Zähne und totale Verunsicherung

Hi,

jetzt habe ich die Meinung von zwei Zahnärzten gehört und irgendwie erzählt mir jeder was anderes.
Der eine sagt: alle Amalgam-Füllungen raus (13 Füllungen innerhalb von 2 Wochen) und so nen Glas-Zement rein. Der hält erst mal ein paar Jahre, kostet nichts zusätzlich und ich kann mir dann in Ruhe überlegen, was ich machen will, Inlays, Kronen etc.
Sehe ich insofern Sinn darin, als wohl reichlich Sekundär-Karies vorhanden ist. Mal ganz abgesehen von dem angenehmen finanziellen Aspekt.

Der andere sagt: Amalgam nach und nach raus (mindestens 2 Wochen Wartezeit zwischen den Behandlungen), Kunststoff rein, denn der hat zwar das Problem mit der Randdichtigkeit, aber es müsse eben nur sehr wenig von der gesunden Zahnmasse weggebohrt werden, da der Kunststoff verklebt wird und nicht von sich aus halten muss wie z.B. Amalgam. Ausserdem könne man auf diesen Kunststoff gut ‚draufarbeiten‘, wenn wieder Karies auftritt oder eine Krone fällig wird. Soll also die noch vorhandene Zahnmasse schonen.

Und jetzt stehe ich da und weiss überhaupt nicht mehr, was ich tun soll. Wird denn bei dem Zement genauso gross gebohrt, wie bei Amalgam - also unten weit und oben enger, damit das Zeug nicht rausfällt? Oder ist der in der Verarbeitung so wie Kunststoff, dass die noch vorhandene Zahnsubstanz so weit also möglich erhalten bleibt?
Wenn´s Sinn macht, dann zahle ich die Mehrkosten ja ohne zu murren; mir geht´s nur darum, dass ich das beste für meine Beisser tue.

Meine Güte, ich träume schon von Zähnen und Zahnärzten und pipapo. Kann mir vielleicht irgendjemand was dazu sagen?

Danke!

Gudrun

P.S. Ja, ich habe das Posting von Heinz gelesen und bin auch schon etwas schlauer dadurch geworden. Aber leider hat es nicht alles meine Fragen beantwortet, deshalb dieses Posting, auch wenn´s in etwa um das gleiche geht.

gudrun,

vergiß was Dir jemand erzählt!
die zeit in der füllungen etfernt werden und neue angebracht werden ist nicht entscheidend! es ist vielmehr wichtiger wie du mit deinem zahnarzt zurecht kommst!.. manche „löcher“ halten länger wenn man sie nicht beachtet! beim bohren wird der zahn angegriffen und eine neue füllung kann schädlicher sein als eine karies die sich weit mehr als 10 jahre nicht an größe ändert!
am besten nimm dir den zahnarzt, den du am meisten magst und geh vorher noch zu einem dritten!

infofielfalt kann auch negativ sein, sage dir das nur, weil ich selber jahrelang zahnarzthelferin war…:smile:

LM*

Hallo Gudrun,
Ich möchte mich den sehr schönen Postings von weiter unten gerne anschließen. Deine Frage zielt aber, glaube ich, eher auf das Phänomen ab, eventuell bereits über den Speichel ausgeschwemmte Schadstoffe nach und nach auszuscheiden. Es kann auch sein, dass der Zahnarzt sich vorstellt, keine zusätzliche Quecksilber-Belastung durch gleichzeitiges Aufbohren alter Füllungen zu riskieren. Eher glaube ich aber, er will Deinen Schmerz im Zaum und Diene Kaufähigkeit erhalten, während die Prozedur läuft. Das Ausschwemmen von Quecksilber, sollte eine Reaktion vorliegen, ist diffizil, weil es zu einer gegenläufigen Reaktion des Körpers kommen kann. Daher langsam und medikamentös gestützt. Doch auch hier sind die Lehrmeinungen geteilt, Entscheidungshilfe: Hast Du bisher keine Probleme gehabt (Hautschäden, Haarausfall, Leberschäden, so sind auch beim Wechsel der Füllungen kaum Reaktionen zu erwarten.
V.