Behandlungsverzögerung bei Herzinfarkt
Von: , Frage gestellt am Di, 28. Dez 2004
Hallo ihr alle,
ich habe da mal eine Frage, meine Freundin hatte den Samstag vor Weihnachten einen Herzinfarkt um 7 Uhr Morgens, sie beschrieb ihren Zustand so: Starke Schmerzen in der Brust, Atemnot, kann nicht aus dem Bett aufstehen, Schwindel. Das habe ich der Notärztin mitgeteilt. Die Notärztin teilte mir dann mit das ich sie in die Praxis bringen soll, dazu habe ich der Notärztin (ansässig hier im Dorf) gesagt das wir kein Auto haben und da sie nicht laufen kann ich sie nicht bringen kann. Sie meinte dann nur das ich mich nicht so anstellen sollte, ich würde das alles nur zu krass sehen. Ich und meine Freundin wußten das nicht mehr was wir tun sollten und dann haben wir aufgelegt. Um 17 bis 18 Uhr haben wir hier im Dorf eine Notsprechstunde von unserem Hausarzt (nicht die Notärztin), dort bin ich hin gegangen und habe beschreiben was hier Zuhause los ist, da meinte die Schwester sofort das der Arzt direkt nach der Sprechstunde zu uns kommt und dann schaut was los ist. Der kam dann endlich um 19 Uhr und hat meine Freundin direkt in Krankenhaus geschickt mit einem Krankenwagen, da es im zu Link war da noch irgendwelche Verzögerungen aufkommen zu lassen.
Ich frage mich nun ob diese 12 Stunden des Wartens da noch mehr Schaden am Herzen und Kreislaufsystem erzeugt haben. Falls ja dann werde ich sicher diese Notärzten anzeigen, sonst würde ich mir das überlegen da wir eben kein Auto haben ist es für uns nicht so einfach mal eben den Arzt zu wechseln. Die Notärztin gehört zur Praxisgemeinschaft unseres Hausarztes und ich bin mir nicht sicher ob es gut wäre da zu bleiben wenn man diese Person anzeigt.
Vielleicht hat ja einer Erfahrung mit Herzinfarkten von euch.
MfG
Teddys
