Hallo,
Hallo Thomas,
ich habe hier eine Diagnose „Coxarthrose“ vorliegen (nicht
meine) mit der ärztlichen Empfehlung der Gelenksubstitution.
das ist schon einmal eine klare Aussage!
Diese Indikation wird spätestens dann gestellt, wenn kontinuierlich schmerzbedingt, ein gewisses Maß an Lebensqualität verloren geht. Eine Therapie der Symtomatik ist meistens nur von kurzem Erfolg.
Die Patientin berichtet, man habe ihr gesagt, die Knochen
„bröckelten“.
Kann man so stehen lassen.
Wie sind die Erfolgsaussichten einzuschätzen?
Nach einer „Ultima Ratio“ Indikation, erfahrungsgemäß sehr gut. Tenor: „Wenn ich gewußt hätte…hätte ich es schon viel früher machen lassen“!
Welche Risiken muss man bedenken?
Im Prinzip alle Risiken die mit einer Operation verbunden sind. Die Hauptrisiken liegen oft (ältere Leute mit evtl. entsprechend langer Anamnese) auf anästhesiologischer Seite. Es ist evtl. zu erwägen, vorab (bei entsprechend befriedigendem/ausreichendem Allgemeinzustrand), eine Eigenblutspende vorzunehmen.
Spricht das gleichzeitige Vorhandensein
einer „Beckenniere“ gegen eine Operation oder gibt es andere
Einschränkungen?
Sie ist für eine Hüftendoprothese normalerweise nicht kontraindiziert.
Wie ist der Operationsverlauf normalerweise, wenn Hüfte und
beide Knie betroffen sind?
Unabhängig vom arthrotischen Zustand der anderen Gelenke: Die Priorität stellt normalerweise (durch die Schmerzintensität bedingt) , der Patient. Es ist zu berücksichtigen, dass sich u.U. die Statik (Belastungsschwerpunkte) in den anderen Gelenken etwas verändert.
Wie lange dauert normalerweise ein
Krankenhausaufenthalt?
Kann man so pauschal nicht vorhersagen. Abhängig auch von bestimmten anderen Faktoren. Wie alt ist der Patient? Wurde eine (mobilisationsrelevant) zementierte oder nichtzementierte Hüfte implantiert.
Bei sehr jungen bis rel. jungen Patienten kommt auch ein Oberflächenersatz des Hüftkopfes (Mc Minn) in Frage.
Ist eine Reha, und wenn ,welche,
notwendig?
Reha ist in der Regel zu empfehlen. Die Kostenübernahme sollte aber vorab mit dem Kostenträger abgeklärt werden!
Gibt es sonst etwas zu beachten?
Heute gibt es die verschiedensten (OP)-Arten und Systeme des Hüftgelenkersatzes. Inzwischen gibt es auch bei diesen, (sofern der Patient diagnostisch prädestiniert ist) minimalinvasiv durchgeführte Operationen.
(Hautschnitt 8-15 cm!)
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Herzliche Grüße, Rollifern