Re^5: Alternative ADS Medikamente
Dem Inhalt als richtiges Argumenmt gegen die AFA Algen
zustimme.
Die generelle Verurteilung von nicht pharmazeutischen
Therapieen ich aber mehr als unangebracht finde.
Ähh? Wie bitte? Wer ist denn hier mit pauschalen Aussagen
schnell bei der Sache. Die Behauptung (oben), dass zahlreiche
"alternative" Methoden nur deshalb alternativ wären, weil die
Schulmedizin zu langsam sie akzeptiert, ist ebenso Quatsch wie
die überwiegende Mehrzahl der anderen Aussagen von Dir.
Dazu hätte ich gerne Argumente und Beispiele, sowohl zu dem angeblichen Quatsch (zb Studien) wie auch dass die meisten Schulmediziner (übrigens auch andere Mediziner) zu langsam seien.
Ich bringe gerne ein Argument zu meiner Aussage. Als ein Forscher herauusgefunden hatte, dass mit einer Abgabe von Folsäure an Schwangere das Risiko für das Baby bei der Geburt einen offenen Rücken zu haben sich drastisch reduziert, vergingen 25(!!!!) Jahre bis die WTO eine Folsäureabgabe an Schwangere empfahl! Wieviele kinder haben in der Zwischenzeit unnötig an so was leiden müssen?
Ich persönlich habe nichts gegen Homöopathie oder natürliche
Therapieverfahren.
Ich habe etwas gegen Homöpathie und stehe dazu, u.a. da eben unwissenschaftlich. Was natürliche Therapieverfahren sind, müssten wir zuerst mal definieren.
Allerdings warne ich vor
pseudowissenschaftlich argumentierenden Heilsversprechern wie
Schärer, die zu jedem Vorurteil noch eine passende Antwort
parat haben.
Wäre froh, wenn Du statt allgemeinen Platitüden zu erwähnen, konkret sagen würdest, was pseudowissenschaftlich ist und welche Heilsversprechen ich gemacht habe.
Insbesondere haben Deine Aussagen nichts mit ADHS zu tun.
Auch da wäre ich um wissenscahftliche Studien froh.
Ich habe zumindest einige (nicht vollständig):
Bitte die Studien bzw Erfahrungen von Prof Dr Egger, nebenbei Leiter des Kinderspitals Meran, lesen, der bei 24 bis 80% bzw ca 80% die Wirksamkeit einer oliantigenen Diät bei ADS belegt hat. (Weitere Infos zB auf www.elpos.ch/ERN). Oder die Studien und die Videoaufnahmen von Prof Dr Doris Rapp, welche die Wirksamkeit einer Nahrungsumstellung bei ADS belegt hat. (Nebenbei ist Ihr Buch "Ist das Ihr Kind" monatelang ein Bestseller der sicher nicht esoterischen Zeitung New York Times gewesen). Oder die Studien von Dr Reichelt und Kollegen (Uni Oslo) der bei ca 30% der ADS Betroffenen opiate Stoffe durch Gluten und Kasein gefunden hat.
Also welche dieser Personen/Institute ist bitte sehr ein Pseudowissenschaftler?
Ah hier noch was:
1. A 1994 study at Purdue University found that boys diagnosed with ADHD had lower levels of the omega-3 essential fatty acid DHA (American Journal of Clinical Nutrition)
2. A 1997 study found that 95% of ADHD children tested were deficient in magnesium (Magnesium Research 10, 1997)
3. A 1996 study found that ADHD children had zinc levels that were only 2/3 the level of those
without ADHD (Biological Psychiatry 40, 1996
4. Mangel an essentielle Fettsäuren.
…Jungen mit niedrigen Omega-3 Fettsäuren-Werten im Blut hatten eine vergrößerte Wahrscheinlichkeit für Lernprobleme und niedriger allgemeine akademische und mathematische Fähigkeiten, als Kindern mit höheren essentiellen Fettsäure-Werten.
Stevens,LJ and Burgess J. Omega-3-fatty acids in boys with behavior, learning, and health problems. Physiology Behavior 1996; 59: 915-920.
5. Zinkmangel
…Kindern mit AD(H)D hatten deutlich niedrige Zinkniveaus, als die Kontroll-Kinder. 30% der Kindern mit AD(H)D hatten äußerst defizite Werte. Es ist möglich, dass niedrige Zink-Werte zu der unterdrückten Herstellung von Melatonin und Serotonin im Gehirn führen kann, und dadurch manche Symptome des AD(H)Ds verursachen.
Toren P. et al. Zinc deficiency in attention deficit hyperactivity disorder. Biological Psychiatry 40: 1308-1310,1996.
6. Vitamin B-6 Ergänzungen verursacht eine Umkehrung in AD(H)D
Die Ergebnisse der Studie indizieren, dass eine Dosis Vitamin B-6 zwischen 15-30 mg/kg Körpergewicht genau so wirksam war wie Ritalin bei der Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Hyperaktivitätsstörung.
Coleman M. et al. A preliminary study of the effect of pyridoxine administration in a subgroup of hyperkinetic children: a double blind crossover comparison with methylphenidate. Biological Psychiatry 14: 741-751,1979.
Dazu muss gesagt werden, dass dies eine von 15 Studien ist, welche auf ähnliche Resultate kommt. B6 beeinflusst den Neurotransmuittermetablismus und den Gehirnstoffwechsel, welche ja erwiesenermassen bei ADS niedriger ist als bei anderen Kindern ist.
7. „Die auffallende Dosisreaktion zwischen Bleiniveau und negativen Einschätzungen von Lehrer(in) blieb bedeutend nach der Regulierung des Alters, Ethnologie und des sozialen-wirtschaftlichen Status. Eine noch größere Beziehung existiert zwischen Arzt diagnostiziertem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Hyperaktivitätsstörung und Blei in den Haaren von diesen Kindern. „Es scheint keine ‚sichere’ Schwelle für Kindern zu geben.”
Tuthill R. Hair lead levels related to children’s classroom attention-deficit behavior. Archives of Environmental Health 51: 214-225,1996.
8. Otitis media in Kindern mit Lernbehinderungen und bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Hyperaktivitätsstörung.
… Nach Berichte von Eltern leiden Kindern mit AD(H)D wesentlich mehr unter Ohrenschmerzen während den letzten 3 Monaten und hatten bedeutende häufiger Ohrenentzündungen während des letzten Jahres.… Obwohl Mittelohrkrankungen bei Kindern im Vorschulalter immer wieder mit späteren Sprachdefiziten verbunden sind, schlägt diese Studie vor, dass Mittelohrkrankungen bei Kindern im Schulalter auch mit Hyperaktivität und/oder Aufmerksamkeitsstörung, unabhängig von Lehrnbehinderungen, verbunden sind.
Adesman AR, Altshuler LA, Lipkin PH, Walco GA. Pediatrics 1990 Mar;85(3 Pt 2):442-6
Division of Developmental and Behavioral Pediatrics, Schneider Children's Hospital, Long Island Jewish Medical Center, New Hyde Park, NY 11042.
9. Minimal Gehirnstörung und Otitis media.
Die Häufigkeit von Otitis media unter 22 hyperaktive Kindern mit Lernstörungen wurde mit der Häufigkeit von Otitis media bei einer Auswahl von 772 normalen Kindern verglichen, mit der Verwendung von den selben Kriterien für Diagnose der Otitis media in beiden Gruppen. Die Gruppen waren gleichwertig nach sozial Klasse und Alter (7 bis 13 Jahren) als sie untersucht wurden. Eine bedeutend hohe Prozentzahl von hyperaktiven Kindern (54%) hatten mehr als 6 Episode von Otitis media im Vergleich zu der normalen Gruppe (15%). Sechsunddreißig Prozent von den hyperaktiven Kindern hatten mehr als 10 Episoden im Vergleich zu 5% in der normalen Gruppe.
Hersher L. Percept Mot Skills 1978 Dec; 47(3 Pt 1): 723-6
10. Eine Zusammenhang zwischen wiederkehrender Otitis media in früher Kindheit und späterer Hyperaktivität.
Eine Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Otitis media in früher Kindheit und späterer Hyperaktivität wird in dieser Studie berichtet. Die Versuchskindern waren 67 Kindern, die nach Schulmisserfolg zu einer pädiatrischen Entwicklungsklinik zur Untersuchung geschickt wurden. Im Alter zwischen 6 und 13 Jahre, zeigten alle Kindern spezifische Lernprobleme, und 27 davon wurden von zwei oder mehr Untersuchern auch als hyperaktiv eingestuft. Sechzehn Status von den hyperaktiven Kindern waren mit Psychostimulanten behandlet worden. Im Rückblick gibt es eine positive Korrelation zwischen vermehrten Otitis media Entzündungen in früher Kindheit und Vorhandensein und Stärke des hyperaktiven Verhaltens. Vierundneunzig Prozent der Kinder, die wegen Hyperaktivität medizinisch behandelt wurden, hatten drei oder mehr Otitisentzündungen, und 69% hatten mehr als 10 Entzündungen. Im Vergleich hatten 50 Prozent der nicht hyperaktiven Patienten, die Misserfolg in der Schule hatten, drei oder mehr Entzündungen und 20 Prozent hatten mehr als 10 Entzündungen. Bei 22 von 28 Kindern (79%), war bekannt, dass sie, bevor sie ein Jahr alt waren, mehr als 10 Entzündungen durchgemacht hatten.
Hagerman RJ, Falkenstein AR. Clin Pediatr (Phila) 1987 May;26(5):253
Die erhöhte Mittelohrentzündung bei ADS Kindern ist jedem rzt der ADS behandelt aus der Praxis bekannt. Aber satt die Zusammenhänge zu studieren ignoriert man es einfach. Dabei liegen die möglichen Zusammenhänge auf der hand, wennman sich damit beschäftigt und so sieht, wie die anderen Studien dazupassen.
Nebenbei, war nur ein Auszug einiger Studien. Bin aber um jede gegenstudie froh, leider bekomme ich komischerweise nie eine. Bestehene Studien zu kritisieren (meist noch ohne sie zu lesen/kennen), statt sich mit Ihnen zu beschäftigen bzw Gegenstudien zu erwähnen/machen und dabei den Anderen perönlich anzugreifen bzw unterstellungen zu machen ist m. E nicht fair.
Wie sagt man so schön, kritisieren kann jeder.
Gerne stelle ich mich aber den bestehenden sachlichen Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw allfälligen Gegenstudien und bin deshalb auf diese gespannt.
Mit freundlichen Grüssen
Beat
Möchte betreffend Pharma vollende Facts festhalten:
1. Die Mehrzahl von der Pharma angebotenen Produkte haben den
Beweis der klinischen Wirksamkeit nicht erbracht
2. Die Pharma gibt doppelt(!!!) so viel für Werbung und
Marketing aus, wie für Forschung, nämlich 30% des Umsatzes
(!!!!)
3. Nach den Finanzinstituten gibt es kaum ein Wirtschaftszweig
der soviel Rnditen mjacht wie die Pharma.
Will nicht den Stab über jemanden brechen, steht mir auch
nicht zu, aber sicher ist die Oharma nicht besser als irgend
eine andere Firma.
Auch tut sie alles rein zu Renditenzwecken, ansonsten man
schon längst Medis gegen die häufigen in der 3.3 Welt
anzutreffenden Krankheiten hätte. Aber eben, das rentiert es
nicht.
Gruss
beat
Zu AFA-Algen lies mal hier http://www.adhs.ch/add/afa.htm
Barbara S. sollte bei
ihren Reiki-Kursen bleiben und nicht jede Menge Zeug mit
fehlender Wirkung aber
erheblichen Nebenwirkungspotential vertreiben...
Zu Tolzin könnte und müsste man auch eine Menge schreiben...
Ich denke aber, darum ging es in diesem Thread nicht.
Ich fände es nur sinnvoll, dass sich Konsumenten von
"Alternativmittelchen"
nicht nur über die oft aberteuerlichen Preise und
Multilevel-Marketingmethoden
der Anbieter informieren, sondern eben auch über das
Nebenwirkungsprofil.
Alternative Nahrungsergänzungsmittel (oder auch "Neue
Medizin"). ist nicht
natürlich oder gar sicher. Es ist vielmehr leider meist eine
besonders korrupte
Form der Werbung für fragwürdige Produkte von Leuten, denen es
nicht um die
Patienten sondern das Geld geht. Die entsprechenden fehlenden
Fachkenntnisse
sind gratis dabei. Die Fragerin schliesse ich hier aber mal
ausdrücklich aus der
Kritik aus, da sie sich ja offenbar informieren will. Das ist
ja auch völlig
o.K.