ich gebe seit kurzem einem Nachbarsjungen (3.Klasse) ein wenig Nachhilfe im Lesen. Ich muss sagen seine Faehigkeiten sind ausgesprochen duerftig. Jetzt hab’ ich schon vermutet er koennte wohlmoeglich Legastheniker sein. Ich hab’ auch schonmal im Buchladen in so einem Medizinlexikon nachgeblaettert. Nach den dort beschriebenen Symptomen (Buchstaben verwechseln, Zahlen schreiben und lesen ok usw.) kommt er als Kandidat in Frage. Vielleicht kann mir aber noch jemand 'nen Tip geben wie man Legasthenie besser erkennt. Ich will ihn nochmal irgendwie testen bevor ich zu seinen Eltern gehe. Die koennten mich ja auch fuer einen Klugsch… halten, den das nicht’s anzugehen hat. Gerade weil Legasthenie wohl immer noch ein Tabuthema ist.
Vielen Dank fuer Euer Interesse.
legastheniker sind sehr intelligent und verstehen es sehr gut von ihrem problem abzulenken.meist merkt man nicht mal, daß sie darunter leiden!
die einfachste möglichkeit gerade bei einem kind ist es, ein kleines spiel zu machen in dem man alles mögliche aufschreibt von zahlen, zeichen und ziffern, die derjenige dann wiederholen muß!allerdings mach das so, daß du ihm z.B.: 5 zeichen gibst, die er in der verkehrten reihenfolge aufschreiben soll!
legastheniker sind genial im auswendiglernen, daher kommt man ihnen auch nicht so schnell auf die schliche!
wir hatten in der familie so einen fall, das flog dann nach diesem zeichenspiel auf…
Hallo Thomas,
Deine Anfrage ist super, denn wie viele Leute machen sich da überhaupt Gedanken?!
Legastehe Kinder im Schulalter kann man testen. Dazu gibt es ein Programm, das sollte aber ein/e graduierte/r Legasthenie-Trainer/in vorbehalten werden. Die Diagnostik ist umfassend, denn Legasthenie (auch Dyslexie genannt) betrifft verschiedene Teilleistungsstörungen. Dazu gehören natürlich auch die verwechselten Buchstaben, aber ebenso Rechts-Links, Oben-Unten (Raumorientierung), Rechenschwäche, Hyperaktivität, u.v.m.
Nicht alle Symptome müssen vorhanden sein, um von Legasthenie zu reden. Es gibt dazu freie und standardisierte Trainingsmethoden (z.B. AFS) und immer sollte auch die Kernfamilie in die Arbeit einbezogen werden.
Ein Link: http://www.legasthenie.com
Oder Du schaust auf unsere Seite. Dort wird einiges genauer erklärt (Hirnmodell etc.)
cu
Birgit