Rezept vom Hausarzt erwünscht?

Hallo!
Hausärzte gehen davon aus, daß sie am Ende eines „Patientenkontaktes“ ein Rezept ausstellen müssen, auch wenn es eigentlich nichts zu rezeptieren gibt, z.B. wenn die angepriesenen auf dem Markt verfügbaren Medis nachweislich nix nützen. Die Kunden = Patienten würden das erwarten, auch wenn´s nur den Umsatz der Herstellerfirma/Apotheke hochtreibt.
Wie seht Ihr das?

Solche pauschalen Urteile sind ziemlicher Unsinn.
Wer behauptet das denn?
Gruss
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!
Hausärzte gehen davon aus, daß sie am Ende eines
„Patientenkontaktes“ ein Rezept ausstellen müssen, auch wenn
es eigentlich nichts zu rezeptieren gibt, z.B. wenn die
angepriesenen auf dem Markt verfügbaren Medis nachweislich nix
nützen. Die Kunden = Patienten würden das erwarten, auch
wenn´s nur den Umsatz der Herstellerfirma/Apotheke hochtreibt.
Wie seht Ihr das?

Solche pauschalen Urteile sind ziemlicher Unsinn.

Ja, denke ich auch!

Wichtig ist, daß der Arzt dem Patienten erklärt, warum er etwas tut, und auch von sich aus sagt, warum er etwas nicht tut/verschreibt. Dann ist das für den Patienten in den meisten Fällen o.k.

Sebastian

Hi,

da schein ich ja richtig Glück mit meinem Hausärzten (Gemeinschaftspraxis) zu haben, denn da gehe ich des öfteren schon mal nach Hause ohne ein Rezept in der Hand zu haben.
Und trotzdem fühle ich mich umfassend beraten, und die angeordnete Behandlung ist erolgreich.
Und wenn es schon Rezept sein muß, dann erstmal pflanzliche Präparate.
Wenn das alles nichts mehr nutzt gibt’s die „härtere“ Medikation, und dann kann ich mir halt sicher sein daß es auch wirklich notwendig ist.
Fazit: Wenn die Beratung stimmt fühlt der Patient sich nicht unbehandelt, wenn er ohne Rezept die Praxis verlässt.

Gruß
tina

Hallo! Warst Du denn schon mal bei einem Arzt???
Das hört sich wieder so nach allgemeiner Arztschelte an! Ich bekomme nur ein Rezept, wenn ich eines benötige und das muß ich meinem Hausarzt direkt sagen.
Ansonsten wird er sich hüten, mir eines aufzuschwatzen. Ganz im Gegenteil. Ich benötige täglich ASS100 (Aspirin, sehr leicht), diese empfiehlt der Arzt mir, ohne Rezept zu besorgen.
Die Tabletten sind bilig zu kaufen und damit belaste ich das Budget des Arztes nicht. Denk auch mal daran!!
Wie siehst Du das denn?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!
Hausärzte gehen davon aus, daß sie am Ende eines
„Patientenkontaktes“ ein Rezept ausstellen müssen, auch wenn
es eigentlich nichts zu rezeptieren gibt,

Hallo Freunde-Eeure Meinung sei Euch belassen - aber ich habe viel mit Älteren zu tun. Die erwarten tatsächlich irgend eine- oder sogar mehrere- Tropfen/Pillen etc.Und wehe es sit ein Präparat das nur 10.- oder 20.- DM kosstet - das kann doch nichts sein!Habe aber den eindruck, daß es bei Jüngeren anders ist. Ich selbst verstehe mich mit meinem Hausarzt sehr gut. Nur wenn wir beide der Meinung sind, ich brauche eine Medizin, dann bekomme ich die.
Gruß Fritz

Hallo Fritz!
Ich glaube, ich bin „älter“, wäre aber froh, wenn ich überhaupt nicht hin müßte, zum Onkel Doktor.
Irgendwie ist diese Diskussion um Jahre zu spät. Im Moment ist es doch so, daß Ärzte ein bestimmtes Budget haben und dies nicht überschreiten dürfen. Budget heißt, sie dürfen für eine bestimmte Summe, Medizin verschreiben.
Kommen sie drüber, ist Schluß mit Schreiben oder der Arzt muß aus eigener Tasche zu bezahlen.

Gruß Werner

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Bin zwar selber kein Arzt, stamme aber aus einer Medizinerfamilie und hab einige Ärzte unter meinen Freunden/Bekannten. Der allgemeint Tenor ist wirklichder, daß Patienten, speziell die älteren oder weniger gebildeten (klingt arrogant ist aber wirklich so) nur dann zufrieden sind, wenn sie mindestens eine Pille verschrieben kriegen. Wenn das nicht passiert, wird eben der Arzt gewechselt. Solche Leute wollen keine Aufklärungsgespräche und schon gar nicht ihre Lebensweise ändern. Ne Pille hopp hopp und dann will ich bitteschön wieder gesund sein. Ob diese Sorte Patient langsam ausstirbt (was zu hoffen ist) kann ich nicht beurteilen, wohl weiß ich von zwei Freunden, die sich als Allgemeinmediziner niedergelassen haben, mit der heren Vorstellung, möglichst wenig zu verschreiben und viel zu beraten. Nach einiger Zeit sind ihnen die Patienten ausgeblieben, weil sich rumgesprochen hat, daß sie nur labern und nichts verschreiben. Erst als sie das änderten, wurden ihre Praxen wieder besser frequentiert. Ist leider so.

Gandalf

Bin zwar selber kein Arzt, stamme aber aus einer
Medizinerfamilie und hab einige Ärzte unter meinen
Freunden/Bekannten. Der allgemeint Tenor ist wirklichder, daß
Patienten, speziell die älteren oder weniger gebildeten
(klingt arrogant ist aber wirklich so) nur dann zufrieden
sind, wenn sie mindestens eine Pille verschrieben kriegen.
Wenn das nicht passiert, wird eben der Arzt gewechselt. Solche
Leute wollen keine Aufklärungsgespräche und schon gar nicht
ihre Lebensweise ändern. Ne Pille hopp hopp und dann will ich
bitteschön wieder gesund sein. Ob diese Sorte Patient langsam
ausstirbt (was zu hoffen ist) kann ich nicht beurteilen, wohl
weiß ich von zwei Freunden, die sich als Allgemeinmediziner
niedergelassen haben, mit der heren Vorstellung, möglichst
wenig zu verschreiben und viel zu beraten. Nach einiger Zeit
sind ihnen die Patienten ausgeblieben, weil sich rumgesprochen
hat, daß sie nur labern und nichts verschreiben. Erst als sie
das änderten, wurden ihre Praxen wieder besser frequentiert.
Ist leider so.

Deckt sich ziemlich genau mit dem, was das Ärzteblatt so schreibt. Da ich im Allgemeinen jüngere Patienten (und deren Eltern) erlebe ist vielleicht mein abweichender Eindruck erklärt…

Sebastian