Medizin Studium

Hallo,

ich bin zur Zeit in der 12. Klasse und hatte nach meinem Abitur vor, Medizin zu studieren.Ich hoffe,dass hier einige Studenten sind ,die mir ein bisschen über ihr Studium etwas erzählen könnten.Die Vor und Nachteile, ob sie die richtige Entscheidung getroffen haben,wie Sie damit zurecht kommen?Wie sie das Studium vorgestellt haben?-Und die Realität ist-?
Ob es viel mit Streß verbunden ist?

Vor 2 Wochen war an der Universität Bochum „Tag der offenen Tür“.Ich habe mir verschiedene Vorlesungen angehört und Medizin fand ich am interessantesten von allen.

Wie kommt der Numerus Clausus zustande?

Welche Begabungen sollte ein Student vor allem ein Medizinstudent mitbringen oder nicht mitbringen?
Was sind die prämissen?

Hi,
vor allem solltest Du gut auswendig lernen können *fg*

Cu
Lalle

In Essen gibt es (demnächst?) Bio-medizin oder so, DAS ist sicherlich
eine lohnenswerte Alternative!

Gruß,

mit dem NC hat des Folgendes auf sich:

Wenn die zur Verfügug stehende Zahl der Studienplätze kleiner ist als die Zahl der Bewerber für die jeweilige Fakultät, kommen nur die besten zum Zuge. Entsprechend ändert sich der NC auch von Jahr zu Jahr und lässt sich immer erst ex post bestimmen.

Im übrigen:

Ich kenne einige Medis, die die Grausamkeit des Klinikalltags dramatisch unterschätzt hatten …

Mobbing ist in Krankenhäusern auch ein wichtiges Thema.

Ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Wahl triffst!

sine

Hi,

griffig formuliert man es so: „Wer ein Telefonbuch in 3 Tagen auswendig lernen kann, kann auch Medizin studieren.“

Da ist was dran…

Gruß,

MecFleih

Hallo,

Wenn Du Arzt werden willst, kommst du nicht umhin, Medizin zu studieren. Dann und nur dann solltest du ein Medizinstudium auch in Erwägung ziehen.

Das Studium ist in aller Regel stressig. Ganz viel Lernerei, das meiste davon recht sinnlos. Mediziner lernen sehr viel für Prüfungen und vergessen danach alles wieder (was ok ist, denn das meiste davon brauchen sie ja im Beruf niemals).

Zu wenig Raum bleibt, Patienten und auch Konzepte zu verstehen, Menschenkenntnis zu erwerben und auch fachliche Aspekte zu verstehen. Wenn es dir um das Verstehen von Zusammenhängen geht, um Prinzipien, um medizinische Forschung, um Erkenntnis usw, dann ist Medizin NICHT das richtige Fach! In diesem Fall wäre Biologie/Humanbiologie oder Biomedizin weit besser geeignet. Aus biologischen Fächern kann man immer in die medizinische Forschung einsteigen. Da ist man dann hoch geachtet, weil Mediziner eben das Forschen nicht richtig lernen - Naturwissenschaftler sind da besser dran.

Klar, Überflieger können alles und das immer und die werden auch aus und in der Medizin zB. hervorragende Forschung machen, aber das sind eben Ausnahmen. Die Regel sieht anders aus!

Vor 2 Wochen war an der Universität Bochum „Tag der offenen
Tür“.Ich habe mir verschiedene Vorlesungen angehört und
Medizin fand ich am interessantesten von allen.

Achtung! Urteile nie über ein Fach / eine Fachrichtung anhand EINER Vorlesung! Andere Uni, anderer Prof, anderer Lehrplan und schon sieht alles ganz, aber auch ganz anders aus! Nein, urteile NICHT nach einer Vorlesung! Frage dich, was du beruflich machen willst, welche Optionen du dir offen halten willst und welche Fragen dich konkret interessieren!! Danach entscheide!

Wie kommt der Numerus Clausus zustande?

Wurde schon gesagt. Ein Freiwilliges Soziales Jahr wird übrigends als Wartezeit angerechnet.

Welche Begabungen sollte ein Student vor allem ein
Medizinstudent mitbringen oder nicht mitbringen?

Er (der Medizinstudent) muss wirklich Telefonbücher auswendig lernen können und sollte kein weitreichendes Interesse an Zusammenhängen, Prinzipien und Forschung haben. Er muß Arzt werden wollen und als Arzt tätig sein wollen.

Für Biowissenschaften gilt natürlich: Ein allgemeines Verständnis von Mathematik, Chemie und Physik ist förderlich, auch für Biologie, ja! Keine Angst vor Computern. Eigeninitiative ist ein Sprungbrett. Aufgeschlossenheit, Abstraktionsvermögen, eine gute Beobachtungsgabe, ein analytischer Verstand und der Drang, genau zu arbeiten sind gute Eigenschaften. Um Englisch kommt man nicht herum, aber das Fachenglisch ist mit etwas Übung ganz gut beherrschbar.

LG
Jochen

Hi,

meine Empfehlung - mach mal ein paar Wochenenden freiwilligen Dienst in einem KH - dann siehst Du schon ein ob Dir der Umgang mit kranken und manchmal auch nicht so ganz einfachen Menschen liegt.
Und Du kannst ein bischen Krankenhausluft schnuppern…

Viele Grüße
Sue

Hi!

Also hier kann ich Dir mal gar nicht zustimmen.

Natürlich muß man viel lernen, vieles davon auch auswendig.
Aber was soll da im Biologiestudium groß anders sein? Bio ist doch schon an der Schule das klassische Auswendiglernerfach.

Klar, daß man die Grundlagen oft auch recht mühsam lernen muß, aber wenn man das mal kapiert hat (und in der Lage ist, es zu kapieren), kann man sich vieles - natürlich nicht alles - ableiten.

Man muß allerdings schon sagen, daß das Studium in letzter Zeit stark angezogen hat - was sicher auch mit dem von Dir erwähnten Zustrom von „klassischen“ Naturwissenschaftlern unter die Lehrenden zu tun hat. Da kriegt mancher die Kurve vom Forschungslabor zu den Erfordernissen einer angewandten "Natur"wissenschaft nicht.

Was man aber unbedingt frühzeitig abklären sollte ist, ob einem der real existierende Medizinerberuf Spaß macht. Hier machen einem doch mehr und mehr Sesselpupser mit Regulationswahn das Leben schwer. Zudem ist die Verantwortung im Berufsleben zum Teil beträchtlich und hiermit verbundene Sorgen und Ängste zumindest am Anfang wirklich an der Tagesordnung.

Fazit:
Das Medizinstudium bietet Möglichkeiten und Einblicke, die einem sonst so nicht offen stehen (zum Beispiel die Anatomie).
Man sollte aber früh durch Praktika und Hospitationen klären, ob einem der spätere Job überhaupt liegt.
Bei Zweifeln würde ich rechtzeitig zweigleisig fahren und mir je nach Interessenlage Optionen zum Beispiel Richtung Wirtschaft oder Journalismus offenhalten, wie es derzeit unter Studienabgängern im Trend liegt.

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Hallo,

Biologen sind einfach die besseren Wissenschaftler, lernen nicht stupide auswendig sondern verstehen alles, können nebenbei auch noch ganz präzise beurteilen, was im Medizinstudium zu kurz kommt und das Medizin eh nur was für Idioten ist.

Habe ich dein Posting korrekt zusammengefaßt?

Du kannst doch von deinem Biologiestudium berichten, denn deine Mutmaßungen über das Medizinstudium sind sicher nicht für den Fragesteller hilfreich.

Welche Begabungen sollte ein Student vor allem ein
Medizinstudent mitbringen oder nicht mitbringen?

Mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung ist hilfreich.
Ebenso eine gewisse praktische Begabung.
Auch der angesprochene Fleiß schadet nicht.

Gruß

Tahere

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Hi,

ich bin zur Zeit in der 12. Klasse und hatte nach meinem
Abitur vor, Medizin zu studieren.Ich hoffe,dass hier einige
Studenten sind ,die mir ein bisschen über ihr Studium etwas
erzählen könnten.Die Vor und Nachteile, ob sie die richtige
Entscheidung getroffen haben,wie Sie damit zurecht kommen?Wie
sie das Studium vorgestellt haben?-Und die Realität ist-?
Ob es viel mit Streß verbunden ist?

Also, mir haben so ein paar spaßvögel gesagt, es sei „lernintensiv“. COOL, dachte ich, das abi war ja auch lernintensiv und ich habs geschafft.
Lass dir eins zur der „lernintensivität“ sagen: Was du in der gesamten oberstufe fürs abi lernst, machst du da in EINEM semester.
Und, multiple choice ist nicht so, wie bei der führerscheinprüfung.

Ahh, wenn du in bochum mal geschaut hast, kanns an ner andern uni nur besser werden:wink:

Wie kommt der Numerus Clausus zustande?

Egal, was andere behaupten; der NC ist und bleibt ein mysterium.
Nah am rande zur illegalität wird auf nicht durchschaubare weise der eine dort-, der andere woandershin ZwangsVerSchickt (daher auch der name ZVS).

Welche Begabungen sollte ein Student vor allem ein
Medizinstudent mitbringen oder nicht mitbringen?
Was sind die prämissen?

Wie alle schon sagten: Telefonbücher auswendiglernen.
Dann solltest du nicht abhängig sein von nahrung oder gar schlaf.

Es ist aber nicht während des gesamten studiums so schlimm. Schwer war es nur während des physikums. Da muss man schonmal 12 wochen am stück 8-12 stunden täglich lesen, lesen, lesen, während die hauptnahrungsquelle aus kaffee und kippen besteht…

ABER, es macht spaß:smile:

LG Alex:smile:

komisch, was hast Du nochmal studiert? Also das is alles nicht ganz so heftig, am besten schaust man mal unter http://www.medi-foren.de/ oder http://ww.medizinstudent.de.

Geht schon. Aber hinterher gibts nut BAT2a, genauso viel wie Lehrer mit doppelter Arbeit und der Möglichkeit, zu jeder Zeit verknackt zu werden.

Grüße,

Chris

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Hallo kaldera,

um noch einmal einen allgemeinen Aspekt herauzuheben: Das Studium ist eine Sache und nimmt weniger Jahre in deinem Leben ein als danach die Zeit der Berufstätigkeit. Diese Jahre und Jahrzehnte können so richtig lang werden, wenn der Beruf dann doch nicht das Richtige war.
Und das Medizinstudium soll ja - im Gegensatz zu anderen Studienfächern - tatsächlich auf einen bestimmten Beruf vorbereiten.

Aus diesem Grund finde ich den unten bereits genannten Vorschlag, mal eine zeitlang im Krankenhaus zu arbeiten, ziemlich gut.

Ich z.B. hätte damals nieeeee BWL studiert, weil ich das Fach totlangweilig fand (und teilweise immer noch finde), und habe erst Jahre später begriffen, dass man damit aber später zum Teil ziemlich interessante Jobs bekommen kann. Für den einen oder anderen hätten sich die BWL-Jahre trotz Abneigung gegen das Fach schon gelohnt…

Grüße
Christiane

Hallo,

Natürlich muß man viel lernen, vieles davon auch auswendig.
Aber was soll da im Biologiestudium groß anders sein? Bio ist
doch schon an der Schule das klassische Auswendiglernerfach.

Das ist leider Wahr - ABER: Genau diejenigen, die in der Schule mit Lernerei durchgekommen sind, hatten im Studium wirklich große Probleme! Leider vermittelt die Schule nur sehr selten einen auch nur näherungsweise realistischen Eindruck dessen, worum es in der modernen Biologie geht.

Was man aber unbedingt frühzeitig abklären sollte ist, ob
einem der real existierende Medizinerberuf Spaß macht.

Ja, das war der Kernpunkt meines Posting. Du stimmst mir also im wesentlichen doch zu!

Fazit:
Das Medizinstudium bietet Möglichkeiten und Einblicke, die
einem sonst so nicht offen stehen (zum Beispiel die Anatomie).

Anm: „Nur“ in die menschliche Anatomie…

LG
Jochen

Ich stand vor einem Jahr vor der gleichen Frage!!!

Bin ein Junge und deswegen habe ich die Möglichkeit genutzt ZIVIDienst zu liesten um mich im medizienischen Bereich umzuschaun.

Habe mich solange durch die Krankenhäuser durchgefragt bis ich eine Stelle im OP bekommen hatte. (Bin genau gestern fertig geworden :smile: )

So hatte ich die Möglichkeit intensiver mich mit der Thematik zu beschäftigen. War dabei an ein Kreiskrankenhaus geraden, da diese nicht zu groß sind und ich so die Möglichkeit hatte in der Bauch, Knochen-chirogie sowie Gyn. näheres zu betrachten. In großen Krankenhäusern bleibst du meistens in einem Fachbereich hängen … Tipp ^^

Stationspraktikas würde ich dir nicht empfehlen. Komme aus dem Osten und muss sagen das Praktikanten auf Stationen niedere Arbeiten verrichten „dürfen“ als Zivis. Habe es selbst erleben dürfen. Obgleich es medizin - Studenten sind oder nicht. Durch sowas hättest du einen Einblick was dich später erwartet und wenn es dich reizt auch eine Motivation für was du eigentlich studierst. Denn Medizin ist sehr lernintensiv und du wirst vieles nicht verstehen für was du lernst!!!

Zum NC:

Der NC wird jedes Jahr von jedem Bundesland neu festgelegt!

Die ZVS wird ab dem Wintersemester mehr und mehr zur Losbude.

ca. 20% wird nach NC bestimmt.
Ca. 20% von der Anzahl der Wartesemester , hier was neues wenn einer 10 Wartesemester hat und eine Note von 4.0, ihm gegebüber einer mit einer Note 1,9 und nur 2 Semester als Wartezeit bekommt der mit 10 ehr einen Platz als der mit 2. Es ist nähmlich nicht mehr so das die Wartesemester auf die Note verrechnet wird!!!

ca. 60% von den einzelnen Ünis: Hier ist zu sagen das de meisten Unis versuchen ien Gleichgewicht herzustellen, sprich Jungs sind trotz schlechterer Noten im Vorteil. Jede Uni macht dies anders, einige schicken die Vergabe an die ZVS zurück, zu viel Bürokratie … ; und andere schreiben Bewerber selbst an, um einen individuelle Bewerbung zu verlangen.

Wichtig für das Wintersemestzer muss der Antrag bis 31.5. an der ZVS angekommen sein (Neu) nicht mehr wie an Freien Studiengängen wie Jura der 16;17 Juli.

Wenn du ein Praktikum machst kannst du dies gleich als dein Pflichtpraktikum was dus für Studium brauchst verwenden (Mind. 3 Monate, und mindestesn jeweisls 4 Wochen am Stück)

Recht viel ???

Wenn du Fragen nähere Fragen hast kannst du mir ja mailen … bin und war in der gleichen Situation …

mfg Chrisrtian

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Hallo kaldera,

um noch einmal einen allgemeinen Aspekt herauzuheben: Das
Studium ist eine Sache und nimmt weniger Jahre in
deinem Leben ein als danach die Zeit der Berufstätigkeit.
Diese Jahre und Jahrzehnte können so richtig lang werden, wenn
der Beruf dann doch nicht das Richtige war.

Absolut richtig! Und selbst wenn einem der Beruf als solcher sogar Spass machen sollte, können einem die Arbeitsbedingungen schnell jeden Spass vermiesen lassen.
Mach’s nicht!!! Es sei denn, Du hast Lust, fünf Euro die Stunde zu verdienen, magst Familie und Freunde eh nicht mehr sehen, Schlaf brauchst Du auch keinen und liebst das Risiko, wegen Kunstfehlern verknackt zu werden oder sich mal eben mit HIV/HCV o.ä. anzustecken. Wirklich noch mal gut überlegen. (Bedenke: während meines Studiums wollte ich das alles auch nicht glauben, dass das so hart wird.) Das Studium ist im übrigen ein Klacks gegen den Berufsalltag.

Gruß,
Philipp

Und das Medizinstudium soll ja - im Gegensatz zu anderen
Studienfächern - tatsächlich auf einen bestimmten Beruf
vorbereiten.

Christiane

Hallo Kaldera,

obwohl in den Antworten öfters auf die Fähigkeit zum Auswendiglernen scheinbar nicht zusammenhängender Fakten hingewiesen wurde, möchte ich sagen: bitte, nein!

Es ist viel Lernstoff, aber wenigstens auf naturwissenschaftlicher Grundlage. Deshalb versuch lieber, soweit als irgend möglich, Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fakten aufzufinden und den Lernstoff mit Hilfe der Logik zu verstehen als diesen ohne Sinn und Verstand bloß auswendig zu lernen.

Also, guter analytisch-logischer Verstand ist im Medizinstudium nicht so lebensnotwendig wie etwa in Physik, Mathematik usw., aber trotzdem auch da eine große Hilfe.

Es ist so ähnlich wie mit Verliebtheit und Liebe:
Mit Begeisterung (Verliebtheit) alleine kann niemand ein Studium, einen Beruf, ein Projekt durchziehen; sie schwindet nach einiger Zeit. An ihre Stelle muß eine Art von ruhiger Identifizierung (Liebe) treten, die einen halbwegs klar sehen läßt, was auf einen zukommt - und man findet es dieser Mühen trotzdem einigermaßen wert.

Alles Gute,

I.