Heilpraktiker-Ausbildung (lang)

Mein Freund fragt:

Hallo,

ich habe einige Fragen zum Beruf des Heilpraktikers.
Erst mal die Vorgeschichte. Ich bin eigentlich gelernter Kaufmann und
befinde mich jetzt in einer Fortbildung zum staatlich geprüften
Betriebswirt (1.Semester). Allerdings habe ich recht früh gemerkt, dass mir das Interesse und daher auch die Motivation dafür fehlt. Vielmehr bin ich langsam der Meinung das ich eigentlich besser in einem Beruf in der Gesundheitsbranche aufgehoben bin, als in einem kaufmännischem.

Da meine Schwester sich schon seit einiger Zeit in einer Ausbildung zur
Heipraktikerin befindet, möchte ich nun meinerseits Informationen über
dieses interessanten Beruf einholen. Aus finanzieller Sicht kommt für mich aber nur eine Teilzeitausbildung in Frage, nebenbei muss ich ja noch irgendwie meinen Lebensunterhalt erwirtschaften.

Meine Frage ist nun. Wie kann ich am besten erstmal ein wenig
„reinschnuppern“ ob mir die Thematik liegt? Also welche Fachbücher sind
geeignet um sich einmal einen Überblick zu verschaffen ob man geeignet dafür ist. Welche Bücher schüren das vorhandene Interesse?

Wie läuft die Ausbildung ab? Also welche Einrichtungen sind geeignet?
Vollzeit ist sicher die bessere Wahl, aber hat man auch Chancen mit einer Teilzeit Ausbildung? Welchen Stundenumfang sollte ich zum Lernen einplanen, um die Ausbildung in einer akzeptablen Zeit abzuschließen?
Wie gut sind die Zukunftschancen? Da ich ja völlig branchenfremd bin, gibt es Erfahrungsberichte wie gut meine Chancen sind die
Ausbildung erfolgreich zu beenden und darüber hinaus in dem Beruf zu
arbeiten. Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung mitbringen?

Gibt es staatliche Regelungen was die Standortwahl betrifft? Also könnte ich später mich da wo ich will selbstständig machen, ohne gegen eventuelle Auflagen von Krankenkassen oder Ärztekammern zu verstoßen?

Auf welchen Web-Seiten, bzw. in welchen Foren kann ich mich am besten über weitere Fragen informieren, bzw. mich mir anderen austauschen?

Mfg
Tobi

Moin,

ich habe einige Fragen zum Beruf des Heilpraktikers.
Vielmehr bin ich langsam der Meinung das ich
eigentlich besser in einem Beruf in der Gesundheitsbranche
aufgehoben bin, als in einem kaufmännischem.

Da meine Schwester sich schon seit einiger Zeit in einer
Ausbildung zur
Heipraktikerin befindet, möchte ich nun meinerseits
Informationen über
dieses interessanten Beruf einholen.

Hast du sie mal all das gefragt?
Wo macht sie die Ausbíldung, vielleicht kannst du da schnuppern.

Aus finanzieller Sicht
kommt für mich aber nur eine Teilzeitausbildung in Frage,
nebenbei muss ich ja noch irgendwie meinen Lebensunterhalt
erwirtschaften.

Das geht fast allen so, weshalb die Ausbildungen mehrheitlich so ausgelegt sind, daß das möglich ist.

Meine Frage ist nun. Wie kann ich am besten erstmal ein wenig
„reinschnuppern“ ob mir die Thematik liegt? Also welche
Fachbücher sind
geeignet um sich einmal einen Überblick zu verschaffen ob man
geeignet dafür ist. Welche Bücher schüren das vorhandene
Interesse?

Über Bücher kann ich wenig sagen. Mein Interesse an Heilen mußte nicht geschürt werden. Mein Interesse ist wachgehalten worden durch bellestristische Bücher und v.a. Gespräche mit Menschen über ihre Erfahrungen bei Ärzten und Heilpraktikern.

Weiter unten verlink ich dir eine Schule, da kann man sich einzelnen Unterricht ansehen oder über Wochen einen Schnupperkurs belegen, der verrechnet wird, wenn man sich positiv entscheidet.

Ansonsten sprich mit Heilpraktikern, frag ob du sie in der Praxis besuchen kannst und sie dir von ihrer Arbeit erzählen. Einige werden das nur gegen Bezahlung wollen, aber andere sind sicher auch bereit das ohne Geld zu tun.
Es gibt auch immer wieder Treffen, bei denen man auf Gleichgesinnte stößt. Der Heilpraktiker-Tag könnte so etwas sein oder hier in Bremen gibt es eine homöopathische Gesellschaft, die regelmäßigen Austausch organisiert.

Wie läuft die Ausbildung ab? Also welche Einrichtungen sind
geeignet?

Die Ausbildung ist nicht geregelt, sondern eine rein private Entscheidung, wie man das machen will.
Ich unterrichte auch in Prüfungsvorbereitungskursen und wir haben da alles: Autodidakten, Fernschüler, SchülerInnen von anderen Schulen und von unserer eigenen.
In den allermeisten Fällen geht man 1- 3 mal die Woche für meist 4 Unterrichtstunden.
Mir scheint eine gute Ausbildung vermittelt die medizinischen Themen und eine gute Schule macht zusätzlich noch Lust auf therapeutische Zusatzausbildungen.
Ich kann diese Schule empfehlen:
http://www.fhs-bremen.de
Nicht nur weil ich da unterrichte und Teile meiner Ausbildung gemacht habe. Sondern auch noch aus vielerlei inhaltlichen Gründen.
Nebenbei hat eine VHS im Umland von Bremen (ich hoffe dein Freund kommt überhaupt auch von hier) letztens rumgefragt, an welche Schule sie ihre HP-Ausbildung vergeben könnten und haben allerorts immer nur die FHS empfohlen bekommen.
Aber wie man seine Ausbildung macht ist auch viel Geschmackssache. Wie lerne ich am liebsten und am besten, was brauch ich als minimale Vorraussetzung.

Vollzeit ist sicher die bessere Wahl, aber hat man auch
Chancen mit einer Teilzeit Ausbildung? Welchen Stundenumfang
sollte ich zum Lernen einplanen, um die Ausbildung in einer
akzeptablen Zeit abzuschließen?

Die Ausbildung an der FHS dauert mit Prüfungsvorbereitung ca. 2,5 Jahre. In der Zeit bist du 2 mal die Woche in der Schule und solltest noch mindestens zweimal die Woche zu Hause vor- bzw. nachlernen. Wieviel Zeit du brauchst hängt aber von zuvielen Faktoren ab, als das das jemand von außen einschätzen könnte.
Danach hast du das Wissen das du brauchst um die Prüfung zu bestehen und das dir hilft eine Ahnung davon zu haben, was für eine schulmedizinische Diagnose bei deinen Patienten infrage kommen könnte, bzw. was die schulmedinzinische Diagnose bedeutet.
Was du danach, davor oder dabei aber auch noch brauchst, ist eine therapeutische Ausrichtung.
Dabei ist es sinnvoll eine „große“ Richtung zu haben, z.B. Traditionelle Chinesische Medizin oder Homöopathie oder ähnliches und zusätzlich dazu passende z.B. manuelle Verfahren oder sogenannte begleitende Verfahren.
Wie lange die dauert hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab, das ist nicht einzuschätzen.

Wie gut sind die Zukunftschancen? Da ich ja völlig
branchenfremd bin, gibt es Erfahrungsberichte wie gut meine
Chancen sind die
Ausbildung erfolgreich zu beenden und darüber hinaus in dem
Beruf zu
arbeiten. Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung
mitbringen?

Tja - weites Feld.
Ich war mir von Anfang an sicher, daß ich es schaffen würde. (Beruf und Berufung du weißt - ich war vorher Einzelhandelskauffrau), aber ob du eine erfolgreiche Praxis hast, hängt im weitesten glaube ich von einer Mischung aus Professionalität, Charisma und erfolgreicher Therapierichtung ab.
An der FHS haben wir eine sehr hohe Besteher-Quote, spätestens nach dem zweiten Versuch (weit über 80%). Insgesamt fallen eher über 80% bei den Prüfungen regelmäßig durch.
Was du mitbringen solltest?
Nur meine Meinung: Neugier, keine Angst vor Zusammenhängen, Spaß an merkwürdigen Worten, menschliche Wärme und Mitgefühl für das Leiden anderer mit einem guten Schuß der Fähigkeit sich eben von diesem Leiden zu distanzieren.
Ich finde für mich hilfreich, daß ich gerne Detektivin spiele, das Suchen von Lösungen für verzwickte Probleme und eine gewisse Unfähigkeit aufzugeben, sind auch hilfreich.
Aber neben Mitgefühl scheint mir Neugier fast am wichtigsten.

Gibt es staatliche Regelungen was die Standortwahl betrifft?

Nein - du wärest Freiberufler und könntest tun und lassen, was du willst.

Also könnte ich später mich da wo ich will selbstständig
machen, ohne gegen eventuelle Auflagen von Krankenkassen oder
Ärztekammern zu verstoßen?

Mit der Ärztekammer hast du nichts zu tun und gesetzliche Krankenkassen haben dir auch nichts zu sagen und leider auch nichts zu bezahlen.

Auf welchen Web-Seiten, bzw. in welchen Foren kann ich mich am
besten über weitere Fragen informieren, bzw. mich mir anderen
austauschen?

Foren die aushaltbar sind, kenne ich keins außer diesem, aber vielleicht bin ich zu anspruchsvoll.
Diese Seite könnte interessant sein:
http://www.vkhd.de
und du kannst mich gerne anmailen.

Im Wesentlichen nur meine Meinung und meine Erfahrung. Ich schätze die Ausbildung an der FHS v.a. deshalb weil sie sehr medizinisch ausgerichtet ist und schulmedizinisches Denken lehrt. Für mein Gefühl gibt es zuviele HP, die das vernachläßigen. Aber ein Teil von denen ist auch erfolgreich - tja, zumindestens haben sie Patienten und ein Teil ist auch wirklich erfolgreich.
So jetzt reichts erstmal.

Gruß
Kerstin

Moin,

Hi,

ich habe einige Fragen zum Beruf des Heilpraktikers.
Vielmehr bin ich langsam der Meinung das ich
eigentlich besser in einem Beruf in der Gesundheitsbranche
aufgehoben bin, als in einem kaufmännischem.

Freut mich, auch wenn ich persönlich keinen Vorteil davon habe. :smile:

Da meine Schwester sich schon seit einiger Zeit in einer
Ausbildung zur
Heipraktikerin befindet, möchte ich nun meinerseits
Informationen über
dieses interessanten Beruf einholen.

Was für ein Lern-Typ bist Du? Wäre für Dich nur eine Ausbildung vorort interessant? Falls ja, dann schaue was es in Deinem Umkreis alles gibt, das Du mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. Rad oder zu Fuß oder Motorrad oder Moded oder… erreichen kannst und mache Schnupperstunden. Das finde ich sehr sehr wichtig, da es große qualitative Unterschiede geht. Und wenn Dir eine Ausbildungsstätte gefällt, schnuppere ruhig ein zweites oder gar drittes Mal. Immerhin willst Du Dich mal auf die Menschheit loslassen, und da sollte das Fundament einer guten Ausbildung gegeben sein. Überdies bekommen die Ausbildungssätten auch Geld von Dir; also sollen sie auch zeigen was sie zu bieten haben. Kommt für Dich auch eine Fernausbildung in Frage bei der man sich z.B. in Lerngruppen auch online oder alle paar Monate vorort trifft, gilt es wieder Dich auf die Suche zu machen. Sehr abraten kann ich Dir nur von Paracelsus. Wer viel wirbt, muß nicht auch gut sein. Mittlerweile bin ich eh zu dem Schluß gekommen, daß je mehr Werbung etwas nötig hat, desto zurückhaltender bin ich. Es gibt hier vorort reichlich Leute die haben an einer Heilpraktikerschule eine Ausbildung gemacht und dann selbst gleich eine Ausbildungsstelle mit ein paar Mitschülern eröffnet. Bei einem Verein weiß ich, daß sie sich nach einem Streit trennten und einfach zwei Schulen eröffneten. Kleine Schulen müssen nicht schlecht sein. Teils können sie sogar mehr Mühe geben wie die Großen, z.B. Thalamus (gibt es die überhaupt noch?), Paracelsus… Doch man sollte eben auch vorsichtig sein. Bei einem Anruf im Gesundheitsamt erfuhr ich mal, man müsse gar keine Ausbildung machen, könne sich das Wissen selbst beibringen. Davon rate ich zwar ab, denn ein Austausch mit anderen sollte unbedingt gegeben sein. Doch vielleicht gibt Dir ja das Gesundheitsamt eine Bücherliste? Irritiert bin ich über Dein Profil, demnach Du bereits Heilpraktikerin bist? Schau einfach mal in Foren rund um das Thema Homöopathie, z.B. http://www.homoeopathie-forum.de/

Hast du sie mal all das gefragt?
Wo macht sie die Ausbíldung, vielleicht kannst du da
schnuppern.

Aus finanzieller Sicht
kommt für mich aber nur eine Teilzeitausbildung in Frage,
nebenbei muss ich ja noch irgendwie meinen Lebensunterhalt
erwirtschaften.

Das geht fast allen so, weshalb die Ausbildungen mehrheitlich
so ausgelegt sind, daß das möglich ist.

Meine Frage ist nun. Wie kann ich am besten erstmal ein wenig
„reinschnuppern“ ob mir die Thematik liegt? Also welche
Fachbücher sind
geeignet um sich einmal einen Überblick zu verschaffen ob man
geeignet dafür ist. Welche Bücher schüren das vorhandene
Interesse?

Kannst Du denn hierfür nicht Deine Schwester fragen? Ansonsten gibt es Heilpraktikerverbände oder Du kannst auch mal in einem Online-Buchhandel nachschauen bzw. direkt vorort in einer Fachbuchhandlung stöbern: http://www.amazon.de/exec/obidos/search-handle-form/…

Über Bücher kann ich wenig sagen. Mein Interesse an Heilen
mußte nicht geschürt werden. Mein Interesse ist wachgehalten
worden durch bellestristische Bücher und v.a. Gespräche mit
Menschen über ihre Erfahrungen bei Ärzten und Heilpraktikern.

Weiter unten verlink ich dir eine Schule, da kann man sich
einzelnen Unterricht ansehen oder über Wochen einen
Schnupperkurs belegen, der verrechnet wird, wenn man sich
positiv entscheidet.

Ansonsten sprich mit Heilpraktikern, frag ob du sie in der
Praxis besuchen kannst und sie dir von ihrer Arbeit erzählen.
Einige werden das nur gegen Bezahlung wollen, aber andere sind
sicher auch bereit das ohne Geld zu tun.
Es gibt auch immer wieder Treffen, bei denen man auf
Gleichgesinnte stößt. Der Heilpraktiker-Tag könnte so etwas
sein oder hier in Bremen gibt es eine homöopathische
Gesellschaft, die regelmäßigen Austausch organisiert.

Wie läuft die Ausbildung ab? Also welche Einrichtungen sind
geeignet?

Die Ausbildung ist nicht geregelt, sondern eine rein private
Entscheidung, wie man das machen will.
Ich unterrichte auch in Prüfungsvorbereitungskursen und wir
haben da alles: Autodidakten, Fernschüler, SchülerInnen von
anderen Schulen und von unserer eigenen.
In den allermeisten Fällen geht man 1- 3 mal die Woche für
meist 4 Unterrichtstunden.
Mir scheint eine gute Ausbildung vermittelt die medizinischen
Themen und eine gute Schule macht zusätzlich noch Lust auf
therapeutische Zusatzausbildungen.
Ich kann diese Schule empfehlen:
http://www.fhs-bremen.de
Nicht nur weil ich da unterrichte und Teile meiner Ausbildung
gemacht habe. Sondern auch noch aus vielerlei inhaltlichen
Gründen.
Nebenbei hat eine VHS im Umland von Bremen (ich hoffe dein
Freund kommt überhaupt auch von hier) letztens rumgefragt, an
welche Schule sie ihre HP-Ausbildung vergeben könnten und
haben allerorts immer nur die FHS empfohlen bekommen.
Aber wie man seine Ausbildung macht ist auch viel
Geschmackssache. Wie lerne ich am liebsten und am besten, was
brauch ich als minimale Vorraussetzung.

Vollzeit ist sicher die bessere Wahl, aber hat man auch
Chancen mit einer Teilzeit Ausbildung? Welchen Stundenumfang
sollte ich zum Lernen einplanen, um die Ausbildung in einer
akzeptablen Zeit abzuschließen?

Die Ausbildung an der FHS dauert mit Prüfungsvorbereitung ca.
2,5 Jahre. In der Zeit bist du 2 mal die Woche in der Schule
und solltest noch mindestens zweimal die Woche zu Hause vor-
bzw. nachlernen. Wieviel Zeit du brauchst hängt aber von
zuvielen Faktoren ab, als das das jemand von außen einschätzen
könnte.
Danach hast du das Wissen das du brauchst um die Prüfung zu
bestehen und das dir hilft eine Ahnung davon zu haben, was für
eine schulmedizinische Diagnose bei deinen Patienten infrage
kommen könnte, bzw. was die schulmedinzinische Diagnose
bedeutet.
Was du danach, davor oder dabei aber auch noch brauchst, ist
eine therapeutische Ausrichtung.
Dabei ist es sinnvoll eine „große“ Richtung zu haben, z.B.
Traditionelle Chinesische Medizin oder Homöopathie oder
ähnliches und zusätzlich dazu passende z.B. manuelle Verfahren
oder sogenannte begleitende Verfahren.
Wie lange die dauert hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab,
das ist nicht einzuschätzen.

Wie gut sind die Zukunftschancen?

Qualität sollte sich immer durchsetzen. :smile:

Da ich ja völlig

branchenfremd bin, gibt es Erfahrungsberichte wie gut meine
Chancen sind die
Ausbildung erfolgreich zu beenden und darüber hinaus in dem
Beruf zu
arbeiten. Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung
mitbringen?

Tja - weites Feld.
Ich war mir von Anfang an sicher, daß ich es schaffen würde.
(Beruf und Berufung du weißt - ich war vorher
Einzelhandelskauffrau), aber ob du eine erfolgreiche Praxis
hast, hängt im weitesten glaube ich von einer Mischung aus
Professionalität, Charisma und erfolgreicher Therapierichtung
ab.
An der FHS haben wir eine sehr hohe Besteher-Quote, spätestens
nach dem zweiten Versuch (weit über 80%). Insgesamt fallen
eher über 80% bei den Prüfungen regelmäßig durch.
Was du mitbringen solltest?
Nur meine Meinung: Neugier, keine Angst vor Zusammenhängen,
Spaß an merkwürdigen Worten,

LOL

menschliche Wärme und Mitgefühl

für das Leiden anderer mit einem guten Schuß der Fähigkeit
sich eben von diesem Leiden zu distanzieren.

Empathie und gleichzeitig auch Distanz um selbst gesund zu bleiben ist unabdingbar.

Ich finde für mich hilfreich, daß ich gerne Detektivin spiele,
das Suchen von Lösungen für verzwickte Probleme und eine
gewisse Unfähigkeit aufzugeben, sind auch hilfreich.
Aber neben Mitgefühl scheint mir Neugier fast am wichtigsten.

Gibt es staatliche Regelungen was die Standortwahl betrifft?

Nein - du wärest Freiberufler und könntest tun und lassen, was
du willst.

Jein. Also, praktizieren darfst Du zwar frei. Doch Du kannst z.B. nicht in Bremen wohnen, dort eine Praxis angemeldet haben und z.B. in München „heilen“. Sprich solltest Du mal auf einer Veranstaltung wirken wollen, so darfst Du demonstrieren, doch nicht von Heilung sprechen.

Nur manche private Krankenkassen zahlen Heilpraktikerleistungen. Manche Ärzte, Therapeuten… arbeiten mit Heilpraktikern zusammen, doch mit der Ärztekammer hast Du nichts zu tun.

Also könnte ich später mich da wo ich will selbstständig
machen, ohne gegen eventuelle Auflagen von Krankenkassen oder
Ärztekammern zu verstoßen?

Mit der Ärztekammer hast du nichts zu tun und gesetzliche
Krankenkassen haben dir auch nichts zu sagen und leider auch
nichts zu bezahlen.

Auf welchen Web-Seiten, bzw. in welchen Foren kann ich mich am
besten über weitere Fragen informieren, bzw. mich mir anderen
austauschen?

Foren die aushaltbar sind, kenne ich keins außer diesem, aber
vielleicht bin ich zu anspruchsvoll.
Diese Seite könnte interessant sein:
http://www.vkhd.de
und du kannst mich gerne anmailen.

Im Wesentlichen nur meine Meinung und meine Erfahrung. Ich
schätze die Ausbildung an der FHS v.a. deshalb weil sie sehr
medizinisch ausgerichtet ist und schulmedizinisches Denken
lehrt. Für mein Gefühl gibt es zuviele HP, die das
vernachläßigen. Aber ein Teil von denen ist auch erfolgreich -
tja, zumindestens haben sie Patienten und ein Teil ist auch
wirklich erfolgreich.
So jetzt reichts erstmal.

Gruß
Kerstin

Ich denke, meine Vorschreiberin hat Dir schon das Wesentliche geschrieben, das ich nur teils bestätigen bzw. ergänzen wollte.

Ciao,
Romana

Ich bin nicht Tobi!!!
Hallo Romana,
ich hab jetzt nicht deinen ganzen Artikel gelesen, aber immerhin bin ich bis zu der Stelle gekommen, wo du dich fragst wieso ich als Heilpraktikerin nach der Ausbildung frage.
Tja…
das liegt wohl daran, daß ich auf die Frage geantwortet habe.
Wenn du das was ich geschrieben habe, gelesen hättest, hättest du das auch gemerkt.
Ich weiß nicht, was du gedacht hast, aber irgendwas daran war schräg.

Ansonsten hast du mindestens an einer Stelle recht (wie gesagt, ich hab nicht alles gelesen) die Ausbildung ist ungeregelt. Es gibt keinerlei gesetzliche Vorschriften.
Man muß lediglich in einer Überprüfung beim Amtsarzt nachweisen, daß man keine Gefahr für die Volksgesundheit ist.
Das tut man in dem man zeigt:

  • daß man weiß welche Infektionskrankheiten man nicht behandeln darf und das man diese auch erkennt
  • daß man schwerwiegende, lebensbedrohliche Erkrankungen erkennen kann und sorgfältig genug ist, diese abklären zu lassen oder sogar abzugeben
  • daß man mit lebensbedrohlichen Notfällen ebenso umgeht.

Da gibt es dann aber je nach Amtsarzt noch ein paar Besonderheiten, je nachdem auf was diesre Wert legt.

Wie dem auch sei … schönen Abend noch
Kerstin

Hallo Kerstin,

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort.
Also ich habe vorhin mit meiner Schwester telefoniert. Sie ist 2x durch die Überprüfung geflogen, ist aber immer noch interessiert dabei.

Da ich in der Nähe (etwa 15 km entfernt) von Bremen wohne werde ich mir jetzt verschiedenen Schulen anschauen. Aber ich hab gehört das einige Heilpraktiker auch Privat-Unterricht für 3-4 Leute anbieten. Das wäre ja auch eine Möglichkeit.
Wahrscheinlich auch etwas günstiger als eine „große“ Schule. Desweiteren werde ich mich umschauen wo ich einmal an einer „Schnupperstunde“ teilnehmen kann.
Von einem Selbststudium hat sie mir abgeraten, da beim Lesen wohl viele
Fragen auftreten würden.
Dennoch wäre ein Buch, Script usw. Recht hilfreich, um erst einmal ein
kleines bisschen in die Materie „reinzuschauen“. Bücher einer Frau Richter hat sie mir empfohlen.
Im Moment suche ich also nach Lektüren die mir zeigen, auf was ich mich bei der Ausbildung „einlasse“ da ich meine Weiterbildung ja noch nicht abgebrochen habe, es aber vorhabe.
Das du ebenfalls aus dem Einzelhandel kommst, macht mir aber weiter Mut, mich ebenfalls für diese Ausbildung zu entscheiden.

Es wäre super wenn ich dich bei weiteren Fragen per Mail kontaktieren
könnte.

Vielen Dank schon mal

LG
Tobi

Hi Kerstin,

habe die Frage zwischen Deiner Antwort gelesen, hatte dann beim Antworten nicht mehr dran gedacht, daß ich im Posting einer Antwort bin. Als ich eine Frage beantworten wollte, schaute ich auf die Visitenkarte, hatte just einen Aussetzer oder Denkfehler, und fragte mich dann, wieso eine Heilpraktikerin diese Frage stellt. Aber darin lag ja just mein Denkfehler. Ansonsten war ich selbst mal in solch einem Institut. Sicherlich ist es auch interessant sich - soweit als möglich - über die Eigenheiten des Amtsarztes bzw. der Amtsärztin zu informieren. Unsere hat es mit Borderlinern. Ansich hatte ich primär auf die Fragestellerin geantwortet, da ihr das Praktizieren an einem Ort der nicht gleich dem Ausbildungsort ist, wichtig zu sein schien. Und darin besteht kein Problem, doch würde sie an verschiedenen Orten praktizieren ohne dort angemeldet zu sein, könnte gegebenenfalls der Eindruck von einem Umherziehen entstehen, der verboten ist: http://www.heilpraktikerverband.de/recht/hpg.php. Konkret erlebte ich das mal bei Veranstaltungen bei denen die Warnung ausgesprochen wurde, daß ein paar unvorsichtige Heilpraktiker-/innen nicht von Heilung in diesen Workshops (die nicht in der eigenen Praxis stattfanden) reden sollen sondern von einer Demonstration ihrer Arbeit. Sonst könnte ihnen dies - wenn es einer drauf anlegt - sehr negativ ausgelegt werden.

Schönes Wochenende.

Ciao,
Romana

Heilkunde im Umherziehen
Hallo Romana,
auch wenn ich in der Ursprungsfrage nichts erkenne, wieso du meinst, daß er (er fragt nämlich über ihren Account) an verschiedenen Stellen praktizieren will, hier die genaue Info dazu.
Es geht dabei um das Verbot des Praktizierens von Heilkunde im Umherziehen (§3 des HPG).
Das heißt man braucht eine feste Praxisadresse und darf nur in Bezug auf diese Praxis heilen.
Allerdings darf man sehr wohl Hausbesuche, nach vorheriger Terminabsprache machen und/oder Zweitpraxen aufmachen, diese müssen dann aber jeweils dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden.
Im Anschluß von Vorträgen zu Heilen wird dabei immer wieder als verboten erwähnt. Ich darf aber schon bei diesen Vorträgen für mich Werbung machen und auf meine Praxis hinweisen.

Dir auch ein schönes Wochenende.
Gruß
Kerstin

Hallo Tobi,
gerne hab ich geantwortet und gerne kannst du mich anmailen.

Also ich habe vorhin mit meiner Schwester telefoniert. Sie ist
2x durch die Überprüfung geflogen, ist aber immer noch
interessiert dabei.

Wo hat sie denn die Prüfung gemacht und wie hat sie sich vorbereitet.

Da ich in der Nähe (etwa 15 km entfernt) von Bremen wohne
werde ich mir jetzt verschiedenen Schulen anschauen.

Komm doch mal zur „Freien Heilpraktiker Schule“ - vielleicht mach ich ja dann gerade Unterricht, wir haben viele Nicht-Bremer-Schüler.

Aber ich
hab gehört das einige Heilpraktiker auch Privat-Unterricht für
3-4 Leute anbieten. Das wäre ja auch eine Möglichkeit.

Jaaaa - das kommt halt sehr auf den HP an.

Wahrscheinlich auch etwas günstiger als eine „große“ Schule.

Kann sein - muß aber nicht.
Der Vorteil einer großen Schule ist halt häufig, daß du mehrere unterschiedliche DozentInnen triffst, was in der Regel sehr bereichernt ist. Und das es halt auch neben der medizinischen Ausbildung noch weitere Möglichkeiten gibt, z.B. ne Bibliothek u.ä.

Desweiteren werde ich mich umschauen wo ich einmal an einer
„Schnupperstunde“ teilnehmen kann.
Von einem Selbststudium hat sie mir abgeraten, da beim Lesen
wohl viele
Fragen auftreten würden.

Ja - würde ich ähnlich sehen.

Dennoch wäre ein Buch, Script usw. Recht hilfreich, um erst
einmal ein
kleines bisschen in die Materie „reinzuschauen“. Bücher einer
Frau Richter hat sie mir empfohlen.

Die Richter ist gut, um ein Gefühl zu bekommen und einige Arbeiten gerne mit ihr. Mir lag sie gar nicht und manchmal schreibt sie einfach inhaltlich Blödsinn, aber das ist bei allen Büchern so. Fehler gibts halt immer irgendwo.

Im Moment suche ich also nach Lektüren die mir zeigen, auf was
ich mich bei der Ausbildung „einlasse“

Wie wäre es mit der „Naturheilpraxis heute“ Einem dicken Wälzer, der einen guten Überblick gibt ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

An der FHS gibts zusätzlich zum Unterricht noch ein sehr gutes und ausführliches Skript, da brauch man fast nur noch ein Lexikon und ein Anatomie-Buch dazu.

Das du ebenfalls aus dem Einzelhandel kommst, macht mir aber
weiter Mut, mich ebenfalls für diese Ausbildung zu
entscheiden.

Naja - was sich damit ausdrückt ist eigentlich, daß der Ursprungsberuf nicht ausschlagebend sein muß. Auf dich kommt es an, nicht auf das was du vorher gemacht hast.

Es wäre super wenn ich dich bei weiteren Fragen per Mail
kontaktieren
könnte.

Wie gesagt: GERNE

Schönes Wochenende und bis bald
Kerstin

1 „Gefällt mir“

Hi Kerstin,

ansich antwortet man auf ein Posting, doch ich hatte ein Antwortposting aufgerufen, und von dem aus der Fragestellerin geantwortet. Vergiss den Teil einfach; es war ein Denkfehler von mir als ich die falsche Verbindung zur Visitenkarte assoziierte.

Was Du schreibst, weiß ich. Ich möchte nur darauf hinweisen, daß wer nicht in seiner Praxis ist, z.B. Schnupperkurse anbietet, Workshops oder was auch immer, und diese finden nicht in den eigenen Räumen statt, so darf dort nicht geheilt werden bzw. nicht von Heilung gesprochen werden. Genau, umhergezogen wird hier nicht. :smile: Doch man kann von einer Demonstrierung seiner Arbeit sprechen.

Ciao,
Romana

is gut und schönes Wochenende. owt
.

Danke!
Danke Kerstin!

Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen und mich dann ggf. bei dir per Mail melden.

Schönes Wochenende
wünscht Tobi

Hallo Ramona,

umherziehen möcht ich ja gar nicht - aber das hat sich ja mittlerweile geklärt. Es ging nur um Auflagen, die man erfüllen müsste, um an einem Standort eine Praxis zu eröffnen. Im Gegensatz zu HP müssen Ärzte da drum bitten, sich im Ort xy niederlassen zu dürfen.

Gruß
Tobi

Anmerkung
Hallo Tobi,

was ich (als Nicht-HP) noch sehr wichtig finde ist, was Dein Umfeld zu Dir als HP sagt. Wie wirkst Du auf andere Leute? Würden Sie zu Dir kommen?

Ein Bekannter von mir macht auch seit längerer Zeit eine Ausbildung zum HP, aber fast alle bezweifeln, dass er damit erfolgreich sein wird, da er nicht der Typ dazu ist: läuft meist schmuddelig rum, hat extremen Mundgeruch, ist introvertiert,… . Zusammenfassend würden sowohl ich als auch viele andere Bekannte sagen, dass sie in ihn als HP wenig bis kein Vertrauen hätten. Einfach aufgrund seiner Erscheinung. Und die ist bei der Auswahl eines Arztes oder HPs auch mit von Bedeutung.

Nur so als Anregung.

Grüße und viel Erfolg, Nina