Mammographie-notwendig/umstritten?

Hallo,

bis jetzt habe ich mich noch nie mit der Notwendigkeit einer Mammographie auseinandergesetzt. Letztens sprach mich mein Gynäkologe darauf an (bin 41) und nun überlege ich, was ich machen soll. Irgendwann früher hatte ich mal eine Diskussion mitbekommen, bei der Frauen behauptet haben, DURCH regelmäßige Mammographie Brustkrebs bekommen zu haben. Es ging also demnach um die regelmäßige erhöhte Strahlenbelastung. Mein Arzt wies mich auch darauf hin, daß bei der digitalen Mammographie (ca. 180 Euro wären dann selbst zu zahlen) ein Drittel weniger Strahlenbelastung auftritt.
Da ich nicht wirklich viel Geld zur Verfügung habe, bin ich mir nicht sicher, ob sich das zu Gunsten dieses einen Drittel weniger Belastung wirklich „lohnt“.
Ansonsten gehöre ich nicht unbedingt einer Risikogruppe an (kein Übergewicht, Nichtraucher, keine familiären Vorerkrankungen, allerdings keine Kinder).

Wie ist eure Meinung dazu bzw. ich wäre auch sehr dankbar, wenn hier jemand vom Fach etwas dazu sagen könnte. Natürlich ist mir meine Gesundheit sehr viel wert und sollte es nun absolut ratsam sein, oben erwähnte digitale Mammographie zu machen, würde ich natürlich dafür auf etwas anderes verzichten und dieses Geld ausgeben.

Herzlichen Dank im voraus für sämtliche Antworten,
Gruß,
Christiane

Hi!

Irgendwann früher hatte ich mal eine Diskussion
mitbekommen, bei der Frauen behauptet haben, DURCH regelmäßige
Mammographie Brustkrebs bekommen zu haben.

Genau, das war früher :wink:
Die Oberflächendosis lag 1980 beim analogen Verfahren bei 88-105 mGy (Strahlenbelastung)!
2003 lautete die EU-Vorgabe, bei digitalen 6-7 mGy.

Hat sich also ganz schön was getan, in den letzten Jährchen :wink:

Zur eigentlichen Frage:
Es mal machen zu lassen, bleibt dir zwar überlassen, aber man könnte schon langsam damit anfangen. Angesicht deines Alters und der fehlenden Risikofaktoren brauchst du die Mammo sicher nicht öfters zu wiederholen, allerdings würde man schon bei Alter >50 doch etwas öfters eine M. durchführen (z.b. alle 2 Jahre).

Ansonsten würde ich auch mal andere Verfahren durchführen (lassen). Die sind zwar nicht meist nicht ganz so genau und sicher, sparen aber zumindest, bis du über 50 bist, einige Mammographien.
Beispielsweise regelmäßiges Abtasten (selbst und vom Doc) und Ultraschalluntersuchungen.

Ach ja, wenn es nur auf die Kosten ankommt, so ist die analoge Methode kostengünstiger, allerdings wie gesagt, etwas mehr Strahlendosis :wink:

Und noch ein Tipp:
Gerade bei der Mammographie hängt die Auswertung sehr von der Erfahrung des Docs ab - also lieber von einem älteren Doc oder in einer radiologischen Gemeinschaftspraxis durchführen bzw. auswerten lassen :wink:

Gruß,
Sharon

Hallo Sharon,

hab ganz herzlichen Dank für Deine Antwort!

Die Oberflächendosis lag 1980 beim analogen Verfahren
bei 88-105 mGy (Strahlenbelastung)!
2003 lautete die EU-Vorgabe, bei digitalen 6-7 mGy.

Interessant zu erfahren. Vermutlich waren die Einwände in den 80er Jahren dann sogar teilweise berechtigt!

und
Ultraschalluntersuchungen.

Welche vermutlich auch nicht von der Krankenkasse gezahlt werden, wenn kein Anlaß besteht?

Ach ja, wenn es nur auf die Kosten ankommt, so ist die analoge
Methode kostengünstiger, allerdings wie gesagt, etwas mehr
Strahlendosis :wink:

Gut, da bleibt mir alleine zu überlegen, ob die zusätzlichen max. 6mGy (wie heißt das ausgeschrieben?) mir die 180 Euro wert sind:wink:

Und noch ein Tipp:
Gerade bei der Mammographie hängt die Auswertung sehr von der
Erfahrung des Docs ab - also lieber von einem älteren Doc oder
in einer radiologischen Gemeinschaftspraxis durchführen bzw.
auswerten lassen :wink:

Alles klar,
liebe Grüße,
Christiane

Hi

Gut, da bleibt mir alleine zu überlegen, ob die zusätzlichen
max. 6mGy (wie heißt das ausgeschrieben?) mir die 180 Euro
wert sind:wink:

Die Einheit heißt Gray. Siehe
http://www.umweltlexikon-online.de/fp/archiv/RUBradi…

Grüße
diemaus

Physikerin, von Medizin keine Ahnung :smile:

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Danke, wieder was gelernt:wink: o. T.