Auf meiner Zunge bilden sich immer wieder kleine Zonen aus,
die geroetet und grobporig sind und etwas weh tun (so als
haette man sich mit Suppe verbrannt). Nach einer Woche oder
so verschwindet eine Zone wieder und etwas spaeter entsteht
eine neue an einer anderen Stelle, wobei aber die
Zungenspitze bevorzugt befallen wird.
Unmittelbar nach dem Aufstehen morgens liegt eine duenne
weisse Schicht auf der Zunge, die ich aber fuer normal halte,
jedoch jene Zonen sind nicht von ihr bedeckt.
Ein Hautarzt, dem ich dies mal zeigte, sagte, dass es harmlos
sei; er machte auf mich aber den Eindruck keine Ahnung zu
haben.
Das kenne ich von mir selbst, nur daß ich diesen weißen Belag rund um die Uhr auf meiner Zunge habe. Ich esse gern sehr saures und festes Obst und Gemüse, und nach dem Genuß solcher Früchte, scheinen manche Flächen etwas verätzt zu werden. Dann habe ich stark gerötete Flächen an der Zunge, wo dieser weiße „Flaum“ fehlt, und es schmerzt auch ein bißchen.
Ich bin zwei Mal mit der Diagnose „Candida“ mit einer totalen Darmsanierung behandelt worden (dabei wurde auch gleich der Mundsoor mitbehandelt). Einmal von der Hautklinik, an die ich vom Gynäkologen verwiesen wurde, einmal direkt vom Gynäkologen, beide ohne überhaupt auf Candida getestet zu haben (über Proben der Mundschleimhaut und Zunge) - nur aufgrund des Mundsoors. Geholfen hat es kein bißchen.
Als ich mal einen Allgemeinmediziner darauf ansprach, sagte der, diese Candida-Behandlungen seien derzeit furchtbar modern, aber ohne Tests halte er davon gar nicht, nahm oben beschriebene Probe und schickte sie ins Labor. Ergebnis war, es wäre nur da, was auch hingehöre. Seiner Meinung nach solle ich mir da keine Sorgen mache, das wäre nichts, was unbedingt behandelt werden müsse. Ursachen konnte er mir aber auch nicht nennen. Beim nächsten Zahnarztbesuch werden den mal darauf ansprechen. Bislang hat er noch nie etwas darüber zu mir gesagt. Ich habe es für normal gehalten, bis mir andere sagten, sie kennen das nur von Menschen, die krank wären.
Vielleicht steht diese Erscheinung in Zusammenhang mit einem
zweiten Phaenomen: Auf meinen Handinnenflaechen bilden sich
hin und wieder ganz winzige braune Blaeschen, kaum zu
erkennen, die dann etwas zu jucken beginnen und sich
irgendwann aufloesen. An ihre Stelle treten Zonen, in denen
sich die oberste Hautschicht abloest, so dass meine Haut
dann wie zerfetzt ausssieht, aber wie gesagt, nur die
alleroberste Schicht (die Hornhaut nehme ich an). Nach ein
paar Tagen kehren die Haende wieder in einen normalen
Zustand zurueck, bis zum naechsten Zyklus aus :Blaeschen->Fetzen->Verheilung.
Auch diese Geschichte schien der Hautarzt zum ersten Mal in
seinem Leben zu hoeren. Er sagte sowas wie, die Haut sei
wohl etwas trocken.
Das kenne ich allerdings nicht. Ich hatte aber eine Zeit lang regelmäßig rote, juckende Bläschen an den Fingern. Der Hautarzt sagte dazu, das sei ein angegriffener Säureschutzmantel. Das wäre aber bei so jungen Mädchen, die weder Mutter noch Putzfrau seien, unüblich (die Haut hat eine ph-Wert von 5,5, übliche Seifen sind aber alkalisch und liegen weit über 7). Seitdem verwendete ich nur noch Seifen, Cremes, Duschgels für empfindliche Haut. Inzwischen weiß ich, daß ich eine Allergie gegen bestimmte Duftstoffe habe, die leider fast überall enthalten sind. Darauf wird wohl damals meine Haut reagiert haben.
Bis denne
Schnoof