z.Zt. sind bei uns die Ringelröteln im Umlauf (KiGa und Freundeskreis).
Nun habe ich aus meinen Büchern und dem Internet erfahren, dass es KEINEN Zusammenhang gibt zw. diesen und den „richtigen“ Röteln.
Ich habe aber schon des öfteren (auch Kinderärzte) sagen hören, dass die Ringelröteln eine abgeschwächte Form der Röteln seien. Ich hatte als Kind wohl auch „nur“ die Ringelröteln, aber zu Beginn der Schwangerschaft wurde ein ausreichender Titter gegen den Rötelnvirus diagnostiziert.
Nun meine Frage: ist das alles nur ein Volksglauben oder gibt es doch einen Zusammenhang zwischen den beiden Infektionen?
Vielen dank für Aufklärung,
schönen Tag noch
Conny
Hallo Conny,
das sind in der Tat zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen, mit unterschiedlichen Erregern und unterschiedlichen Ansatzpunkten mit zufällig ähnlichem Namen.
Der Ringelrötel-Titer wird in der Schwangerschaft normalerweise nicht genommen, weil es eine sehr hohe Durchseuchung in der Bevölkerung gibt und die meisten Leute sich gar nicht erinnern können, das mal gehabt zu haben.
Außerdem sind die Folgen von Ringelröteln in der Schwangerschaft viel seltener und auch nicht so schwerwiegend, wie bei Röteln.
Warum die Kinderärzte das nicht wissen oder nicht sagen, kann ich jetzt nicht beurteilen.
Hier: http://www.m-ww.de/krankheiten/kinderkrankheiten/rin…
Hallo Conny,
warum Ärzte Schwachsinn erzählen, läßt sich mit Sicherheit nicht pauschal beantworten.
Allerdings finde ich nicht (vom Spontanabort abgesehen), daß die Auswirkungen von Ringelröteln in der Schwangerschaft so dramatisch sind wie die von Röteln.
Sie sind seltener (nicht nur auf die Gesamtbevölkerung gesehen, sondern auch auf die Anzahl von ringeberötelten Schwangeren zu berötelten Schwangeren, so selten, daß keine genauen Zahlen bekannt sind) und sie sind (wieder von den tödlichen Verläufen abgesehen) behandelbar ohne Spätfolgen. Es kommt nicht zu Mißbildungen.
Gruß
Kerstin