Coxarthrose

Hallo,

ich habe hier eine Diagnose „Coxarthrose“ vorliegen (nicht meine) mit der ärztlichen Empfehlung der Gelenksubstitution. Die Patientin berichtet, man habe ihr gesagt, die Knochen „bröckelten“.

Wie sind die Erfolgsaussichten einzuschätzen? Welche Risiken muss man bedenken? Spricht das gleichzeitige Vorhandensein einer „Beckenniere“ gegen eine Operation oder gibt es andere Einschränkungen?

Wie ist der Operationsverlauf normalerweise, wenn Hüfte und beide Knie betroffen sind? Wie lange dauert normalerweise ein Krankenhausaufenthalt? Ist eine Reha, und wenn ,welche, notwendig?

Gibt es sonst etwas zu beachten?

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hi Thomas,

gib doch mal Deinen Suchbegriff in Verbindung mit „Forum“ bei Google ein. Da solltest Du fündig werden.

Ciao,
Romana

Hallo Romana,

gib doch mal Deinen Suchbegriff in Verbindung mit „Forum“ bei
Google ein. Da solltest Du fündig werden.

danke für den Hinweis. Ich habe natürlich schon die ersten Links bei Google durch, die den Begriff allein verzeichnen, aber vielleicht findet sich ja ein Forum, dass speziell damit arbeitet.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo,

erste Operationen gibt es unter

http://www.arthros.de

Dr. J. Sauer

Hallo,

erste Operationen

na, ich hoffe doch, das sollte „Informationen“ heißen, oder? :smile:

http://www.arthros.de

Schöne Seite, danke.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo,

Hallo Thomas,

ich habe hier eine Diagnose „Coxarthrose“ vorliegen (nicht
meine) mit der ärztlichen Empfehlung der Gelenksubstitution.

das ist schon einmal eine klare Aussage!
Diese Indikation wird spätestens dann gestellt, wenn kontinuierlich schmerzbedingt, ein gewisses Maß an Lebensqualität verloren geht. Eine Therapie der Symtomatik ist meistens nur von kurzem Erfolg.

Die Patientin berichtet, man habe ihr gesagt, die Knochen
„bröckelten“.

Kann man so stehen lassen.

Wie sind die Erfolgsaussichten einzuschätzen?

Nach einer „Ultima Ratio“ Indikation, erfahrungsgemäß sehr gut. Tenor: „Wenn ich gewußt hätte…hätte ich es schon viel früher machen lassen“!

Welche Risiken muss man bedenken?

Im Prinzip alle Risiken die mit einer Operation verbunden sind. Die Hauptrisiken liegen oft (ältere Leute mit evtl. entsprechend langer Anamnese) auf anästhesiologischer Seite. Es ist evtl. zu erwägen, vorab (bei entsprechend befriedigendem/ausreichendem Allgemeinzustrand), eine Eigenblutspende vorzunehmen.

Spricht das gleichzeitige Vorhandensein
einer „Beckenniere“ gegen eine Operation oder gibt es andere
Einschränkungen?

Sie ist für eine Hüftendoprothese normalerweise nicht kontraindiziert.

Wie ist der Operationsverlauf normalerweise, wenn Hüfte und
beide Knie betroffen sind?

Unabhängig vom arthrotischen Zustand der anderen Gelenke: Die Priorität stellt normalerweise (durch die Schmerzintensität bedingt) , der Patient. Es ist zu berücksichtigen, dass sich u.U. die Statik (Belastungsschwerpunkte) in den anderen Gelenken etwas verändert.

Wie lange dauert normalerweise ein
Krankenhausaufenthalt?

Kann man so pauschal nicht vorhersagen. Abhängig auch von bestimmten anderen Faktoren. Wie alt ist der Patient? Wurde eine (mobilisationsrelevant) zementierte oder nichtzementierte Hüfte implantiert.
Bei sehr jungen bis rel. jungen Patienten kommt auch ein Oberflächenersatz des Hüftkopfes (Mc Minn) in Frage.

Ist eine Reha, und wenn ,welche,
notwendig?

Reha ist in der Regel zu empfehlen. Die Kostenübernahme sollte aber vorab mit dem Kostenträger abgeklärt werden!

Gibt es sonst etwas zu beachten?

Heute gibt es die verschiedensten (OP)-Arten und Systeme des Hüftgelenkersatzes. Inzwischen gibt es auch bei diesen, (sofern der Patient diagnostisch prädestiniert ist) minimalinvasiv durchgeführte Operationen.
(Hautschnitt 8-15 cm!)

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Herzliche Grüße, Rollifern

Hallo,

Eine Therapie der Symtomatik ist
meistens nur von kurzem Erfolg.

ja genau, so auch hier.

Im Prinzip alle Risiken die mit einer Operation verbunden
sind. Die Hauptrisiken liegen oft (ältere Leute mit evtl.
entsprechend langer Anamnese) auf anästhesiologischer Seite.

Die Patientin steht kurz vor ihrem 70.

Es ist evtl. zu erwägen, vorab (bei entsprechend
befriedigendem/ausreichendem Allgemeinzustrand), eine
Eigenblutspende vorzunehmen.

Weshalb?

Danke schön.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Eigenblutspende

Hallo,

Hallo Thomas,

Eine Therapie der Symtomatik ist
meistens nur von kurzem Erfolg.

ja genau, so auch hier.

Im Prinzip alle Risiken die mit einer Operation verbunden
sind. Die Hauptrisiken liegen oft (ältere Leute mit evtl.
entsprechend langer Anamnese) auf anästhesiologischer Seite.

Die Patientin steht kurz vor ihrem 70.

Es ist evtl. zu erwägen, vorab (bei entsprechend
befriedigendem/ausreichendem Allgemeinzustrand), eine
Eigenblutspende vorzunehmen.

Weshalb?

die meisten Operationen am Knochen sind -im besonderen ohne eine Blutsperre(Blutleere), wie bei einem Eingriff an der Hüfte- mit r e l a t i v hohem Blutverlust verbunden.

  1. Die „Wundfläche“ ist relativ groß, die Blutung(en) aus dem Knochen können nicht „verödet“ (gekautert) werden.
  2. Bei einer Hüftendoprothese werden gleich 2 Knochen betroffen. Der Femur (Oberschenkelröhrenknochen) in dem der Schaft implantiert wird und der Beckenknochen, in dem die sogenannte Pfanne Platz findet.
    Durch den möglicherweise hohen Blutverlust -auch abhängig von der Operationsdauer- ist es evtl. notwendig, Blut übertragen zu müssen.
    Eigenblut das (ca. 1 Mon.) vorab entnommen wurde (Hämodilution), bzw. deren Bestandteile (Blutplasma u. Erytrozyten -> Plasmapherese), mindert einfach nur die Risiken der Fremdblutübertragung. Allerdings ist jede Bluttransfusion (auch Eigenblut, bzw, deren Bestandteile) mit gewissen Risiken verbunden.
    Perioperativ wird übrigens (mit Ausnahme einer Sepsis o.ä.) das Blut welches der Pat. verliert gesammelt, und nach der OP, aufbereitet retransfundiert.

Danke schön.

Bitte sehr.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Herzliche Grüße, Rollifern

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Danke schön. owT.