Warum finden die nichts?

Von: , Frage gestellt am Mi, 5. Jul 2000

Ein Freund von mir hat seit etwa einem dreiviertel Jahr Schmerzen im linken Oberbauch. Seine Schwester, die Krankenschwester ist, hat direkt Panik verbreitet - Krebs!
Seitdem wandert er von einem Arzt zum anderen, Ultraschall, Magenspiegelung, Blutuntersuchungen, R"ontgen - nichts. Er nimmt konstant ab, obwohl er sagt, dass er sich nicht anders ern"ahrt als vorher. Kein Mensch weiss, was er hat - nur die Schmerzen sind noch da, nicht konstant, aber immer mal wieder. Wieso kann man denn nicht feststellen, was er hat? Ich meine, wenn es wirklich Krebs ist, dann muss man doch so schnell wie m"oglich irgend etwas unternehmen?! Es muss doch m"oglich sein, den Krebs zu finden, bevor er riesig ist und nicht mehr operiert werden kann?!!

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Warum finden die nichts?

    Hallo,

    die Schmerzen können auch vom "Sonnengeflecht" ausgehen und u. U. nervöser, stressbedingter Herkunft sein und dadurch speziell beim Sonnengeflecht sogar noch verstärkt werden!!!
    (Solarplexus = Nervengeflecht (befindet sich im Oberbauch), das die Bauchorgane versorgt)

    Es ist nicht sehr geschickt von der Schwester, vorweg, dem Betroffenen gegenüber die schlimmste Vermutung anzustellen, der sich psychisch stark auf diese Verdachtsdiagnose einzustellen scheint - .

    Gruß, Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      erhöhter Kalziumbedarf?

      falls es sich tatsächlich um stressbedingte "Bauchschmerzen" handeln sollte und noch weitere Symptome dafür sprechen, wie etwa Lärmempfindlichkeit, usw., dann kann man mit täglicher, oraler Kalziumgabe Abhilfe schaffen.
      Am Anfang wären nicht die handelsüblichen Ca-Sprudeltabletten zu empfehlen, sondern 3x täglich eine Ampulle "Frubiase Calcium", kann man in der Apotheke kaufen.
      Die Schmerzen bessern sich nach 3 bis 6 Tagen. Wenn man das Kalzium absetzt, geht es allerdings wieder los. Der Grund des erhöhten Kalziumbedarfs müsste herausgefunden werden.

      Ein relativ normaler Blut-Kalziumspiegel ist trügerisch: der Körper ist bei Kalziumunterversorgung in der Lage, den Kalziumspiegel zu normalisieren, indem Kalzium aus den Knochen gelöst wird.

      Gruß, Renate

      • Antwort von nach 22 Stunden hilfreich
        Re: erhöhter Kalziumbedarf?

        Liebe Renate,

        das ist alles sehr interessant was Du schreibst...es stellt sich mir nur die Frage, wie weiß ich, ob ich nun Kalzium brauche? Welche Symtome zeigen sich bei einem Mangel?

        Marion [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^2: erhöhter Kalziumbedarf?

          [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^2: erhöhter Kalziumbedarf?

          sich mir nur die Frage, wie weiß ich, ob ich nun Kalzium
          brauche? Welche Symtome zeigen sich bei einem Mangel?

          Marion
          Hallo Marion,

          leider bringt es nichts, den Kalziumspiegel im Blut zu checken, was früher (und auch oft heute noch) gern gemacht wurde, wenn man eine Aussage brauchte bezügl. des Ca++, denn bei einem auftretenden Mangel hat das Blut die Eigenschaft, körpereigene Reservoirs anzuzapfen, zu Ungunsten der Knochen !

          Es gibt einen Symptomenkomplex, dessen Vorhandensein erfahrene Fachleute an Kalziummangel denken lässt, sodass zunächst über mehrere Wochen!!! Kalzium (z. B. Frubiase-Calcium Trinkampullen 3 x tägl.) genommen werden sollte.

          Dies ist der Weg des geringsten Aufwandes und birgt keinerlei Nachteile, und man hat schnell Gewissheit, ob man auf dem richtigen Weg ist, denn innerhalb einer Woche spürt man dann Besserung! (wenn es denn die richtige Diagnose war)

          Die Mangelsymptome sind vielfältig und können je nach Schweregrad wenig oder stark ausgeprägt sein:

          Chronischer Kalziummangel greift die Nerven an, d. h. die chem.-elektr. Reizleitung ist gestört.
          Es kommt zu einem Zustand der Übererregbarkeit - Reizbarkeit, geringere Belastbarkeit, auch Lärmüberempfindlichkeit, schnelle Ermüdung, schlechter Schlaf, Kopf- oder Nackenschmerzen, innere Unruhe, Neigung zu Magenkrämpfen, manchmal Herzstiche, Muskelverspannungen, wobei es zu ganz diffusen Bauchschmerzen kommen kann, die man mal mehr oder weniger spürt, die wie bereits gesagt, von dem Nervengeflecht (Solarplexus - Sonnengeflecht) herrühren, das die Bauchorgane versorgt, sodass auch auf die betreffenden Organe chronische, leicht diffuse Schmerzen ausstrahlen (Galle, Darm, Magen, Uterus, usw.)
          Oft ist man sicher, es ist der Magen, oder was könnte es stattdessen sein?...

          Kalzium reguliert über die Schilddrüse den Grundumsatz des Körpers.
          Kalzium wird benötigt für Knochen- und Zahnaufbau, Nerven, verhindert Muskelschwund und Knochenabbau, sichert die Arbeit des Herzmuskels, verbessert die Durchlässigkeit der Zellwände, hilft bei der Blutgerinnung, gegen Parodontose, Osteoporose, Störungen der Blutgerinnung, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Krampfzustände.

          Die Kalziumaufnahme wird gestört, durch hohen Konsum an Süßigkeiten, Kochsalz, Spinat, Kakao, Kaffee, schw. Tee, Rhabarber, ebenso wenn man sich nicht mindenstens 10 Min. pro Tag nach draußen begibt, denn durch Sonnenlicht (keine direkte Bestrahlung erforderich - Gesicht und Hände genügen auch im Winter) wird unter der Haut Vitamin D gebildet, das für den Kalziumstoffwechsel unbedingt erforderlich ist.

          In Schwangerschaft und Stillzeit ist ausreichende Kalziumzufuhr äußerst wichtig.
          Ebenso wenn man starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, bei Allergien und zuguterletzt auch ganz besonders bei
          chronischem Stress!!

          Da die Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist, ist leider die Antwort etwas lang geworden - .

          Viele Grüße, Renate

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^3: erhöhter Kalziumbedarf?

            Neigung zu Magenkrämpfen,
            manchmal Herzstiche, Muskelverspannungen, wobei es zu ganz
            diffusen Bauchschmerzen kommen kann, die man mal mehr oder
            weniger spürt,
            Ja, aber warum ist es dann offensichtlich immer die selbe Stelle, und das seit einem dreiviertel Jahr? Das kann man ja nicht gerade als ''diffus'' bezeichnen?!

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^4: erhöhter Kalziumbedarf?

              da dein Freund bereits von Kopf bis Fuß durchgecheckt worden ist, was ohne Befund blieb, kann man ihm trotzdem raten, dass er versucht, durch eine mehrwöchige Kalziumtherapie dahinterzukommen, ob ein diesbezüglicher Mangel die Ursache der Beschwerden ist - wenn er die vorgenannten Symptome aufweist.

              Zu empfehlen ist, dass er Art und Dosierung des Präparates, sowie den Zeitraum der Durchführung sinnvollerweise noch mit seinem Arzt (oder Apotheker) bespricht, damit er optimale Ausgangsbedingungen hat, einen Erfolg zu erzielen.

              Gruß, Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^5: erhöhter Kalziumbedarf?


              Vielen Dank auf jeden Fall, ich werd's ihm mal sagen.


              da dein Freund bereits von Kopf bis Fuß durchgecheckt worden
              ist, was ohne Befund blieb, kann man ihm trotzdem raten, dass
              er versucht, durch eine mehrwöchige Kalziumtherapie
              dahinterzukommen, ob ein diesbezüglicher Mangel die Ursache
              der Beschwerden ist - wenn er die vorgenannten Symptome
              aufweist.

    • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
      Re^2: Warum finden die nichts?

      Danke fuer die Antwort! die Schmerzen können auch vom "Sonnengeflecht" ausgehen und u.
      U. nervöser, stressbedingter Herkunft sein und dadurch
      speziell beim Sonnengeflecht sogar noch verstärkt werden!!!
      Ja, Stress hat er sicherlich, das weiss ich, und durch seinen Job auch eine aeusserst ungesunde Lebensweise (aber das schon seit ueber zwanzig Jahren). Kann schon sein, dass es nur psychisch ist - das beruhigt natuerlich schon. DA kann man dann halt nichts machen, aber man weiss wenigstens, dass es nicht Krebs ist.



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