Schwangerschaft und Immunsupressiva

Hallo,

mein Freund nimt MTX wegen seiner Polyarthritis und kommt damit auch gut klar, fast Nebenwirkungsfrei. Sein Hausarzt und Rheumatologe so wie auch der Beipackzettel warnen davor, Kinder unter MTX zu zeugen. Sein Nephrologe sagt dagegen, es gäbe zwar ein Risiko, aber ein überschaubares, er hätte Frauen als Patientinnen, die selbst Immunsupressiva nehmen und komplikations - und folgenlos Kinder ausgetragen haben. Das Absetzen des Medikamentes wäre für eine längere Zeit fast unmöglich. Welchem dieser vielen Ärzte glaube ich denn jetzt nun, vielleicht kann mir jemand Informationen geben, die mir bei der Entscheidung helfen könnten.

Vielen Dank!!!

Hi,
ich bin zwar nicht ‚vom Fach‘, aber…:

Es gibt keinen Arzt, keine Meinung, der Du tatsächlich Glauben schenken kannst.

Du weisst: Es gibt ein Risiko.

Ist dies nun gross, oder nicht so gross?
Sprich, riskier ich’s, oder nicht?

Dies ist eine sehr schwere Entscheidung.
Ich, wie gesagt nicht vom Fach, weiss nicht, was die Konsequenzen wären. Aber selbst wenn ich dies im genaueren wüsste - das Dilemma würde nicht kleiner.

Ich bin mir sicher, dass ich persönlich eine Schwangerschaft unter diesen Umständen NICHT riskieren würde - mir wäre das Risiko zu hoch.

Aber ich bin nicht in der Situation, in der, wie Du beschreibst, ein Absetzen des Medikaments auf längere Zeit undenkbar ist.

WENN es keine Alternative gibt, müsstest Du diese schwere Entscheidung selbst treffen - natürlich nachdem Du Dir, wie du es gerade tust, alle erhältlichen Infos eingeholt hast.

ABER: Gibt es denn WIRKLICH keine Alternativen?
Gibt es nicht irgendein nicht sooo wirksames Mittel, aber immerhin akzeptables, dass er statt dessen für eine Weile nehmen kann?
(Du siehst, ich bin nicht vom Fach…)

Eine andere Lösung, die Du SICHERLICH ablehnen wirst, aber die ich trotzdem mal in den Raum stelle (verzeih mir):
Dich von einem anderen Mann schwängern lassen, bzw von den Spermien eines anderen Mannes. Ich weiss, dann habt ‚ihr‘ nicht ein Kind gezeugt.

Sorry, ich kann es Dir nicht leichter machen.
Risiko ist Risiko - jeder muss entscheiden, ob er/sie sich traut, dieses einzugehen, bzw das verantworten kann.

Gruss & viel Glück,
Isabel