Anästesie - Bruströntgen

Von: , Frage gestellt am Mi, 23. Feb 2005

Hallo,

es geht um die Anästesie bei Vollnarkose:

1. Welche Indikationen machen ein Bruströntgen notwendig ?
1b) Gemässigtes Rauchen (10 Zigaretten/d) stellt keine Indikation für Bruströntgen dar ?

2. Angenommen, der Patient schreibt auf den Anästesie- Fragebogen drauf, dass er keine Medikamente nimmt und keine Herzprobleme hat, ist dann defacto eine Kontraindikation für die Vollnarkose ausgeschlossen ?
2b) Nicht behandelter eher niedriger Blutdruck und leichte Durchblutungsstörungen (leicht kalte Hände etc.), aktuelle ganz leichte Erkältung (Eiter, aber kein Husten, freie Nase) stellen für Vollnarkosen ohne weitere neg. Faktoren kein Hindernis dar ?

3. Wie lange dauerte das Einleiten einer Vollnarkose gerechnet von der 'bewusstlosmachenden Spritze bis zum Beginn des Schnippelns ?

Ciao maxet.

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 3 hilfreich
    Re: Anästesie - Bruströntgen

    Hallo,

    es geht um die Anästesie bei Vollnarkose:

    1. Welche Indikationen machen ein Bruströntgen notwendig ?
    1b) Gemässigtes Rauchen (10 Zigaretten/d) stellt keine
    Indikation für Bruströntgen dar ?
    Du meinst bestimmt BrustKORBröntgen (oder Thoraxröntgen - oder doch Mammografie?)

    Tja also, da gibt es verschiedene Indikationen. Ich ordne einen Thorax an bei Patienten >75 Jahren, Heerzkreislauferkrankung, Lungenerkrankung, starken (>10 Zigaretten) & langjährigen Rauchern oder wenn ich das Gefühl habe.
    2. Angenommen, der Patient schreibt auf den Anästesie-
    Fragebogen drauf, dass er keine Medikamente nimmt und keine
    Herzprobleme hat, ist dann defacto eine Kontraindikation für
    die Vollnarkose ausgeschlossen ?
    Also heutzutage gibt es mal kaum richtige Kontraindikationen für eine Vollnarkose. Das ist alles relativ (abhängig von der Dringlichkeit der OP, Ort der OP und natürlich den Vorerkrankungen). Der Anästhesist wählt zusammen mit dem Patienten die beste Form der Schmerzausschaltung aus. 2b) Nicht behandelter eher niedriger Blutdruck und leichte
    Durchblutungsstörungen (leicht kalte Hände etc.), aktuelle
    ganz leichte Erkältung (Eiter, aber kein Husten, freie Nase)
    stellen für Vollnarkosen ohne weitere neg. Faktoren kein
    Hindernis dar ?
    Doch. Rotziger Husten erhöht die Gefahr für Beatmungskomplikationen. Auch bei einer sog. "Teil"narkose ist das so, weil niemand garantieren kann, daß sie funktioniert und nicht doch eine Vollnarkose gemacht werden muß. Notfalloperationen werden natürlich trotzdem gemacht, aber zB kein Facelift.
    3. Wie lange dauerte das Einleiten einer Vollnarkose gerechnet
    von der 'bewusstlosmachenden Spritze bis zum Beginn des
    Schnippelns ?
    Was meinst Du mit "Schnippeln"? Ciao maxet.
    Auch so.

    Chris

    • Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Anästesie - Bruströntgen

      Hallo Chris,
      es geht um die Anästesie bei Vollnarkose:

      1. Welche Indikationen machen ein Bruströntgen notwendig ?
      1b) Gemässigtes Rauchen (10 Zigaretten/d) stellt keine
      Indikation für Bruströntgen dar ?
      Du meinst bestimmt BrustKORBröntgen (oder Thoraxröntgen - oder
      doch Mammografie?)
      äh ugs. Lungenröntgen, also wohl Brustkorb Tja also, da gibt es verschiedene Indikationen. Ich ordne
      einen Thorax an bei .... oder wenn ich das Gefühl habe.
      interressant, und wie Bwegründest du dies der KK gegenüber oder verschwindet dass in der Fallpauschale (=weniger Gewinn für das KH) ? Also heutzutage gibt es mal kaum richtige Kontraindikationen
      für eine Vollnarkose. Das ist alles relativ (abhängig von der
      Dringlichkeit der OP, Ort der OP und natürlich den
      Vorerkrankungen). Der Anästhesist wählt zusammen mit dem
      Patienten die beste Form der Schmerzausschaltung aus. 2b) Nicht behandelter eher niedriger Blutdruck und leichte
      Durchblutungsstörungen (leicht kalte Hände etc.), aktuelle
      ganz leichte Erkältung (Eiter, aber kein Husten, freie Nase)
      stellen für Vollnarkosen ohne weitere neg. Faktoren kein
      Hindernis dar ?
      Doch. Rotziger Husten erhöht die Gefahr für
      Beatmungskomplikationen. Auch bei einer sog. "Teil"narkose ist
      das so, weil niemand garantieren kann, daß sie funktioniert
      und nicht doch eine Vollnarkose gemacht werden muß.
      Notfalloperationen werden natürlich trotzdem gemacht, aber zB
      kein Facelift.
      da hier kein Husten vorlag, war es also kein Versehen der Narkoseärztin, dass sie nicht vorher in den Rachen geschaut hat.

      Was könnte die Ursache sein, dass ca. 6 h nach der OP ein heisser Kopf (kein Fieber in der Körperregion) vorliegt. 3. Wie lange dauerte das Einleiten einer Vollnarkose gerechnet
      von der 'bewusstlosmachenden Spritze bis zum Beginn des
      Schnippelns ?
      Was meinst Du mit "Schnippeln"?
      der (normalerweise) schmerzbehaftete Eingriff.

      ein * und der Dank ist von mir.

      Ciao maxet.

  2. Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
    Re: Anästesie - Bruströntgen

    Hi Maxet, 1. Welche Indikationen machen ein Bruströntgen notwendig ?
    A: klinische (also aus Gespraech und koerperlicher Untersuchung) gewonnene Hinweise auf eine moegliche Erkrankung -> genauere Eingrenzung und Bestaetigung der Diagnose.

    B: Patient gehoert einer Risikogruppe fuer Erkrankungen an, fuer die man im Thoraxroentgen Indizien finden kann. (z.B. Alter > 75 Jahre, ausgepraegter Nikotinkonsum etc.) -> eine Art "Screening"

    C: Bei bekannter Kreislauf-/Atemwegserkrankung: ggf. Verlaufskontrolle 1b) Gemässigtes Rauchen (10 Zigaretten/d) stellt keine
    Indikation für Bruströntgen dar ?
    Kommt drauf an, wie lange das schon geht und wie sich die Person klinisch zeigt. 2. Angenommen, der Patient schreibt auf den Anästesie-
    Fragebogen drauf, dass er keine Medikamente nimmt und keine
    Herzprobleme hat, ist dann defacto eine Kontraindikation für
    die Vollnarkose ausgeschlossen ?
    Nein. Der Bogen dient nur als Gespraechsgrundlage. Die Narkoseaerztin wird nach dem Gespraech mit dem Patienten und weiterer Untersuchungen das tatsaechliche Risiko abschaetzen. Wie weiter unten schon gesagt, gibt es keine Kontraindikation, sondern man muss Risiko und Nutzen abwaegen. 3. Wie lange dauerte das Einleiten einer Vollnarkose gerechnet
    von der 'bewusstlosmachenden Spritze bis zum Beginn des
    Schnippelns ?
    Bei unkomplizierten Verhaeltnissen ist die Anaesthesieeinleitung nach ca. 10-20 Minuten abgeschlossen.

    Es folgen die OP-Vorbereitungen, dann der Hautschnitt. Die Dauer dieser Phase ist stark von der geplanten OP abhaengig und kann zwischen 10 Minuten und 1,5 Stunden dauern.

    Gruss, Dennis

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