zum Lernen frei. Und es macht nicht viel mehr oder weniger „Spaß“, wenn man schon ein wenig vorklinisches Wissen während des Studiums hat. Also: vier Monate Zeit: zwei Monate Praktikum und zwei Monate reisen. So schnell wird sie nichts mehr von der Welt sehen :smile:

Grüße,

Wonka

Hallo,

ich würde ihr empfehlen, das Pflegepraktikum abzuleisten, mittlerweile werden nämlich sogar 3 Monate gefordert.

Ob sich eine Intensivstation ohne Vorbildung wirklich empfiehlt, weiß ich nicht (Aufpassen:manche Landesprüfungsämter erkennen das sinnloserweise auch nicht an, also vorher klären oder dafür sorgen, dass es auf der Bescheinigung nicht steht :smile: Ich habe mein Praktikum zum Teil dort gemacht, bin aber Rettungsassistent und habe somit nach zwei Tagen meine eigenen Patienten gehabt…aber ich glaube ohne vorherige Ausbildung hätte ich mir die Beine in den Bauch gestanden.

Ansonsten: wenn sie nicht gerade ein Chemietalent ist, kann ich mich dem Tipp nur anschließen, da schonmal ein bißchen zu machen…das allseits begehrte Buch ist der Zeeck.

Viel Erfolg!
Oskar

Hallo,

vielen Dank für alle Antworten.

Schöne Grüße
Peter