Gürtelrose im Gesicht

Liebe Leut!

Meine 90 jährige Grossmutter hat seit fast einem Jahr eine sehr schmerzhafte Gürtelrose über Gesicht, Hals, Hinterkopf und Nacken. Sie kriegt zwar Schmerzmittel und -pflaster, meint aber, dass die nicht besonders helfen.
Nun hat sie mich gebeten, da sie doch sehr leidet, mich doch mal schlau zu machen, vielleicht fände sich ja etwas. Ich versuche nun auf diesem Wege zu erfahren, wie man die schmerzhaften Anfälle etwas lindern könnte, evtl. mit Umschlägen o.Ä.

Wer kann mir etwas entsprechendes empfehlen oder hat schon gute Erfahrungen mit irgendwelchen Heilmittel oder -methoden gemacht? Sie ist eigentlich bereit so ziemlich alles zu versuchen, wenn es Heilung verspricht.

Ich hoffe sehr, dass ihr mir helfen könnt. Mir und ihr ist es völlig klar, dass es kein Wundermittel dagegen gibt, aber vielleicht ein wenig Linderung.

Lieber Gruss,

Semiramis

Liebe Semi,

schön, dass Du Dich so um Deine schmerzgeplagte Großmutter kümmerst. Nach 1(!) Jahr Gürtelrose ist das Schmerzgedächtnis schon so ausgeprägt, dass Du ihr mit einem „normalen“ Schmerzmittel kaum noch helfen kannst (Aspirin o.ä.), auch nicht mit Umschlägen o.ä. Ihr in der Schweiz habt sicher auch tüchtige Hausärzte oder Schmerztherapeuten, die sich mit Schmerzen auskennen. Wahrscheinlich muss eine gute Medikamentenkombination ran: stark wirksame Schmerzmittel, Psychopharmaka und Medikamente, die „direkt“ an den Nerven helfen. Bewährt hat sich eine Kombination aus Morphium (keine Angst vor Morphium, in dem Alter ist die Suchtgefahr kaum noch gegeben), z.B. Oxygesic o.ä., morphinähnlichen Medikamenten (Tramadolor o.ä.), Neurontin o.ä. und evtl. ein auf die Stimmung wirkendes Medikament (natürlich mit dem Doc absprechen). Dauert länger, eine gute Therapie zu finden, aber mit Geduld gehts.
Deiner Großmutter gute Besserung
Gruß Synapsie
(vielleicht fragst Du auch mal einen Anästhesisten zu dem Thema hier im Forum)

Hallo,

Eine Gürtelrose ist eine Krankheit des immungeschwächten Menschen. Ein Jahr scheint mir sehr lang dafür. Was macht dich so sicher, das es eine ist. Auch die Lokalisation ist etwas „verstreut“ für dieses Krankheitsbild.
Du wirst hier leider nicht viel weiter kommen.
Als 1. Diagnose überprüfen lassen.
Als 2. mögliche Grunderkrankung behandeln
Als 3. die von Synaps(i)e beschriebene Schmerztherapie mit mehreren Ansätzen. Geht nur in Zusammenarbeit mit einem Schmertherapeuten,
niedergelassene findet man u.u. seltener. Am besten größere Klinik/Uni-Klinik mit Schmerzsprechstunde - oft von der Klinik für Anästhesie geführt.

Viel Erfolg
Jens

Hallo Jens Michel,

was ist unter einem immungeschwächten Patienten zu verstehen? Welche Voraussetzungen zu dieser Aussage muss er erfüllen?

In meinem Umfeld gab es gerade bei Menschen, die in Saft und Kraft stehen, Gürtelrose bzw. Herpes Zoster. Das waren alles Menschen, die keine Allgemeinkrankheit wie z.B. HIV (Aids) haben, oder einer immunsuppressiven Behandlung unterliegen.

Vielen Dank für Deine Antwort.
Tschüss
Bernd

Ich hatte mit 13 Gürtelrose. Meine Mutter hatte die Windpocken als sie mit mir Schwanger war. So hatte ich sie da schon , aber halt nicht stark genug. Als meine Schwester dann Windpocken bekam ( ist der selbe Erreger ) bekam ich die Gürtelrose. Ich musste allerdings alle vier STunden eine Tablette schlucken! Wurde soetwas gar nicht gemacht? Die Gürtelrosenstellen verschwinden eigentlich nach der Erkrankung wieder vollständig ( außer vielleicht ne Narbe wie mein Vater, der hatte Gürtelrose auf der Stirn ). Wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, dann können dauerhaft Nervenschmerzen zurückbleiben.