Spritze für die Frau, wenn Mann Rhesus-Faktor +?!

Hallo!

Muss die Frau vor einer geplanten Schwangerschaft eine Spritze bekommen, wenn der Mann Rhesus-Faktor positiv hat und die Frau negativ?
Hat was mit Antikörpern der Frau zu tun! Wenn das Kind auch Rhesus-Faktor positiv hat, dann werden Antikörper der Frau gegen das Kind hergestellt!?

Sollte zudem die Frau gegen Röteln geimpft werden?

Bitte um Hilfe.

Vielen Dank.

Gruß

Hallo.

Hat was mit Antikörpern der Frau zu tun! Wenn das Kind auch
Rhesus-Faktor positiv hat, dann werden Antikörper der Frau
gegen das Kind hergestellt!?

Mit dem Rh-positiven Blut des Kindes wird (über die Nabelschnur) der Faktor „D“ ins Blut der Mutter eingeführt. Gegen diesen bildet das mütterliche Blut dann in der Tat Antikörper. Dies sollte sich aber erst bei einer weiteren Schwangerschaft mit Rh-positivem Kind auswirken. Der Mutter passiert bei der ganzen Geschichte nix; das Blut des Kindes jedoch kann - muss nicht! - von den dann vorhandenen Antikörpern zersetzt werden. Das erhöht das Risiko einer Fehlgeburt; kommt ein solches Kind lebend zur Welt, kann Erythroblastose (das ist die vorgenannte Zersetzung … http://www.gesundheit.de/roche/index.html?c=http://w… http://www.gesundheit.de/roche/index.html?c=http://w…) vorliegen.

Nach einer 1. Rh-inkompatiblen Schwangerschaft ist Vorbeugung möglich durch Verabfolgung von Anti-D-Gammaglobulin an die Schwangere […]

Gruß kw

Muss die Frau vor einer geplanten Schwangerschaft eine Spritze
bekommen, wenn der Mann Rhesus-Faktor positiv hat und die Frau
negativ?
Hat was mit Antikörpern der Frau zu tun! Wenn das Kind auch
Rhesus-Faktor positiv hat, dann werden Antikörper der Frau
gegen das Kind hergestellt!?

Erst bei einer zweiten Schwangerschaft, wie schon gesagt wurde,
bestünde ein Gefahr. Aber das ist heute auch schon mit Tabletten
behandelbar, AFAIK.

Sollte zudem die Frau gegen Röteln geimpft werden?

Das ist vollkommen unabhängig davon. Eigentlich sind die meisten
Frauen hier schon geimpft. Der Röteltiter wird aber bei der
Schwangerschaft kontrolliert, ggf. muss sie sich dann von
potentiellen Infizierten fern halten.

CU
Lalle

Hallo!

Muss die Frau vor einer geplanten Schwangerschaft eine Spritze
bekommen, wenn der Mann Rhesus-Faktor positiv hat und die Frau
negativ?

Nein! Keineswegs!!!

Hat was mit Antikörpern der Frau zu tun! Wenn das Kind auch
Rhesus-Faktor positiv hat, dann werden Antikörper der Frau
gegen das Kind hergestellt!?

Gefährlich bzw lebensbedrohlich ist es erst beim DRITTEN KIND!!! Und vor Der Schwangerschaft ist nichts dergleichen zu unternehmen. Kein Arzt dieser Welt wird der zukünftige Schwangere eine solche Spritze geben bzw das REzept dafür ausstellen.

Sollte zudem die Frau gegen Röteln geimpft werden?

Wenn die Schwangerschaft bereits besteht, auf gar keinen Fall. Vor der Schwangerschaft würde ich auch nicht tun. Aber am besten bespricht das mit dem Arzt.

Bitte um Hilfe.

Ich hoffe ich habe ein bißchen weiter geholfen. Wenn Du meinst ich kann Dir weiter helfen, so stellt hier die Frage und soviel ich weiß, werde ich Dir sehr gerne eine entsprechende Antwort geben.

Vielen Dank.

Gerne!

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Hallo O.U.!

Mit dem Rh-positiven Blut des Kindes wird (über die
Nabelschnur) der Faktor „D“ ins Blut der Mutter eingeführt.
Gegen diesen bildet das mütterliche Blut dann in der Tat
Antikörper.

Das in die erste Schwangerschaft. Da besteht kein Gefahr weder für Mutter noch für Kind.

Dies sollte sich aber erst bei einer weiteren
Schwangerschaft mit Rh-positivem Kind auswirken.

In die zweite Schwangerschaft ist es auch nicht weiter schlimm. Erst in der dritten Schwangerschaft bekommt die schwangere eine Spritze und somit ist das Problem gelöst.

Der Mutter
passiert bei der ganzen Geschichte nix; das Blut des Kindes
jedoch kann - muss nicht! - von den dann vorhandenen
Antikörpern zersetzt werden. Das erhöht das Risiko einer
Fehlgeburt;

Stimmt nicht. In so einen Fall, schon vor vielen Jahren, bekam das Neugeborene seine ganze Blut tranfusiert und das unmittelbar nach der Entbindung. Mittlerweile gibt es diese Spritze, mit der dieses Problem gelöst ist. Und das alles erst in der DRITTEN SCHWANGERSCHAFT!!!

Nach einer 1. Rh-inkompatiblen Schwangerschaft
ist Vorbeugung möglich durch Verabfolgung von
Anti-D-Gammaglobulin an die Schwangere […]

Genau. Das ist die Spritze von der ich rede.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena *die ein Fall kennt, wo dem 3. Kind das ganze Blut „ersetzt“ werden mußte und zwar unmittelbar nach der Geburt. Mittlerweile, seine zwei größeren Schwestern (1 Äztin; 1 Biologin) können nur darüber schmunzeln*

Hallo Helena,

Das in die erste Schwangerschaft. Da besteht kein Gefahr weder
für Mutter noch für Kind.

Soweit richtig.

Dies sollte sich aber erst bei einer weiteren
Schwangerschaft mit Rh-positivem Kind auswirken.

In die zweite Schwangerschaft ist es auch nicht weiter
schlimm.

Wer sagt so etwas?

Erst in der dritten Schwangerschaft bekommt die
schwangere eine Spritze und somit ist das Problem gelöst.

Meine Informationen sind da anders, nachzulesen u.a. auch hier:

http://www.rund-ums-baby.de/rhesus.htm

Und das alles erst
in der DRITTEN SCHWANGERSCHAFT!!!

Auch viele Ausrufezeichen machen die Aussage nicht richtiger. Ich kenne es aus meinen Schwangerschaften und auch von anderen Müttern nur so, dass nach der ersten Entbindung eine Spritze verabreicht wird. Was sollte auch die zweite Schwangerschaft sicherer als die dritte machen?

Viele Grüße,
Doro

Bei geneuem Lesen Deines Links…
Hallo Doro!

Bei genauem Lesen Deines Links, wirst du feststellen, daß wir genau dasselbe sagen.

Erst in dem dritten Schwangerschaft (wenn Überhaupt zu einer dritten kommen soll!) kann es zum Problem für das Kind werden. Nicht so in die erste oder in der zweite. Bitte lies es genauer und Du wirst es auch eststellen.

Für die Mutter ist es nie ein Problem, denn ihr Körper kommt damit klar.

Und nicht anders habe ich ja behauptet. Weder mit noch ohne Aufrufezeichen. Mit oder ohne Dein Link.

Schöne Grüße aus Nürnberg!!!
Helena

Hallo Helena,

Erst in dem dritten Schwangerschaft (wenn Überhaupt zu einer
dritten kommen soll!) kann es zum Problem für das Kind werden.
Nicht so in die erste oder in der zweite. Bitte lies es
genauer und Du wirst es auch eststellen.

Wo liest Du denn in dem Link, dass es erst in der dritten Schwangerschaft zu einem Problem kommen kann?
Ich verstehe den Text so, dass es bereits in einer zweiten Schwangerschaft ein Problem durch die Antikörper der Mutter geben kann und daher direkt nach der ersten Schwangerschaft eine Spritze gesetzt wird, damit erst gar keine eigenen Antikörper produziert werden und es in der folgenden (hier also in der zweiten) keine Probleme mit dem Blut bzw. Antikörpern gibt.

Gruß
Sandra

Bei genauem Lesen Deines Links, wirst du feststellen, daß wir
genau dasselbe sagen.

Find ich auch nicht

Erst in dem dritten Schwangerschaft (wenn Überhaupt zu einer
dritten kommen soll!)

Wieso nicht?

Für die Mutter ist es nie ein Problem, denn ihr Körper kommt
damit klar.

Was anderes wurde nie behauptet

Die Mutter bzw ihr Immunsystem bildet nach Kontakt mit Rh-pos Zellen
Antikörper und entsprechende B-Zellen aus.
Sobald es dann zu einem erneuten Kontakt kommt, legt das Immunsystem
los. Und das ist eben ggf. schon die zweite Schwangerschaft.
Wo soll die Logik liegen, das 2 Kontakte nötig sind, damit sich das
Immunsystem das merkt?

Cu
Lalle

Hallo,

Erst in dem dritten Schwangerschaft (wenn Überhaupt zu einer
dritten kommen soll!) kann es zum Problem für das Kind werden.
Nicht so in die erste oder in der zweite. Bitte lies es
genauer und Du wirst es auch eststellen.

Ich lese da u.a. folgendes:

Bei der nächsten Schwangerschaft mit einem rhesus-positiven Babykönnten diese noch immer vorhandenen Antikörper der Mutter in den Blutkreislauf des Babys gelangen, dort die rhesus-positiven Blutkörperchen angreifen und mehr oder weniger zerstören. Durch diesen Verlust roter Blutkörperchen kommt es zu einer „Blutarmut“ mit einer Verminderung des Sauerstoffgehaltes im Blut des Babys.

Ist die nächste Schwangerschat nach der ersten bei dir gleich die dritte? Die nächste Schwangerschaft nach der ersten ist bei mir die zweite Schwangerschaft. Wie du siehst habe ich sehr genau gelesen, du auch?

Gruß,
Doro

2 „Gefällt mir“

Und noch ein Link zum ganz genauen Lesen
Wie du siehst, spricht man auch hier von der zweiten Schwangerschaft (genaues Lesen vorausgesetzt):

http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/schwang…

Gruß,
Dor

Sollte zudem die Frau gegen Röteln geimpft werden?

Hi,

sich gegen Röteln impfen lassen schadet einfach nicht. Treten die in der Schwangerschaft auf, wird es - vorsichtig ausgedrückt - äußerst unangenehm. Also erscheint da vorbeugen besser als in die Röhre schaun. Ist ja auch kein großer Aufwand.

Zur anderen Frage weiß ich nichts.

Gruß
R

Gefährlich bzw lebensbedrohlich ist es erst beim DRITTEN
KIND!!! Und vor Der Schwangerschaft ist nichts dergleichen zu
unternehmen. Kein Arzt dieser Welt wird der zukünftige
Schwangere eine solche Spritze geben bzw das REzept dafür
ausstellen.

Hallo helena,

wie unten schon erwähnt wurde,ist diese Aussage schlicht falsch !
Es wurde bereits genug dazu geschrieben.Erwähnenswert in diesem Zusammenhang wäre vielleicht noch,daß von einer 2. Schwangerschaft auch nach erfolgter Fehlgeburt,Abtreibung o.ä. ausgegangen werden muß,was gelegentlich vergessen wird.Auch da sollte Gamma-globulin verabreicht werden,um Rhesusunverträglichkeiten auszuschließen.

LG Ango ( O rh-neg.,2 rh-pos. Kinder)

Hallo Helena,

die Spritze wird standardmäßig gleich nach der ersten Entbindung verabreicht (so geschah es auch damals bei mir).
Folglich kann solche Konstellation (Mutter Rh negativ - Kind Rh positiv) schon in der 2. Schwangerschaft zu Komplikationen führen.

Fröhlischen nürnberger
Maja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jerry

Muss die Frau vor einer geplanten Schwangerschaft eine Spritze
bekommen, wenn der Mann Rhesus-Faktor positiv hat und die Frau
negativ?

Nein - für die Mutter ist die Antikörperkonstellation unwichtig

Hat was mit Antikörpern der Frau zu tun! Wenn das Kind auch
Rhesus-Faktor positiv hat, dann werden Antikörper der Frau
gegen das Kind hergestellt!?

Ja -
Folge: Beim ersten Kind keine Probleme, bei jeder weiteren Schwangerschaft
kommt es zu immer stärkeren Antikörperbildung und damit zur Schädigung des Kindes.
–> Darum erfolgt innerhalb von 72 Stunden bei der von Dir genannten Antikörperkonstellation der Eltern
nach JEDER Schwangerschaft - egal ob das Kind ausgetragen wird, abgeht oder eine Abtreibung erfolgt eine Gabe von Rhesogam (Anti D)

Sollte zudem die Frau gegen Röteln geimpft werden?

Wenn eine Schwangerschaft geplant ist und die Frau sich nicht sicher ist ob sie die Röteln gehabt hat kann man beim Arzt eine Antikörperbestimmung durchführen lassen. Wenn keine Röteln Antikörper vorhanden sind empfiehlt es sich dringend die Rötelnimpfung durchzuführen.
Die Folgen einer Rötelninfektion in der Schwangerschaft sind gravierend!
http://www.9monate.de/Roeteln.html

Solche und andere Fragen sind eine gute Gelegenheit sich mit Frauenarzt/ärztin zu besprechen - da kann man gleich schauen ob man sich sich sympatisch ist oder doch besser jemand anderen sucht (:smile:)

Viele Grüße und alles Gute
Sue

Hallo Doro!
Ich verstehe es so: (Ich zittiere Dein Link, mit Klammern)

„Wenn eine erstgebärende Mutter mit rhesus-negativem Blut ein Baby erwartet, dessen Blut rhesus-positiv ist, so entstehen daraus in der Regel keine Probleme“

Damit ist die ERSTE SCHWANGERSCHAFT beendet. Also: In die erste Sch. passiert nichts.

„Während der Schwangerschaft kommt es nur selten vor, daß rhesus-positives Blut des Babys in den Blutkreislauf der Mutter gelangt ( etwa bei der Amniozentese). Bei der Geburt ist die Wahrscheinlichkeit allerdings höher. Ist es zu einer solchen „Blutübertragung“ gekommen, befindet sich im mütterlichen Blutkreislauf zunächst sowohl rhesus-negatives, als auch rhesus-positives Blut.“

Das bezieht sich IMO auf die zweite Schwangerschaft. Unmittelbar danach (d.h. bei der Entbindung) wird dann gespritzt, damit im Fall einer evtl. 3. Schw., das Kind nicht gefährdet wird. Also VORBEUGEND wird gespritzt.

Darüber hinaus muß man zwischen „Morbus Haemolyticus“ und „Rh-Dissonanz“ unterscheiden.

Dazu das Fachbuch „Frauenheilkunde und Geburtshilfe für Krankenpflegeberufe“ von Herbert K. Brehm (Grundlage aller, die sich für Gyn interessieren und sowieso für die die in der Krankenpflege tätig sind):

"Das erste Kind ist i. allg. nicht gefährdet. Ausnahmen kommen vor: z.B. (…)durch Aborte.
Die Blutgruppenunverträglichkeitmanifestiert sich i. allg. erst beim 2. oder 3. Kind. Bei homozygotem (reinerbigem) Vater (…) sind fast immer alle weitren Kinder krank, jedoch kommen ganz selten Ausnahmen vor; bei heterozygotem Vater besteht zu 50% die Chance, daß sieh ein Rh-negatives Kind entwickelt, das von den Rh- Antigenen nicht geschädigt wird.

PROPHYLAXE der SENSIBILISIERUNG. Eine Desensibilisierung, d.h. ein Unempfindlichmachen gegenüber einer bereits vorhandenen Sensibilisierung ist bis heute nicht möglich.

Durch rechtzeitige Injektion (innerhalb 48 - 72 Std post partum) eines Rh-Antikörper enthaltenden Serums (…) gelingt es, die gefährdete rh-negative Mutter vor einer Erstsensibilisierung zu schützen. Umfangreiche klinische Studien haben neuerdings gezeigt, daß die prophylaktische Gabe von 3 ml Rhesogam S in der 28. Schwangerschaftswoche die Gefahr einer Sensibilisierung während der Schwangerschaft verringert und für Mutter und Kind ungefährlich ist."

Mit diesem langen Text will ich nur zum Ausdruck geben, daß wir nicht von EINER Sache reden, sondern von zwei. Und daß die Sensibilisierung erst in die zweite Schwangerschaft auftritt, die aber nicht unbedingt unfassbaren Konsequenzen haben muß (das hängt vom Vater ab) und beim dritten Schwangerschaft (falls eine zustande kommt) erst tödliche Konsequenzen mit sich bringt. Deshalb eben die vorbeugende Spritze…

So verstehe ich das und so habe ich das auch gelernt.

Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena

Nur eine kurze Antwort…
Hi Lalle!
Nur eine kurze Antwort. Der Rest bitte ich Dich bei Doro zu lesen. Danke!!

Erst in dem dritten Schwangerschaft (wenn Überhaupt zu einer
dritten kommen soll!)

Wieso nicht?

Natürlich darf es sehr gerne zu einer dritten Schwangerschaft kommen. Nur bei der bestehenden lächerlich geringe Geburtenrate sieht es so aus, als ob eine 3. Schwangerschaft eine seeeeeeeeehr große Ausnahme ist, oder?? ;o)))

Wo soll die Logik liegen, das 2 Kontakte nötig sind, damit
sich das Immunsystem das merkt?

Nirgends.
Der Körper der Frau merkt sich das („Sensibilisierung“ nennt sich das) bei der erste Schwangerschaft. Bei der zweiten KÖNNTE (je nach Vater) Probleme beim Kind geben. Bei drittem Kind (falls es dazu kommt -siehe oben-) ist es tödlich.

Cu
Helena

Hallo Helena,

„Wenn eine erstgebärende Mutter mit rhesus-negativem Blut ein
Baby erwartet, dessen Blut rhesus-positiv ist, so entstehen
daraus in der Regel keine Probleme“

Damit ist die ERSTE SCHWANGERSCHAFT beendet. Also: In die
erste Sch. passiert nichts.

Die erste Schwangerschaft endet mit der Geburt, aber okay, soweit kann ich dir zustimmen.

„Während der Schwangerschaft kommt es nur selten vor, daß
rhesus-positives Blut des Babys in den Blutkreislauf der
Mutter gelangt ( etwa bei der Amniozentese). Bei der Geburt
ist die Wahrscheinlichkeit allerdings höher. Ist es zu einer
solchen „Blutübertragung“ gekommen, befindet sich im
mütterlichen Blutkreislauf zunächst sowohl rhesus-negatives,
als auch rhesus-positives Blut.“

Das bezieht sich IMO auf die zweite Schwangerschaft.

Warum? Es steht da nicht während der zweiten Schwangerschaft, sondern während der Schwangerschaft. Meiner Meinung nach bezieht sich das auf die erste Schwangerschaft bzw. Entbindung, warum sollte es erst bei der zweiten Schwangerschaft möglich sein, dass das Blut des Babys in den Blutkreislauf der Mutter gelangt?

Unmittelbar danach (d.h. bei der Entbindung) wird dann
gespritzt, damit im Fall einer evtl. 3. Schw., das Kind nicht
gefährdet wird. Also VORBEUGEND wird gespritzt.

Es wird vorbeugend gespritzt, und zwar nach der ersten Entbindung. Möchtest du mir sagen, dass das nicht so ist?

Darüber hinaus muß man zwischen „Morbus Haemolyticus“ und
„Rh-Dissonanz“ unterscheiden.

Ich bin kein Mediziner. Google sagt mir zwar, was Morbus Haemolyticus ist (nämlich genau das,worum es hier geht), aber leider nicht, was unter RH-Dissonanz zu verstehen ist.

"Das erste Kind ist i. allg. nicht gefährdet. Ausnahmen kommen
vor: z.B. (…)durch Aborte.
Die Blutgruppenunverträglichkeitmanifestiert sich i. allg.
erst beim 2. oder 3. Kind. Bei homozygotem (reinerbigem) Vater
(…) sind fast immer alle weitren Kinder krank, jedoch kommen
ganz selten Ausnahmen vor; bei heterozygotem Vater besteht zu
50% die Chance, daß sieh ein Rh-negatives Kind entwickelt, das
von den Rh- Antigenen nicht geschädigt wird.

Du schreibst es doch selbst. Die Blutgruppenunverträglichkeit manifestiert sich i.A. erst beim 2. oder 3. Kind. Wenn auch nur der Hauch einer Gefahr beim 2. Kind besteht, warum sollte dann jemand bis zum dritten KInd warten?

PROPHYLAXE der SENSIBILISIERUNG. Eine
Desensibilisierung, d.h. ein Unempfindlichmachen gegenüber
einer bereits vorhandenen Sensibilisierung ist bis heute
nicht möglich.

Durch rechtzeitige Injektion (innerhalb 48 - 72 Std post
partum) eines Rh-Antikörper enthaltenden Serums (…) gelingt
es, die gefährdete rh-negative Mutter vor einer
Erstsensibilisierung zu schützen. Umfangreiche klinische
Studien haben neuerdings gezeigt, daß die prophylaktische Gabe
von 3 ml Rhesogam S in der 28. Schwangerschaftswoche die
Gefahr einer Sensibilisierung während der Schwangerschaft
verringert und für Mutter und Kind ungefährlich ist."

Mit diesem langen Text will ich nur zum Ausdruck geben, daß
wir nicht von EINER Sache reden, sondern von zwei. Und daß die
Sensibilisierung erst in die zweite Schwangerschaft auftritt,
die aber nicht unbedingt unfassbaren Konsequenzen haben muß
(das hängt vom Vater ab) und beim dritten Schwangerschaft
(falls eine zustande kommt) erst tödliche Konsequenzen mit
sich bringt. Deshalb eben die vorbeugende Spritze…

Wenn ich jetzt also mal ganz überspitzt das wiedergeben darf, was du geschrieben hast, ist eine Spritze ja erst beim dritten Kind nötig, weil beim 2. Kind evtl. noch alles gutgehen kann? Du hast doch sicherlich auch die anderen Antworten gelesen, die meine Aussage bekräftigt haben? In der Praxis ist es so, dass unmittelbar nach einer ersten Entbindung eine Spritze verabreicht wird. Und wenn du bei Google mal das Wort Rhesusunverträglichkeit eingibst, wirst du zahlreiche Informationen finden, die von einer Gefahr ab der zweiten Schwangerschaft sprechen.

So verstehe ich das und so habe ich das auch gelernt.

Ich habe das nicht gelernt, zumindest nicht wegen von Berufs wegen. Ich habe mich aber während meiner Schwangerschaften sehr gerne schlau gemacht, und Unterhaltungen mit betroffenen Bekannten bestätigen durchaus meine Auffassung.

Es mag sein, dass wir einfach ein wenig aneinander vorbei schreiben, du mich falsch verstehst oder ich dich. Ich empfehle jedenfalls dem potentiellen werdenden Vater ein Gespräch mit einem Gynäkologen (die allerdings manchmal ziemlich erklärungsfaul sind), sollte er sich diesbezüglich verunsichert fühlen.

Grüße vom immer noch schneefreien Niederhein,
Doro

Der Körper der Frau merkt sich das („Sensibilisierung“ nennt
sich das)

Wieder was gelernt

bei der erste Schwangerschaft. Bei der zweiten
KÖNNTE (je nach Vater) Probleme beim Kind geben. Bei drittem
Kind (falls es dazu kommt -siehe oben-) ist es tödlich.

Da widersprichst Du Dir jetzt selber. Niemand hat was anderes
behauptet, nur Du reitest auf der dritten S. rum!

Bei der zweiten kann es gefährlich werden, ebenso wie es bei der
dritten gefährlich werden KANN! Wichtig ist immer der Grad des
Kontakts. Gibt es bei der ersten Geburt eine grosse Verletzung /
Kontakt zum rh-pos Blut des Kindes, KANN die zweite Schwangerschaft
tödlich sein.