Warum finden die nichts?

Ein Freund von mir hat seit etwa einem dreiviertel Jahr Schmerzen im linken Oberbauch. Seine Schwester, die Krankenschwester ist, hat direkt Panik verbreitet - Krebs!
Seitdem wandert er von einem Arzt zum anderen, Ultraschall, Magenspiegelung, Blutuntersuchungen, R"ontgen - nichts. Er nimmt konstant ab, obwohl er sagt, dass er sich nicht anders ern"ahrt als vorher. Kein Mensch weiss, was er hat - nur die Schmerzen sind noch da, nicht konstant, aber immer mal wieder. Wieso kann man denn nicht feststellen, was er hat? Ich meine, wenn es wirklich Krebs ist, dann muss man doch so schnell wie m"oglich irgend etwas unternehmen?! Es muss doch m"oglich sein, den Krebs zu finden, bevor er riesig ist und nicht mehr operiert werden kann?!!

Hallo,

die Schmerzen können auch vom „Sonnengeflecht“ ausgehen und u. U. nervöser, stressbedingter Herkunft sein und dadurch speziell beim Sonnengeflecht sogar noch verstärkt werden!!!
(Solarplexus = Nervengeflecht (befindet sich im Oberbauch), das die Bauchorgane versorgt)

Es ist nicht sehr geschickt von der Schwester, vorweg, dem Betroffenen gegenüber die schlimmste Vermutung anzustellen, der sich psychisch stark auf diese Verdachtsdiagnose einzustellen scheint - .

Gruß, Renate

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Hallo,
schon dein e-mail-Name verbreitet ja Angst und Schrecken!
Nun aber im Ernst: Es ist heute sehr gut möglich, anhand von Blutuntersuchungen einerseits, ergänzenden bildgebenden Verfahren, i.d.R. Ultraschall u.s.w., andererseits bösartige und andere ernste Krankheiten sicher und frühzeitig zu erkennen. Da bei Deinem Freund „nichts“ gefunden wurde, heißt das: mit großer diagnostischer Sicherheit kann eine ernste organische Ursache der Schmerzen ausgeschlossen werden. Das zur Beruhigung. Natürlich sind die Beschwerden damit nicht beseitigt. Ganz allgemein sagt die Statistik, daß ca 80% derer, die den Arzt wegen Schmerzen aufsuchen, keine ernste Krankheit haben, vielmehr an „funktionell bedingten Beschwerden“ leiden. Die meisten Beschwerden hören von alleine auf, manchmal ist eine genauere Analyse nötig: Starb jemand aus der Verwandtschaft, dem Freundeskreis an Krebs u.s.w.
Gruß
Cornelia

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erhöhter Kalziumbedarf?
falls es sich tatsächlich um stressbedingte „Bauchschmerzen“ handeln sollte und noch weitere Symptome dafür sprechen, wie etwa Lärmempfindlichkeit, usw., dann kann man mit täglicher, oraler Kalziumgabe Abhilfe schaffen.
Am Anfang wären nicht die handelsüblichen Ca-Sprudeltabletten zu empfehlen, sondern 3x täglich eine Ampulle „Frubiase Calcium“, kann man in der Apotheke kaufen.
Die Schmerzen bessern sich nach 3 bis 6 Tagen. Wenn man das Kalzium absetzt, geht es allerdings wieder los. Der Grund des erhöhten Kalziumbedarfs müsste herausgefunden werden.

Ein relativ normaler Blut-Kalziumspiegel ist trügerisch: der Körper ist bei Kalziumunterversorgung in der Lage, den Kalziumspiegel zu normalisieren, indem Kalzium aus den Knochen gelöst wird.

Gruß, Renate

Erstmal danke fuer die Antwort!

Da bei Deinem Freund „nichts“ gefunden wurde, heißt

das: mit großer diagnostischer Sicherheit kann eine ernste
organische Ursache der Schmerzen ausgeschlossen werden. Das
zur Beruhigung.

Ja, das beruhigt mich tatsaechlich etwas.

Starb jemand
aus der Verwandtschaft, dem Freundeskreis an Krebs u.s.w.

Na ja, ich koennte mir da schon was vorstellen - er raucht seit 30 Jahren ziemlich viel (obwohl er schon Probleme mit der Lunge hat, und alle Aerzte ihm sagen, dass er sofort aufhoeren soll), und sein Vater ist an Lungenkrebs gestorben. Ausserdem ist er ungluecklich mit seinem Job. Vielleicht ist es wirklich nur psychisch.

Danke fuer die Antwort!

die Schmerzen können auch vom „Sonnengeflecht“ ausgehen und u.
U. nervöser, stressbedingter Herkunft sein und dadurch
speziell beim Sonnengeflecht sogar noch verstärkt werden!!!

Ja, Stress hat er sicherlich, das weiss ich, und durch seinen Job auch eine aeusserst ungesunde Lebensweise (aber das schon seit ueber zwanzig Jahren). Kann schon sein, dass es nur psychisch ist - das beruhigt natuerlich schon. DA kann man dann halt nichts machen, aber man weiss wenigstens, dass es nicht Krebs ist.

Liebe Renate,

das ist alles sehr interessant was Du schreibst…es stellt sich mir nur die Frage, wie weiß ich, ob ich nun Kalzium brauche? Welche Symtome zeigen sich bei einem Mangel?

Marion

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sich mir nur die Frage, wie weiß ich, ob ich nun Kalzium
brauche? Welche Symtome zeigen sich bei einem Mangel?

Marion

Hallo Marion,

leider bringt es nichts, den Kalziumspiegel im Blut zu checken, was früher (und auch oft heute noch) gern gemacht wurde, wenn man eine Aussage brauchte bezügl. des Ca++, denn bei einem auftretenden Mangel hat das Blut die Eigenschaft, körpereigene Reservoirs anzuzapfen, zu Ungunsten der Knochen !

Es gibt einen Symptomenkomplex, dessen Vorhandensein erfahrene Fachleute an Kalziummangel denken lässt, sodass zunächst über mehrere Wochen!!! Kalzium (z. B. Frubiase-Calcium Trinkampullen 3 x tägl.) genommen werden sollte.

Dies ist der Weg des geringsten Aufwandes und birgt keinerlei Nachteile, und man hat schnell Gewissheit, ob man auf dem richtigen Weg ist, denn innerhalb einer Woche spürt man dann Besserung! (wenn es denn die richtige Diagnose war)

Die Mangelsymptome sind vielfältig und können je nach Schweregrad wenig oder stark ausgeprägt sein:

Chronischer Kalziummangel greift die Nerven an, d. h. die chem.-elektr. Reizleitung ist gestört.
Es kommt zu einem Zustand der Übererregbarkeit - Reizbarkeit, geringere Belastbarkeit, auch Lärmüberempfindlichkeit, schnelle Ermüdung, schlechter Schlaf, Kopf- oder Nackenschmerzen, innere Unruhe, Neigung zu Magenkrämpfen, manchmal Herzstiche, Muskelverspannungen, wobei es zu ganz diffusen Bauchschmerzen kommen kann, die man mal mehr oder weniger spürt, die wie bereits gesagt, von dem Nervengeflecht (Solarplexus - Sonnengeflecht) herrühren, das die Bauchorgane versorgt, sodass auch auf die betreffenden Organe chronische, leicht diffuse Schmerzen ausstrahlen (Galle, Darm, Magen, Uterus, usw.)
Oft ist man sicher, es ist der Magen, oder was könnte es stattdessen sein?..

Kalzium reguliert über die Schilddrüse den Grundumsatz des Körpers.
Kalzium wird benötigt für Knochen- und Zahnaufbau, Nerven, verhindert Muskelschwund und Knochenabbau, sichert die Arbeit des Herzmuskels, verbessert die Durchlässigkeit der Zellwände, hilft bei der Blutgerinnung, gegen Parodontose, Osteoporose, Störungen der Blutgerinnung, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Krampfzustände.

Die Kalziumaufnahme wird gestört, durch hohen Konsum an Süßigkeiten, Kochsalz, Spinat, Kakao, Kaffee, schw. Tee, Rhabarber, ebenso wenn man sich nicht mindenstens 10 Min. pro Tag nach draußen begibt, denn durch Sonnenlicht (keine direkte Bestrahlung erforderich - Gesicht und Hände genügen auch im Winter) wird unter der Haut Vitamin D gebildet, das für den Kalziumstoffwechsel unbedingt erforderlich ist.

In Schwangerschaft und Stillzeit ist ausreichende Kalziumzufuhr äußerst wichtig.
Ebenso wenn man starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, bei Allergien und zuguterletzt auch ganz besonders bei
chronischem Stress!!

Da die Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist, ist leider die Antwort etwas lang geworden - .

Viele Grüße, Renate

Neigung zu Magenkrämpfen,
manchmal Herzstiche, Muskelverspannungen, wobei es zu ganz
diffusen Bauchschmerzen kommen kann, die man mal mehr oder
weniger spürt,

Ja, aber warum ist es dann offensichtlich immer die selbe Stelle, und das seit einem dreiviertel Jahr? Das kann man ja nicht gerade als ‚‚diffus‘‘ bezeichnen?!

da dein Freund bereits von Kopf bis Fuß durchgecheckt worden ist, was ohne Befund blieb, kann man ihm trotzdem raten, dass er versucht, durch eine mehrwöchige Kalziumtherapie dahinterzukommen, ob ein diesbezüglicher Mangel die Ursache der Beschwerden ist - wenn er die vorgenannten Symptome aufweist.

Zu empfehlen ist, dass er Art und Dosierung des Präparates, sowie den Zeitraum der Durchführung sinnvollerweise noch mit seinem Arzt (oder Apotheker) bespricht, damit er optimale Ausgangsbedingungen hat, einen Erfolg zu erzielen.

Gruß, Renate

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Vielen Dank auf jeden Fall, ich werd’s ihm mal sagen.

da dein Freund bereits von Kopf bis Fuß durchgecheckt worden
ist, was ohne Befund blieb, kann man ihm trotzdem raten, dass
er versucht, durch eine mehrwöchige Kalziumtherapie
dahinterzukommen, ob ein diesbezüglicher Mangel die Ursache
der Beschwerden ist - wenn er die vorgenannten Symptome
aufweist.

Hallo,
schon dein e-mail-Name verbreitet ja Angst und Schrecken!
Nun aber im Ernst: Es ist heute sehr gut möglich, anhand von
Blutuntersuchungen einerseits, ergänzenden bildgebenden
Verfahren, i.d.R. Ultraschall u.s.w., andererseits bösartige
und andere ernste Krankheiten sicher und frühzeitig zu
erkennen. Da bei Deinem Freund „nichts“ gefunden wurde, heißt
das: mit großer diagnostischer Sicherheit kann eine ernste
organische Ursache der Schmerzen ausgeschlossen werden. Das
zur Beruhigung. Natürlich sind die Beschwerden damit nicht
beseitigt. Ganz allgemein sagt die Statistik, daß ca 80%
derer, die den Arzt wegen Schmerzen aufsuchen, keine ernste
Krankheit haben, vielmehr an „funktionell bedingten
Beschwerden“ leiden. Die meisten Beschwerden hören von alleine
auf, manchmal ist eine genauere Analyse nötig: Starb jemand
aus der Verwandtschaft, dem Freundeskreis an Krebs u.s.w.
Gruß
Cornelia

Hmm. Ich bin weder Mediziner noch in irgendeiner Art Fachmann für Medizin. Selbst mein letzter Erste-Hilfe-Kurs ist schon eine Weile her. Trotzdem bin ich interessierter Laie und ein Fall in der Bekanntschaft, den ich zufällig mitbekommen habe hat mir schon etwas zu denken gegeben : Ein Mann ( zwischen 45 und 50 Jahren ) hatte längere Zeit ( Monate ) Schmerzen in der Brust, war müde, schlapp, hatte spordische Fieberattacken verlor rapide an Gewicht, obwohl er seine Essgewohnheiten nicht geändert hatte. Er war Nichtraucher, trank nicht übermässig Alkohol, hatte sonst auch keine sonderlich ungesunden Angewohnheiten. Trotzdem nahmen die Schmerzen immer weiter zu und wurden mit der Zeit immer schlechter erträglich. Obwohl er vorher bei etlichen Spezialisten, in Krankenhäusern, Unikliniken etc. war, wurde erst bei einer Operation „auf Verdacht“ ( eine Diagnose, was eigentlich los sein könnte lag zu dem Zeitpunkt nicht vor ) bei einer Öffnung des Brustkorbs hinter dem Herz ein ( laienhaft ausgedrückt ) fast mandarinengrosser „Eiterherd“ gefunden, der ( lt. Aussage des behandelnden Arztes damals ) ihn unweigerlich umgebracht hätte, wenn er ( wiederum laienhaft ) „aufgeplatzt“ wäre.
Meine Frage : Wenn doch heutzutage als Diagnosemethoden nicht nur Abklopfen und Abhören, sondern auch noch Blutuntersuchungen, Computertomographie, Röntgen und wasweissichnochalles zur Verfügung stehen, wie kann es dann sein, dass eine solch grosse Veränderung im Körper auch bei intensiven Untersuchungen unentdeckt bleibt ?

MfG

Jürgen

Au weia…
Das ist ja unglaublich! Wie kann denn sowas passieren? Das ist genau das, wovor ich Angst habe - keiner findet irgendwas und eines Tages faellt man um und ist tot. Und ich dachte immer, Entzuendungen im Koerper koennte man durch Bluttests feststellen?!
Na ja, ich hoffe mal, dass es bei meinem Freund ‚‚nur‘‘ psychisch ist, passen wuerde es ja. Er hat auch kein Fieber oder so, er hat einfach ‚‚Bauchschmerzen‘‘ und nimmt ab. Wie schlimm die Schmerzen wirklich sind, weiss ich auch nicht - er gehoert nicht so zu den Leuten, die dauernd viel von sich erzaehlen oder jammern.

Hmm. Ich bin weder Mediziner noch in irgendeiner Art Fachmann
für Medizin. Selbst mein letzter Erste-Hilfe-Kurs ist schon
eine Weile her. Trotzdem bin ich interessierter Laie und ein
Fall in der Bekanntschaft, den ich zufällig mitbekommen habe
hat mir schon etwas zu denken gegeben : Ein Mann ( zwischen 45
und 50 Jahren ) hatte längere Zeit ( Monate ) Schmerzen in der
Brust, war müde, schlapp, hatte spordische Fieberattacken
verlor rapide an Gewicht, obwohl er seine Essgewohnheiten
nicht geändert hatte. Er war Nichtraucher, trank nicht
übermässig Alkohol, hatte sonst auch keine sonderlich
ungesunden Angewohnheiten. Trotzdem nahmen die Schmerzen immer
weiter zu und wurden mit der Zeit immer schlechter erträglich.
Obwohl er vorher bei etlichen Spezialisten, in Krankenhäusern,
Unikliniken etc. war, wurde erst bei einer Operation „auf
Verdacht“ ( eine Diagnose, was eigentlich los sein könnte lag
zu dem Zeitpunkt nicht vor ) bei einer Öffnung des Brustkorbs
hinter dem Herz ein ( laienhaft ausgedrückt ) fast
mandarinengrosser „Eiterherd“ gefunden, der ( lt. Aussage des
behandelnden Arztes damals ) ihn unweigerlich umgebracht
hätte, wenn er ( wiederum laienhaft ) „aufgeplatzt“ wäre.
Meine Frage : Wenn doch heutzutage als Diagnosemethoden nicht
nur Abklopfen und Abhören, sondern auch noch
Blutuntersuchungen, Computertomographie, Röntgen und
wasweissichnochalles zur Verfügung stehen, wie kann es dann
sein, dass eine solch grosse Veränderung im Körper auch bei
intensiven Untersuchungen unentdeckt bleibt ?

MfG

Jürgen

Schmerzen nur im Hirn???

Ganz allgemein sagt die Statistik, daß ca 80%
derer, die den Arzt wegen Schmerzen aufsuchen, keine ernste
Krankheit haben, vielmehr an „funktionell bedingten
Beschwerden“ leiden.

Hallo,
das ist ja interessant! Ich dachte immer, so psychosomatische Sachen sind dann schon auch an k"orperlichen Ver"anderungen festzumachen, also z.B. in dem hier beschriebenen Fall z.B. einem Magengeschw"ur. Dass es aber auch Beschwerden v"ollig ohne Grund gibt, ist ja seltsam - was passiert denn da auf neurologischer Ebene? Ich meine, Schmerzen werden ja durch Nerven, also mit Hilfe von elektrischen Potential"anderungen (also Kalziumionen, soweit ich weiss) ans Hirn weitergeleitet. Wenn es aber keinen k"orperlichen Grund gibt, irgendwelche Ionen irgendwo auszusch"utten - warum empfindet der Mensch dann trotzdem Schmerzen? Findet das alles nur im Hirn statt? Gibt es die Schmerzen also gar nicht (im Sinne von - es werden keine Signale von der betroffenen Stelle zum Hirn geleitet, man k"onnte mit einem Voltmeter nichts messen, wenn es eine organische Ursache g"abe, dann schon)?
Gruss, Steffi

hallo,

vor einigen jahren hatte ich auch das problem, schmerzen im linken oberbauch. trotz x-untersuchungen konnte nichts gefunden werden. die schmerzen verschwanden nur durch schmerzmittel.
nach fast einem jahr verschwanden die schmerzen so plötzlich wie sie aufgetaucht waren. bis heute weiß ich nicht weßhalb der schmerz auftrat und woher er kam. ich wünsche deinem bekannten, daqß es bei ihm genauso harmlos ist wie es bei mir war!

Melanie