Polyneuropathie durch Krebs unheilbar?
Von: , Frage gestellt am Do, 7. Apr 2005
Hallo,
angenommen, jemand, fast 80 Jahre alt, ist im Krankenhaus und hat durch einen bösartigen Prostatakrebs zudem noch Polyneurapathien, also in dem Fall kein Gefühl mehr in Armen und Beinen. Nach Feststellung der Ursache für diese Nervenentzündung (Ursache ist also Krebs) wird dem Mann am Gründonnerstag von einer Ärztin gesagt, dass man nichts mehr für ihn tun kann und schickt ihn einfach nach Hause. Da er keine Treppen mehr steigen kann, wird er von Verwandten (Anrufen vom Handy kann er noch) nach Hause gebracht. Seine Frau ist selbst schwerkrank, so dass der Mann hilflos sich selbst überlassen wird. Das ist aber nicht das eigentliche Problem, da die Kinder sich (sie sind aber nicht vom Krankenhaus informiert worden) darum kümmern, dass er erst mal mit Essen und Trinken versorgt wird.
Aber durch die Abschiebung ohne weitere Erklärung wie es für den Mann weitergehen soll verfällt er in schwere Depressionen. Am Ostermontag schießt er sich aus purer Verzweiflung eine Kugel (er war Jäger) durch den Körper, überlebt aber wie durch ein Wunder (Milz musste entfernt werden). Warum ist der soziale Dienst nicht eingeschaltet worden? In den Entlassungspapieren steht, eine Operation ist nicht möglich aufgrund des Alters und der körperlichen Gesundheitszustandes. Eine Chemoprophylaxe oder Bestrahlung wird nicht in Erwägung gezogen. An wen kann man sich wenden, um sich über diese Art der Behandlung zu beschweren und wie kann man dem Mann noch Mut machen? Ich bin für jede Hilfe dankbar.
Viele Grüße
Peter
