Hallo, lese grade mal wieder von der Entdeckung des Südpols, zuerst Amundsen, dann Scott, wie sich Scott mit seinen Mannen zurückgeschleppt hat, wie sie die Aussichtslosigkeit ihrer Lage eingesehen haben. Zitat: Als Scott sieht, daß sie es vom Südpol nicht zurück schaffen, läßt sich jeder 10 Morphium Tabletten aushändigen, um ggf., das Ende zu beschleunigen.
Frage, hilft das, reicht das? Reicht das unter welchen Umständen? Und was passiert denn dann, wenn man die 10 Tabletten geschluckt hat?
Grundsätzlich unterdrückt das Morphium den Atemantrieb. Es hängt allerdings von der Dosis ab. Welche diese 10 Tabletten als Dosis aufbrachten, weiß ich nicht. Werden aber wahrscheinlich schon ziemliche Hämmer gewesen sein, die du heutzutage gar nicht mehr bekommst :o)
Auf jeden Fall hörst du bei ordendtlicher Dosierung einfach zu schnaufen auf. Ist glaub ich nicht so super. Du kriegst das zwar sediert, aber doch mit. Du erstickts.
Ich denke zum erwähnten Dämpfen des Atemantriebes kommt hinzu, daß der nicht daran gewöhnte ziemlich müde wird. Das heißt, man dämmert weg, sackt in den Schnee und erfriert. Im Gegensatz zu Andy glaube ich nicht, daß man vom „Erstickungsprozeß“ viel mitbekommt, man könnte sonst ja bewußt Atmen.
Auf ähnliche Weise kommen ja auch immer wieder Betrunkene schon bei rel. milden Temperaturen ums Leben, wobei hier die Wirkung des Alcs auf Temperaturregulation und Gefäßtonus noch beschleunigend wirkt.